März 15th, 2018 at 23:21 by kritiker

daumen045

 

Kinostart: 22.03.2018

Sie war die berühmteste Person der Welt – nach Bill Clinton. Als erste Amerikanerin vollzog Tonya innerhalb eines Wettbewerbs gleich zwei sogenannten Dreifach-Axel – einer der anspruchsvollsten Sprünge im Eiskunstlauf. Ihr Name wird jedoch für alle Zeiten mit dem schlecht geplanten und stümperhaft durchgeführten Attentat auf ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan in Verbindung bleiben, das ihre Erzrivalin trainingsunfähig machen und Tonya den Sieg in den amerikanischen Meisterschaften sichern sollte – doch es kam anders…

Tonya Harding: Margot Robbie

i tonyaDressur zu primitivem Konkurrenzdenken kann zu fatalen Ergebnissen führen. Leider weit verbreitet in rückschrittlichen Denk- und Gesellschaftssystemen.

 

 

 

 

März 8th, 2018 at 22:18 by kritiker

daumen0751

 

Kinostart: 15.02.2018

Guillermo del Toro inszeniert mit THE SHAPE OF WATER eine poetische Liebesgeschichte, die circa 1963 vor dem Hintergrund des Kalten Krieges in Amerika spielt. Im versteckten Hochsicherheitslabor der Regierung arbeitet die einsame Elisa (Sally Hawkins) gefangen in einem Leben der Stille und Isolation. Elisas Leben ändert sich für immer, als sie und ihre Kollegin Zelda (Octavia Spencer) ein als geheim eingestuftes Experiment entdecken

Regie: Guillermo Del Toro
Drehbuch: Guillermo Del Toro, Vanessa Taylor
Produzenten: Guillermo Del Toro, J. Miles Dale
Mit: Sally Hawkins, Michael Shannon, Richard Jenkins, Doug Jones, Michael Stuhlbarg und Octavia Spencer

shape-of-waterEin würdiger Oscar-Gewinner. Poetisch feinfühlige Anregungen zu ergebnisoffener Analyse und Verständnis von Andersartigkeit sind selten. Zu oft blockieren kritiklos hingenommene, machtorientierte Maßstäbe höhere Erkenntnisse und Überblick.

 

 

Februar 28th, 2018 at 12:47 by kritiker

daumen035

 

Kinostart: 01.03.2018

Dominika Egorova ist vieles. Eine hingebungsvolle Tochter, entschlossen ihre Mutter um jeden Preis zu beschützen. Eine Primaballerina, die ihren Körper und Geist mit eiserner Disziplin bis zum absoluten Limit gepusht hat. Eine Meisterin des verführerischen und manipulativen Kampfes. Als eine Verletzung ihrer Karriere ein Ende setzt, sehen Dominika (Jennifer Lawrence) und ihre Mutter einer trostlosen und unsicheren Zukunft entgegen. Daher lässt sie sich schnell dazu überreden, eine der neusten Rekruten der Sparrow School zu werden, einem Geheimdienst, der außergewöhnliche junge Menschen wie sie trainiert, ihren Körper und Verstand als Waffe einzusetzen. Nachdem sie den abartigen und brutalen Trainingsprozess überstanden hat, entwickelt sie sich zum gefährlichsten Sparrow, den das Programm je hervorgebracht hat. Dominika muss ihr Leben auf ihre neue machtvolle Situation abstimmen und das betrifft auch alle ihr nahestehenden Menschen, die sich durch sie in Gefahr befinden – darunter auch ein amerikanischer CIA Agent (Joel Edgerton), der versucht, sie davon zu überzeugen, dass er die einzige Person ist, der sie trauen kann.

Regie: Frances Lawrence
Drehbuch: Justin Haythe, basierend auf dem Buch von Jason Mathews
Produzenten: Peter Chernin und Steve Zaillian
Mit: Jennifer Lawrence, Joel Edgerton, Matthias Schoenarts, Jeremy Irons, Mary-Louise Parker, Charlotte Rampling.

red-sparrowUS-Geheimdienst-Propaganda – gewohnt simples „gut-böse“ Schema, unnötige Folterszenen. Die Story geht nicht zufriedenstellend auf. Jennifer Lawrence spielt ansehnlich. Immerhin wurde diese Produktion nicht mit deutschen Steuergeldern finanziert, so wie etliche andere (Propaganda-) Filme großer US-Konzerne.

