März 24th, 2014 at 23:14 by kritiker

 

Auf Krawall gebürstet, sozial inkompetent und modisch nicht ganz up-to-date: Luise (Iris Berben) ist eine höchst anerkannte Biologin, die außer ihrem Beruf und ihrer liebenswerten Mutter (Carmen-Maja Antoni) nichts und niemanden wirklich mag. Als man beschließt, die unbequeme 60-Jährige elegant in den frühzeitigen Ruhestand zu schicken, ist Luise außer sich. Und die Ärgernisse nehmen kein Ende: In einem Park trifft sie auf Frans (Edgar Selge), einen eitlen Galeristen im offensichtlichen Jugendwahn. Beim Joggen von einem Hexenschuss niedergestreckt, fleht er Luise an, ihn sofort zum Arzt zu schleppen. Luise lässt sich erweichen, doch schnell stellt sich heraus: Beide finden sich auf Anhieb – komplett unsympathisch. Luise hat allerdings für derlei Belanglosigkeiten sowieso keine Zeit. Sie steht vor einer gewagten Entscheidung, die ihren tristen Alltag komplett verändern soll. Turbulente Ereignisse, die sowohl das Leben von Luise als auch das von Frans ordentlich durcheinander wirbeln, nehmen daraufhin ihren Lauf…

Kinostart: 24.04.2013

www.senator.de/movie/miss-sixty

Deutscher Fernsehfilm (als Kinofilm vermarktet). Wieso gute Bilder oder eine halbwegs funktionierende Geschichte bieten – in gewisse systemkonforme Taschen fließen staatliche Fördergelder offensichtlich vorbehaltlos.

 

 

 

März 22nd, 2014 at 21:24 by kritiker

 

Allan Karlsson (Robert Gustafsson) hat Geburtstag. Er wird 100 Jahre alt. Doch anstatt sich auf die geplante Geburtstagsfeier zu freuen, verschwindet er lieber kurzerhand aus dem Altersheim und macht sich in seinen Pantoffeln auf den Weg zum örtlichen Busbahnhof. Raus aus der Langeweile und rein in ein neues Abenteuer, dass ist Allans Ziel. Während seiner Reise kommt er erst zu einem riesigen Vermögen, findet neue Freunde und trifft auf Gauner, Ganoven und Kriminelle, bevor er sich mit Elefantendame Sonja auf den Weg nach Indonesien macht. All das ist für Allan aber schon lange nichts Besonderes mehr, hat er doch die letzten 100 Jahre maßgeblich dazu beigetragen das politische Geschehen in der Welt unbewusst auf den Kopf zu stellen…

www.derhundertjaehrige-film.de

Kinostart: 20.03.2014

Dieser schwedische Forrest Gump hinterlässt Leichen. Seine possierliche Unbewusstheit erschwert dem unbedarften Zuschauer womöglich, ihn für sein Handeln verantwortlich zu machen. Trotz leichtem Humor und netter Machart ist ein aufmerksamer, reflektierter Blick vonnöten – der allerdings durch ermüdende Längen gegen Ende immer schwerer fällt.

 

März 19th, 2014 at 01:26 by kritiker

 

Der angeschlagene Buchladenbesitzer Murray (Woody Allen) kommt auf eine famose Idee, um seinen einsamen Freund Fioravante (John Turturro) glücklicher und ihrer beider Geldbeutel voller zu machen. Er verkauft den sanftmütigen Floristen kurzerhand für eine Ménage à trois als professionellen Don Juan an seine Hautärztin (Sharon Stone). Obwohl Fioravante sich anfangs sträubt, weil er kein schöner Mann sei, hat er bald den Dreh bei den unterschiedlichsten Frauentypen raus. Die gute Mundpropaganda der Beglückten beschert dem 77jährigen „Zuhälter“ Murray und dem unverhofften Gigolo Fioravante immer mehr sündige Kundschaft, bis die Liebe das florierende Geschäft zu vermasseln droht.

Ein Film von John Turturro. Mit John Turturro, Woody Allen, Vanessa Paradis, Liev Schreiber, Sharon Stone, Sofía Vergara u.v.m.

Kinostart: 06.11.2014

http://fadinggigolo-movie.com

Turturro belobhudelt sich als unwiderstehliche männliche Prostituierte. Die Starbesetzung rettet nicht über die dünne Story, die gegen Ende immer inhaltsleerer ins Nichts fadet.

