Februar 27th, 2012 by kritiker

 

Kinostart: 01.03.2012

http://www.foxsearchlight.com/shame

Michael Fassbender spielt einen Sexsüchtigen. Die Freude über Freizügigkeit weicht schnell der Enttäuschung über die immer gleichen krampfhaft konstruierten Bemühungen, Sex in Zusammenhang mit Gewalt und Entsetzlichkeiten zu bringen. Das gestörte Verhältnis zu Sexualität und die vorhersehbare Story nerven. Fassbenders Schauspiel ist ansprechend.

 

 

Februar 26th, 2012 by kritiker

 

DVD-Release 30.03.2012

www.arschkalt-derfilm.de

Sympathischer, wenn auch seichter deutscher Film, der allerdings kaum über Fernsehniveau hinauskommt.

 

 

 

 

Januar 31st, 2012 by kritiker

 

Kinostart: 23.02.2012

http://safehouse.html

Agententhriller mit Denzel Washington. Eine Ungereimtheit jagt die nächste. Schade, denn das Thema an sich – die dreckigen Machenschaften der CIA – ist interessant. In großen Kinos sollte man nicht zu weit vorne sitzen, der überbetonte Handkamera Einsatz macht schwindlig.

 

 

 

Januar 16th, 2012 by kritiker

 

DVD, Blu-Ray

http://www.dreamhome-movie.com

Äußerst brutaler Horror aus Hongkong über eine Frau auf Wohnungssuche, die vor Mord nicht zurückschreckt. Die Backstory wirkt um die Splatterbilder herumgebastelt und um den Film als Gesellschaftskritik zu begreifen, müsste man jede Menge Augen sehr fest zudrücken. Wegen der tiefschwarzen inneren Logik der Geschichte und der guten Kameraarbeit trotzdem beachtenswert.

 

 

Januar 2nd, 2012 by kritiker

 

3D: mäßig bis überflüssig, nur konkav.

www.coriolanusmovie.co.uk

Shakespeare Originaltexte in Jetztzeitsettings, von und mit Ralph Fiennes. Funktioniert leider nicht so gut wie Romeo und Julia, trotz überdurchschnittlichem Schauspiel.

 

 

 

Dezember 30th, 2011 by kritiker

 

Kinostart: 26.01.2012

www.drive-movie.com

Gedankenloses Autofahren und brutale Gewalt  – die Zielgruppe ist offensichtlich. Die manische Lobpreisung des Films durch Autofanatiker wurde noch durch eine Klage gegen den Verleih, aufgrund des angeblich irreführenden Titels und Trailers, wegen zu wenig Fahrszenen übertroffen – 80 % der Gesamtfilmlänge reichen anscheinend nicht. Für Manche scheint Autofahren religiöse Züge anzunehmen; ein Jahrhundert exzessive Autowerbung zeigt Wirkung. Die Traurigkeit des Eingesperrtseins im Blechsarg und der daraus resultierende Autismus ist nur angedeutet. Trotz Substanzlosigkeit ist die düstere, retardierende Atmosphäre stimmig, aber macht auch unangenehm primitiv aggressiv.

Dezember 26th, 2011 by kritiker

 

Kinostart: 05.01.2012

Mockumentary. Christian Ulmen drückt die Schulbank mit echten Schülern und Lehrern. Einsichten in Lehrmethodik, die Dressur Motivation vorzuziehen scheint. Ulmen zeigt mal wieder, dass dümmlich clowneskes Verhalten, das sich mit Themen nicht wirklich auseinandersetzt, (bei Schülern) gut ankommt, zum Preis der Verunmöglichung differenzierter Stellungnahmen. Die dauernden krampfhaften Versuche Ulmens, Gottesglaube einzubringen, stoßen bei den Schülern auf Ablehnung. Glücklicherweise glauben Schüler heutzutage nicht mehr an Schöpfung und erkennen Religion als etwas Gestriges für Ungebildete. Die Ethiklehrerin wird daraufhin in einer Kirche von Ulmen vor laufenden Kameras genötigt, das Vaterunser aufzusagen – widerlich. So wird, möglicherweise ungewollt, auf die größte Bedrohung für das deutsche Bildungssystem hingewiesen. In Hessen beispielsweise wollte die CDU- Bildungsministerin Kreationismus als Pflichtlehre im wissenschaftlichen Unterricht einführen.