 

 

Januar 16th, 2018 at 18:56 by kritiker

daumen06

 

Wertung für OV

Kinostart: 01.02.2018

Los Angeles – in kaum einer anderen Stadt werden so viele Banken überfallen und Transporter ausgeräumt wie hier. Auch die routinierte Gangster-Bande des Ex-Sträflings Ray Merrimen (Pablo Schreiber) ist süchtig nach dem schnellen Geld. Doch als einer ihrer Raubzüge zu mehreren Toten führt, geraten die Outlaws ins Visier des skrupellosen Cops Nick Flanagan (Gerard Butler) und seiner Spezialeinheit des Sheriff’s Departments. Selbst bereit die Grenze zwischen Gut und Böse zu überschreiten, beginnen die Ermittler eine provokante Jagd auf die Verbrecher. Denn diese planen nichts Geringeres, als das am besten gesicherte Geldinstitut der Stadt zu knacken: die Federal Reserve Bank in Downtown L.A.

Regie: Christian Gudegast, Drehbuch: Christian Gudegast & Paul Scheuring. Mit Gerard Butler, Curtis ‘50 Cent’ Jackson, Pablo Schreiber, O’Shea Jackson, Maurice Compte u.v.m.

Criminal Squad.jpegAction mit Gerard Butler und 50 Cent. In den USA wurden 2017 987 Menschen von Polizisten erschossen, ca. 30.000 sterben dort jedes Jahr durch Waffen. In anderen Ländern würde man von Bürgerkrieg sprechen.

 

 

Januar 3rd, 2018 at 15:54 by kritiker

daumen055

 

Wertung nur für OV!

Kinostart: 01.02.2018

The Disaster Artist“ ist die wahre Geschichte des ambitionierten Filmemachers und berüchtigten Hollywood-Außenseiters Tommy Wiseau – eines Künstlers, der mit großer Leidenschaft zu Werke ging, dabei aber fragwürdige Methoden anwandte. Regisseur James Franco („As I Lay Dying“, „Child of God“) verwandelte die tragikomische Story in ein Loblied auf Freundschaft, künstlerische Selbstverwirklichung und Träume, die trotz unüberwindlicher Hürden Realität werden. Als Vorlage diente Greg Sesteros Enthüllungsbestseller über die Dreharbeiten zu Tommys Kult-Klassiker und „Desaster-Stück“ namens „The Room“ („der beste schlechte Film aller Zeiten“). „The Disaster Artist“ erinnert uns auf urkomische Weise und sehr zeitgemäß daran, dass es durchaus verschiedene Wege gibt, um zur Legende zu werden: Was jemand erreichen kann, ist in dem Moment keinerlei Einschränkungen unterworfen, wenn er selbst absolut keine Ahnung von dem hat, was er da treibt.

Regie: James Franco

James Franco: Tommy Wiseau
Dave Franco: Greg Sestero
Sharon Stone: Iris Burton
Zac Efron: Dan Janjigian
Seth Rogen: Sandy Schklair
Melanie Griffith: Jean Shelton
Tommy Wiseau: Henry
J.J. Abrams als er selbst
Zach Braff als er selbst

the-disaster-artistJames Francos urkomischer Akzent trägt den Film.

 

 

 

 

 

November 21st, 2017 at 12:24 by kritiker

daumen035

 

Wertung für OV

Kinostart: 18.01.2018

Die Ressourcen der Erde neigen sich dem Ende zu und der Planet platzt aus allen Nähten. Um das Problem der Überbevölkerung zu lösen, haben norwegische Wissenschaftler eine Methode entwickelt, mit der sie Menschen schrumpfen und somit ihre Bedürfnisse und ihren Konsum enorm verringern können. Ein 12 Zentimeter kleiner Mensch verbraucht schließlich weniger Wasser, Luft und Nahrung als ein großer. In der Hoffnung auf ein glücklicheres und finanziell abgesichertes Leben in einer besseren Welt, entscheiden sich Durchschnittsbürger Paul Safranek (Matt Damon) und seine Frau Audrey (Kristen Wiig) ihr stressiges Leben in Omaha hinter sich zu lassen und ihr großes Glück in einer neuen „geschrumpften“ Gemeinde zu suchen. Eine Entscheidung, die ein lebensveränderndes Abenteuer bereithält …

