(Wertung für OV)
Dramatische Komödie, auf tatsächlichen Geschehnissen basierend. Die CIA engagiert einen hochintelligenten Spezialisten, der auf eine geniale Idee kommt: Um russische Hubschrauber in Afghanistan zu bekämpfen, braucht man Hubschrauberabwehrraketen. Darin erschöpft sich der Intellekt der Entscheider, nach dem Milliarden teuren Krieg wird kein Cent für Aufbau und Schulen ausgegeben. Heute sterben anstatt russischer Soldaten amerikanische. Amüsant temporeich umgesetzt. Die unmenschliche Logik der Kriegsprofiteure wird allerdings ausgeklammert.
HD-DVD/Blu-Ray (Bewertung nur für die neue Digitalversion)
Der Trend, Filmklassiker als überarbeitete Digitalversionen nochmal zu verkaufen, banalisiert auch dieses Meisterwerk: inakkurat abgestimmte intensivere Farben und zu viel Licht, um die nachträglich im Hintergrund eingefügten Spezialeffekte hervorzuheben, zerstören die Stimmung. Eine zu flache Tonmischung und entschärfte, weichgewaschene Dialoge runden die Kunstfälschung ab. Tragisch ist, dass die Originale, wie im Fall von E.T., vom Markt genommen werden und nur noch die zensierten Versionen erworben werden können.
Romantic Drama. Anpassung, Unterordnung, Verhinderung von zu viel Erkenntnis und kritschem Denken scheinen Aufgaben der Kindererziehung großer Teile der US-amerikanischen Gesellschaft unter Bush zu sein, und werden letztendlich auch in diesem Film propagiert. Hier werden plump bekannte Gefühlsknöpfe betätigt, man wartet vergeblich auf die überraschende Wendung. Heutzutage sollte bekannt sein, dass Demokratie auf der Annahme mündiger Bürger basiert.
Dokumentarfilm über den Klimawandel. Wir müssen nur mehr Geld für die richtigen Produkte ausgeben und alles wird gut?
Problematisch, denn der Großteil der Menschheit lebt in Armut. Der Film deutet vieles an, geht aber über bekannte Denkgrenzen nicht hinaus. Solange jetzt in diesem Augenblick in einem ökologisch bewussten Land neue riesige Kohlekraftwerke gebaut werden, von denen jedes einzelne mehr CO2 ausstößt als andere Länder insgesamt, vorhandene Umwelttechnologien nachweislich verhindert und durch Augenwischerei ersetzt werden, kann nur ein grundlegend anderes Denken und Handeln die Katastrophe verhindern. Der globale Blick zeigt, dass Überbevölkerung und zerstörte Umwelt Krankheiten und Seuchen zur Folge haben, die jeden treffen werden. Früher als wir gerne glauben wollen.
Thriller. Nicolas Cage kann in die Zukunft sehen, genau wie das Kinopublikum: Terroristen mit Atombombe, die totale Überwachung und Grundrechtsverletzungen rechtfertigen, Verfolgungsjagden etc. Aber das Sujet ist interessant und wenn auch zu konventionell umgesetzt, trotzdem anregend.
Banale Geschichte mit primitiven Schockeffekten und Deus ex Machina.
US Highschool Sozialdrama. Der unerschütterliche Idealismus der Protagonistin scheint unglaubwürdig,
aber die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten. Dass Sozialangebote und Bildung wichtiger sind als nur möglichst viele Kinder zur Altersvorsorge in die Welt zu setzen, wird berührend dargestellt. Althergebracht umgesetzt, etwas zu gefühlsduselig.
Actionfilm. Sarkastische Komödie mit Subtext. Sinnlose Gewalt, irre Kinder auf Ritalin, Folter und schmutzige Geschäfte der Regierung. Leider wirkt die Auflösung der Story haarsträubend, aber Stil und Action werden Fans blutiger Unterhaltung überzeugen.
Deutscher Film über Uschi Obermaiers Leben in den 60er und 70ern. Stereotypisch erzählt, absurde Ausstattungs- und inhaltliche Fehler. Geistlos geschichtsverzerrend ohne Insiderkenntnisse der Materie inszeniert. Angenehm ist der deutsche Umgang mit Nacktheit. Trotz tendenziösem Regisseur, der sich verkrampft bemüht 68er Idole und Ideale lächerlich zu machen, sind die Geschichte an sich und die indischen Drehorte interessant.
Thriller über das blutige Geschäft mit afrikanischen Diamanten. Durchgehend spannend, schöne Bilder. Die Wandlung des schießwütigen, skrupellosen Protagonisten in einen selbstlosen Helden wirkt zu gewollt, aber eine Identifikationsfigur sollte eben nicht nur Schwarzen in den Rücken schießen. Leider einige Klischees und insgesamt zu dick aufgetragen (vor allem die Schlußszene). Trotzdem sehenswert, insbesondere wegen des realen Hintergrundes und der Originalschauplätze.