 

 

 

März 4th, 2014 at 23:10 by kritiker

 

Die Verfilmung von Frank Millers neuestem Comicroman „Xerxes“ wird mit derselben atemberaubenden Optik erzählt wie der Blockbuster „300“: Dieses neue Kapitel des Epos führt uns auf ein weiteres Schlachtfeld – das Meer: Der griechische General Themistokles versucht ganz Griechenland zu vereinen, indem er einen Angriff wagt, der in diesem Krieg die Wende bringen wird. In „300: Rise of an Empire“ trifft Themistokles auf das gewaltige persische Invasionsheer unter der Führung des zum Gott erhobenen Xerxes und der rachsüchtigen Flottenkommandeurin Artemisia.

Kinostart: 06.03.2014

www.300themovie.com

Leider misslingt eine Anknüpfung an die Epik von 300 – Bildgewalt und Metzeleien sind eben nicht alles: Ohne sinnige Dialoge, bewegende Story und idealerweise Metaebene (wie in 300) bleibt neben Millers großspurigen Bildern nur der lächerliche Abklatsch einer primitiven Vorstellung der griechischen Antike. Demokratie wird auf unnütze Brüllerei reduziert, die Bürgervertreter „müssen“ deshalb von einem „vernünftigen“ (weil Krieg wollenden) Militärführer beherrscht werden. Schlachtrufe und Schlachterei. Im Direktvergleich mit Theaterstücken der Antike, könnte man meinen, die Menschheit habe sich rückentwickelt.

Februar 27th, 2014 at 18:42 by kritiker

 

Wertung für OmU

GRAND BUDAPEST HOTEL erzählt im unverwechselbaren Wes-Anderson-Stil von Gustave H. (Ralph Fiennes), dem legendären Concierge eines berühmten europäischen Hotels, und seinem Hotelpagen und Protegé Zero Moustafa (Tony Revolori). Zur Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, als Europa sich im dramatischen Umbruch befindet, schweißen die Turbulenzen und Abenteuer rund um den Diebstahl eines wertvollen Renaissance-Gemäldes und der Streit um ein großes Familienvermögen die beiden unweigerlich zusammen.

Mit Ralph Fiennes, F. Murray Abraham, Mathieu Amalric, Adrien Brody, Willem Dafoe, Jeff Goldblum, Jude Law, Bill Murray, Edward Norton, Saoirse Ronan, Jason Schwartzman, Tilda Swinton, Léa Seydoux, Tom Wilkinson, Owen Wilson und Tony Revolori

Kinostart: 06.03.2014

www.grandbudapesthotel.com

Die Stars, mit denen für Wes Andersons pittoreske Erzählung geworben wird, erscheinen bis auf Fiennes nur in kleinen Nebenrollen.
Den kraftvollen Einsichten Stefan Zweigs in „Die Welt von Gestern“ – im Abspann als Inspirationsquelle genannt – kommt der Film leider kaum nahe.

 

 

Februar 25th, 2014 at 19:30 by kritiker

 

Tokyo, London, Shanghai – alles wird zusammenbrechen! Der russische Oligarch Viktor Cherevin (KENNETH BRANAGH) plant einen Terroranschlag, der nicht nur die amerikanische Wirtschaft, sondern die ganze Welt erschüttern wird. Für den CIA-Agenten William Harper (KEVIN COSTNER) gibt es nur einen geeigneten Kandidaten, der den drohenden globalen Finanzterrorismus verhindern kann: Jack Ryan (CHRIS PINE). Der smarte Ex-Soldat arbeitet erfolgreich als Finanzanalyst und Undercover CIA-Agent an der Wall Street. Nach einem lebensgefährlichen Afghanistan-Einsatz hat er sich bewusst für einen Bürojob entschieden und sieht keinen Grund, sich erneut in einen hochriskanten Außeneinsatz zu begeben. Aber im Angesicht der scheinbar unvermeidbaren weltweiten Katastrophe, gelingt es seinem Mentor Harper dennoch, den jungen Nachwuchsagenten davon zu überzeugen, nach Moskau zu fliegen, um es dort mit dem eiskalten Cherevin aufzunehmen. Jack Ryans wichtigste Waffe im Kampf gegen die internationale Krise: seine Intelligenz. Doch schon bald stellt sich ihm die Frage, ob er die richtige Entscheidung getroffen hat, denn im Konstrukt aus Verschwörungen und Lügen wird Vertrauen zu einer Illusion und Täuschung zu einem Spiel – und so wird selbst die Liebe zu seiner Freundin Cathy (KEIRA KNIGHTLEY) auf eine harte Probe gestellt …