REGIE Alexander Payne
DREHBUCH Alexander Payne, Jim Taylor
DARSTELLER Matt Damon, Christoph Waltz, Hong Chau, Kristen Wiig, u.v.m.
PRODUZENTEN Mark Johnson, Alexander Payne, Jim Taylor

downsizingAußergewöhnlich. Zäh. Drastische Kürzungen und eine temporeichere Inszenierung hätten gut getan. Der Autor verschenkt viele Möglichkeiten und sitzt Vorurteilen auf. Systemkritik auf höherer Ebene wird diskreditiert, zugunsten der Beruhigung des Gewissens durch Unbedeutendes.

 

 

November 15th, 2017 at 08:50 by kritiker

daumen07

 

Wertung für OV

Kinostart: 16.11.2017

Angetrieben durch sein wiederhergestelltes Vertrauen in die Menschheit und inspiriert durch Supermans selbstloses Handeln, holt Bruce Wayne die Hilfe seiner neu entdeckten Verbündeten Diana Prince ein um einem noch stärkeren Gegner gegenüberzutreten. Gemeinsam machen sich Batman und Wonder Woman an die Arbeit ein Team von Metamenschen zu finden und rekrutieren und sich der neu erwachten Gefahr zu stellen. Aber trotz der Formierung dieses bisher nie dagewesenen Bündnisses von Helden – Batman, Wonder Woman, Aquaman, Cyborg und The Flash – könnte es bereits zu spät sein, um den Planeten vor einem Angriff katastrophalen Ausmaßes zu bewahren.

Regie: Zack Snyder
Drehbuch: Chris Terrio, Joss Whedon
Produktion: Charles Roven, Deborah Snyder
Kamera: Fabian Wagner
Besetzung: Henry Cavill: Clark Kent / Superman
Ben Affleck: Bruce Wayne / Batman
Gal Gadot: Diana Prince / Wonder Woman
Ezra Miller: Barry Allen / The Flash
Jason Momoa: Arthur Curry / Aquaman
Ray Fisher: Victor Stone / Cyborg
Amy Adams: Lois Lane
Jeremy Irons: Alfred Pennyworth
J. K. Simmons: Commissioner James Gordon
Ciarán Hinds: Steppenwolf
Jesse Eisenberg: Lex Luthor
Amber Heard: Mera
Connie Nielsen: Königin Hippolyta

Justice leagueDas Gerechtigkeitsliga-Motto „Kommt zusammen, um Gutes zu tun“ hat offensichtlich nicht nur am Set, sondern auch zu großen Teilen beim Drehbuchschreiben funktioniert. „Bring in the big guns“ steht ausnahmsweise nicht für noch tödlichere Waffentechnik. Und die Verknüpfung des in Hollywood-Filmen fast schon obligatorischen Glaubens erfreulicherweise mal mit Wahrheit und Gerechtigkeit – „I believe in truth and am a big fan of justice“ – ist zwar nicht spektakulär, aber im Vergleich zu den Sprüchen in vorherigen Warner/DC Superhelden-Produktionen geradezu fortschrittlich.

November 8th, 2017 at 19:03 by kritiker

daumen015

 

Kinostart: 07.12.2017

Es geschieht plötzlich und unerwartet. C (Casey Affleck) kommt bei einem Autounfall ums Leben. Doch kurz darauf kehrt sein Geist zurück. Der Illusion verschrieben, seiner Frau M (Rooney Mara) bei ihrem Verlust beizustehen, muss er feststellen, dass er in seiner neuen Gestalt, losgelöst von jeglicher Zeit, existiert. Als passiver Beobachter ist er gezwungen, schmerzlich dabei zuzusehen, wie ihm das Leben, das er kannte, entgleitet und die Frau, die er liebte, in eine neue Zukunft entschwindet. Unfähig seine Situation zu akzeptieren, vergehen Tage, Wochen und sogar Jahre, bis C verzweifelt erkennt, dass er womöglich für immer an dieses Dasein gefesselt sein wird. Während sich die Welt um ihn drastisch verändert, verblassen Stück für Stück die Konturen seiner eigenen Existenz.