 

Dezember 20th, 2011 by kritiker

 

www.anonymus-film.de

Schöne Bilder, in denen sich die Dramaturgie verliert. Wenn auch filmtechnisch gut umgesetzt, bleibt die Geschichte platt, grob klischeehaft und berührt zu wenig. Shakespeare als dummen Proleten darzustellen ist primitiv, vieles wird entgegen historischer Beweise einfach plump behauptet. Das Thema an sich ist interessant: der Blick hinter die Kulissen offenbart Zensur und Kampf um Wahrheit, der bis heute andauert. Emmerich musste sich auch selbst schon Plagiatsvorwürfen bzgl. „The Day After Tomorrow“ stellen. Meist wird leichtfertig übersehen, dass nichts mehr wirklich Herausragendes erschaffen wird, wenn Diebstahl geistigen Eigentums nicht sanktioniert wird, bzw. die wahren Urheber nicht entlohnt und originale Gedanken banalisiert werden. Der Wert neuer Ideen für die Gesellschaft wird fatalerweise völlig unterschätzt.

 

Dezember 18th, 2011 by kritiker

 

http://letmein-film.de

Remake des schwedischen Vampirfilms „So finster die Nacht“. Von der Freizügigkeit, Subtilität und den feinen Zwischentönen des Originals ist der simpel grobschlächtige US-Nachahmungsversuch weit entfernt. Die dünne Story schleppt sich dahin, das Ende entschädigt einigermaßen. Und mal wieder wurde eine Geschichte banalisiert.

 

 

Dezember 12th, 2011 by kritiker

 

Kinostart: 15.12.2011

http://rubbeldiekatz

Schweighöfer als Frau. Hat lustige Momente, aber man wünscht sich, dass die piefige Kleingeistigkeit überwunden wird, die vielen deutschen Komödien anhaftet. Abgesehen von Unlogik, Klischees, Doofheit und Peinlichkeiten: im deutschen Vergleich dank Schweighöfer trotzdem annehmbar.

 

 

 

Dezember 7th, 2011 by kritiker

 

http://hotel-desire.com

Download per Videoload (kostenpflichtig)

40-minütiges Experiment zur Überwindung der Gedankenkontrolle, die den deutschen Film erstickt. Absurd ist, dass man den groß angekündigten Penis des Hauptdarstellers nicht in voller Länge zu sehen bekommt. Auch wenn in diesem Fall die erotische Story banal ist und das Werk größtenteils von der Werbefilmästhetik der Bilder lebt, könnte Finanzierung durch crowd-funding eine Chance für frischere deutsche Filme werden. Eine andere Möglichkeit wäre, dass die Filmbehörden sich ihrer eigentlichen Aufgabe rückbesinnen und von verhindernden Zensurbehörden wieder zu Förderern neuer Ideen werden und unangepasste, Grenzen erweiternde Kunst als wichtigen Impulsgeber für eine gesunde Gesellschaft erkennen.

November 23rd, 2011 by kritiker

 

Kinostart: 01.12.2011

www.intimemovie.com

Science-Fiction. Altern ist vollständig steuerbar. Anstatt Geld ist Zeit die neue Währung, sind Bürger pleite, sterben sie. Die Reichen sorgen durch ständige Preiserhöhungen dafür, dass die Armen immer weniger Zeit haben und so unter Druck gesetzt werden, bis zum frühen Tod – was vor allem der Bevölkerungskontrolle dient. Justin Timberlake spielt Robin Hood. Ein bedeutendes Gedankenspiel über Zeit und ihren Wert. Die Umsetzung ist preisverdächtig: klarer Anwärter auf den schlechtesten Film des Jahres. Man lässt sich ja wirklich gerne auf eine „Parallelwelt“ und eine völlig abstrakte Geschichte ein, in der Rationalität nicht die geringste Rolle spielt, aber muss deshalb jede einzelne Szene unlogisch sein, jedes Detail blödsinnig? Man kann nur spekulieren, ob der Film sabotiert wurde oder Niccol (Gattaca, Lord of War) Fox eins auswischen wollte. Trotzdem 3 Daumen, weil prinzipiell gut gemeint und das Thema zum Denken anregt.