Kinostart: 27.02.2014

www.jackryan-film.de

Dieses Regiewerk von Kenneth Branagh löst Begeisterung aus: Es fängt harmlos an, aber steigert sich bis in ungeahnte Höhen – selten konnten so viele kleine und große Ungereimtheiten in einem einzigen Film vereint werden. Manches fällt sofort auf, anderes kann später gemeinschaftlich entschlüsselt werden – eine ganz neue Art des Rätselvergnügens tut sich auf.

 

 

Februar 19th, 2014 at 22:06 by kritiker

 

Im pulsierenden Beijing, China, arbeitet der ehrgeizige „Tiger“ Chen Lin-Hu (Tiger Chen) tagsüber als einfacher Kurier. In seiner Freizeit dagegen widmet er sich ganz seiner Kampfkunst, dem Ling Kong Tai Chi. Währenddessen landet die Polizeiermittlerin einer Spezialeinheit für organisiertes Verbrechen, Suen Jing-Si (Karen Mok), mit ihrer Jagd auf den mysteriösen Donaka Mark (Keanu Reeves) erneut in einer Sackgasse. Donaka ist ein mächtiger Geschäftsmann, der mit geheimen und äußerst brutalen Untergrund Fights sein Geld verdient Donaka sieht in Tiger seinen neuen Star und versucht ihn mit einer Menge Geld zu locken, doch dieser sieht sich der Integrität und der Reinheit seiner jahrhundertealten Kampfkunst verpflichtet und lehnt zunächst ab. Aber als der Abriss des Tempels seines Meisters droht, sieht Tiger darin die Gelegenheit das Erbe des Ling Kong Tai Chi zu schützen. Nachdem er einige der besten und gefährlichsten Kämpfer aus aller Welt eindrucksvoll besiegt, wird er schnell zur Underground-Fighting Sensation und zum Liebling der „Zuschauer“. Die Kämpfe verändern Tiger und bringen seine dunkelste Seite zum Vorschein. Er ist dabei sich zu verlieren und die Wurzeln seines Handelns zu vergessen. Tigers Aggressivität und Kaltblütigkeit übertragen sich auf sein gesamtes Leben und stimmen seinen Meister sorgenvoll. Wird es Tiger gelingen seine dunkle Seite zu kontrollieren und sich wieder darauf besinnen wofür er eigentlich kämpft?

Kinostart: 13.03.2014

www.man-of-tai-chi.de

Keanu Reeves wollte auch mal Regie führen. Bei einem asiatischen Fighterfilm. Die erhoffte unfreiwillige Komik hält sich in Grenzen, dafür werden Pflichtbesuche bei Schüleraufführungen minderbegabter Kinder nachfühlbar. Atemberaubend ist einzig die Unmöglichkeit einer chinesischen Metropolen-Totale ohne Smog.

 

 

Februar 5th, 2014 at 12:27 by kritiker

 

Wertung für OV

Im Jahr 2028 ist der multinationale Megakonzern OmniCorp globaler Marktführer für Robotertechnologie. Die von ihm produzierten Drohnen werden weltweit eingesetzt und sichern OmniCorp ein beachtliches Vermögen. Zu dieser Zeit versucht der engagierte Polizist Alex Murphy (Joel Kinnaman) die steigende Kriminalität und Korruption in seiner Heimatstadt Detroit mit allen verfügbaren Mitteln zu bekämpfen. Als er im Dienst schwer verletzt wird, ist dies für OmniCorp die Gelegenheit, seine umstrittene Technologie endlich auch in den USA zum Einsatz zu bringen. Der Plan ist, im von Verbrechen verwüsteten Detroit den perfekten Polizisten zu schaffen: einen Gesetzeshüter, der halb Mensch und halb Roboter ist. Als Murphy im Krankenhaus erwacht, versteht er, dass er als unverwundbarer und gleichzeitig kontrollierbarer Prototyp dieser Erfindung den Reichtum von OmniCorp vervielfachen soll. Doch mit einer Sache hat der Konzern dabei nicht gerechnet: Sein Produkt besteht, zumindest in Teilen, aus einem menschlichen Wesen, das sich nicht vollständig kontrollieren lässt. Und mit Alex Murphy hat OmniCorp eindeutig auf das falsche Versuchsobjekt gesetzt…