Besetzung: Casey Affleck, Rooney Mara, Will Oldham
Regie & Drehbuch: David Lowery
Produktion: Toby Halbrooks, James M. Johnston, Adam Donaghey

A-Ghost-StoryWer ins Kino geht, um seine Begleitung zu verführen, ist hier richtig: Die Handlung ist so unerträglich sinnlos und langweilig, dass Ablenkung überlebensnotwendig ist. Und selbst nach mintenlangen Kussorgien reicht ein kurzer Blick auf die Leinwand, um zu erkennen, dass nichts passiert ist – sogar die Kameraeinstellung ist noch dieselbe.

 

Oktober 5th, 2017 at 21:00 by kritiker

daumen025

 

Kinostart: 05.10.2017

30 Jahre nach den Ereignissen des ersten Films fördert ein neuer Blade Runner, der LAPD Polizeibeamte K (Ryan Gosling), ein lange unter Verschluss gehaltenes Geheimnis zu Tage, welches das Potential hat, die noch vorhandenen gesellschaftlichen Strukturen ins Chaos zu stürzen. Die Entdeckungen von K führen ihn auf die Suche nach Rick Deckard (Harrison Ford), einem seit 30 Jahren verschwundenen, ehemaligen LAPD Blade Runner.

Regie: Denis Villeneuve
Drehbuch: Hampton Fancher, Michael Green
Darsteller: Ryan Gosling, Harrison Ford, Jared Leto

blade-runner-2049Die hohen Erwartungen werden grausam enttäuscht: Der fade, mit unterdurchschnittlichen VFX aufgepeppte, einschläfernde Stumpfsinn wäre keiner Erwähnung wert, gäbe es nicht die massenhafte Werbung, plus illegale Schleichwerbung der Öffentlich-rechtlichen sogar in Nachrichtensendungen. Die fehlenden Warnungen etablierter Filmkritiker lassen tief blicken.
Ging es im Original noch um so heftigen Widerstand gegen Sklaverei, dass sogar die Erschaffer (/“Götter“) getötet wurden, wird in der 2017er Version das Gebären von Sklaven als „revolutionär“ angepriesen. Das deckt sich mit den Interessen egomaner Ausbeuter. Der für das langfristige Überleben der Menschheit existentiell notwendige, gesellschaftliche Fortschritt wird aber nicht durch mehr Biomasse, sondern bessere Bildung, undogmatische Aufklärung und Ermutigung zu vorurteilsfreier Erkenntnis erreicht.

September 26th, 2017 at 15:18 by kritiker

daumen01

 

Wertung für OmU

Kinostart: 12.10.2017

In einer nahen Zukunft haben Überbevölkerung und Hungersnot zu einer drastischen Ein-Kind-Politik geführt. Dadurch sind sieben identisch aussehende Schwestern (Noomi Rapace) zu einem Versteckspiel gezwungen, um der Verfolgung durch das „Kinder-Zuteilungsbüro“ unter Leitung der unerbittlichen Nicolette Cayman (Glenn Close) zu entkommen. Um zu überleben, müssen Monday, Tuesday, Wednesday, Thursday, Friday, Saturday und Sunday, wie die Frauen von ihrem Großvater (Willem Dafoe) genannt wurden, die Identität einer fiktiven Person annehmen – Karen Settman. Einmal pro Woche darf jede der Schwestern am Wochentag, dessen Namen sie trägt, an die Öffentlichkeit und am Leben teilnehmen, während die restlichen sechs in der gemeinsamen Wohnung gefangen sind. Das geht so lange gut, bis Monday eines Tages nicht mehr nach Hause zurückkehrt…

Regie: Tommy Wirkola
Drehbuch: Max Botkin, Kerry Williamson
Produktion: Raffaella De Laurentiis, Fabrice Gianfermi, Philippe Rousselet
Darsteller: Noomi Rapace, Glenn Close, Willem Dafoe

What happened to mondayEins der größten Probleme der Menschheit ist die immer schneller wachsende Überbevölkerung. Als ob es nicht abstoßend genug wäre, in dieser Situation ausgerechnet einen Film über die angeblichen Entsetzlichkeiten von Bevölkerungskontrolle zu produzieren, konstruieren die Drehbuchautoren krude Absurditäten, um zu suggerieren, dass Geburtenkontrolle in einen Kontext mit an den Holocaust erinnernde Tötungsmethoden gebracht werden sollte: Verhütung existiert in ihrer Gedankenwelt offensichtlich nicht, illegal Geborene müssen grausam im Kindes- und Erwachsenenalter „abgetrieben“ werden, wegen „böser“ überbevölkerungskritischer Politiker. Eindimensional dümmlich inszeniert.

In der Realität können, dank des skrupellosen Lobbyismus durch Fundamentalreligiöse, ungewollte Schwangerschaften immer schwerer beendet werden. Anstatt Beratung zu Problemen, wird Hilfesuchenden ein schlechtes Gewissen eingeredet und dazu genötigt sinnlos zu gebären. Kondome werden von ewig Gestrigen zudem verboten.

Es

September 14th, 2017 at 12:04 by kritiker

daumen07

 

Wertung nur für OV !

Kinostart: 28.09.2017

Der englische Originaltrailer:

Der misslungene deutsche Trailer:

In der Stadt Derry in Maine verschwinden immer wieder Kinder. Eine Gruppe von Kids wird mit ihren schlimmsten Ängsten konfrontiert, als sie dem bösen Clown Pennywise gegenüberstehen, der seit Jahrhunderten eine Spur von Mord und Gewalt hinter sich herzieht.

Andrés Muschietti inszenierte ES nach einem Drehbuch von Chase Palmer & Cary Fukunaga sowie Gary Dauberman, basierend auf dem Roman von King.

Bill Skarsgård: Pennywise
Javier Botet: The Leper
Finn Wolfhard: Richie Tozier
Nicholas Hamilton: Henry Bowers
Jaeden Lieberher: Bill Denbrough
Steven Williams: Leroy Hanlon
Megan Charpentier: Gretta
Wyatt Oleff: Stanley Uris
Sophia Lillis: Beverly Marsh

esKathartischer Horror at its best. Hinter der kleinbürgerlichen Fassade lauert das Grauen. Inhaltlich wurde der Stephen King Klassiker Hollywood-konform geglättet, die filmische Umsetzung ist jedoch hervorragend: Sehr gute Kamera- und Regiearbeit. Dass keine großen Stars auftreten, fällt angenehm auf.

Der misslungene deutsche Trailer war erster Hinweis auf eine auf Geisterbahn getrimmte Synchronisation, leider wurden in der deutschen Fassung entscheidende Feinheiten zerstört.

September 1st, 2017 at 01:30 by kritiker

daumen05

 

Kinostart: 07.09.2017

Anfang der 80er Jahre hält sich der Draufgänger Barry (Tom Cruise) durch raffinierte Schmuggeleien neben seinem Job als Pilot gut über Wasser. Kompliziert wird es, als er zu seiner eigenen Überraschung von der CIA rekrutiert wird, um an verdeckten Operationen in Südamerika mitzuarbeiten. Schnell stellt Barry fest, dass sich auch mit der Gegenseite durchaus lukrative Geschäfte machen lassen. Schon bald verstrickt er sich immer tiefer in dubiose Machenschaften zwischen CIA, FBI, Guerrilla-Kämpfern in Nicaragua und dem kolumbianischen Kartell um Pablo Escobar. Ein irrwitziges Abenteuer als Waffenschmuggler, Drogenhändler und verdeckter CIA-Agent beginnt, das Barry zu einem der reichsten Männer der USA macht. Doch wohin mit dem ganzen Geld?

Besetzung: Tom Cruise, Domhnall Gleeson, Sarah Wright, E. Roger Mitchell, Jesse Plemons, Lola Kirke, Alejandro Edda, Benito Martinez, Caleb Landry Jones, Jayma Mays
Regie: Doug Liman
Drehbuch: Gary Spinelli
Produktion: Brian Grazer, Brian Oliver, Tyler Thompson, Doug Davison, Kim Roth

barry-seal-only-in-americaWahren Ereignissen nachempfunden. Amoralisches wird so nett dargestellt und mit so euphorischer Musik unterlegt, dass dem Publikum eine gewisse Reife abverlangt wird. Die ganze Wahrheit über den Drogen- und Waffenschmuggel unter Reagan wird leider nicht aufgedeckt, aber immerhin ein kleiner Teil der schwerst kriminellen Regierungsmachenschaften. Wer mehr erfahren will: Kill the Messenger.