Kinostart: 06.02.2014

www.robocop.com

Gut gemeint, aber nur medioker gemacht: Ungeschickt erzählt, zu viel Überflüssiges, unbeholfen umgesetzt – der brasilianische Regisseur des Remakes schafft es nicht, die Spannung zu halten und den Zuschauer visuell in seinen Bann zu ziehen. Das Remake kann nicht mit dem augenzwinkernden Original mithalten. Allerdings werden einige brandaktuelle kritische Fragen gestellt: Sind vollautomatische Roboterwaffen ethisch vertretbar oder ist der vor Ort anwesende Mensch ein Regulativ, das allzu unmenschliche Massaker von Frauen und Kindern verhindern würde? Sollten Kampfroboter im Inland – und so möglicherweise auch gegen die eigene Bevölkerung – eingesetzt werden? Inwiefern berichten einige Medien im Auftrag von Rüstungsunternehmen?

 

Januar 28th, 2014 at 15:13 by kritiker

 

Wertung für OV

Ende der 70er im schillernden New York: Irving Rosenfeld (Christian Bale) besitzt mehrere Waschsalons, aber sein Geld verdient er mit dubiosen Geldgeschäften und Kunstfälschungen. Mit Hilfe seiner Geschäftspartnerin und verführerischen Geliebten Sydney Prosser (Amy Adams) hat er es zu einem kleinen Vermögen gebracht. Als der überambitionierte FBI-Agent Richie DiMaso (Bradley Cooper) den beiden brillanten Trickbetrügern auf die Schliche kommt, lässt sich das Gaunerpaar auf einen ungewöhnlichen Deal ein: DiMaso setzt die beiden als Lockvögel auf die Politikprominenz New Jerseys an. Vor allem auf den Bürgermeister von Camden, Carmine Polito (Jeremy Renner), hat er es abgesehen. Hinter dessen Saubermann-Image vermutet er Korruption und Mafiaverbindungen. Am Ende könnte es allerdings Irvings unberechenbare und eifersüchtige Ehefrau Rosalyn (Jennifer Lawrence) sein, die die gesamte Operation zum Platzen bringt…

Kinostart: 13.02.2014

www.americanhustle.de

Alles ist Schein zur Profitmaximierung. Auch dieses kompetent besetzte, für 10 Oscars nominierte 138-Minuten-Werk. Bis zu den letzten Schichten der Zwiebel dringt David O. Russell nicht vor, entblättert aber amüsant unterhaltsam die kriminellen Hintergründe der US-amerikanischen Geschäftswelt der späten 70er und setzt seine ausgezeichneten Darsteller trefflich in Szene. Tiefer gehende Reflexionen über Wertmaßstäbe darf man nicht erwarten.
Das wiederholte Herausstellen der angeblichen Verdienste der Mafia und korrupter Politiker für das Allgemeinwohl wirkt selbst aus dem Mund des kriminellen Hauptdarstellers seltsam aufgesetzt und überflüssig – hinter der Tarnung als Statements eines erzählenden Protagonisten lauern unreflektierte amoralische Abgründe.

Januar 25th, 2014 at 01:08 by kritiker

 

Als ihr Fürst heimtückisch ermordet wird, bleibt 47 entehrten Ronin (= herrenlose Samurai) nur die Verbannung – deshalb wollen sie Rache. Der Krieger Oishi (Hiroyuki Sanada) und seine Gefährten sind dabei auf die Unterstützung des Halbbluts Kai (Keanu Reeves) angewiesen, müssen ihn aber zunächst aus der Sklaverei befreien. Kai wurde einst vom Fürsten aufgenommen und erzogen und liebt seit langem die Tochter seines Herren. Obwohl die Ronin das Halbblut ihre Abneigung spüren lassen, schließt Kai sich ihrer Gruppe an und steigt schließlich sogar zum Anführer auf. Gemeinsam versuchen sie die Festung des Feindes zu stürmen und die Ehre ihres Fürsten wieder herzustellen. Doch auf dem Weg dorthin müssen sie sich gegen ihre Feinde, zu denen nicht nur Fabelwesen und eine verführerische Hexe zählen, wehren.

Kinostart: 30.01.2014

www.47ronin-film.de

Zunächst denkt man noch, es geht in diesem technisch gut gemachten $ 170-Mio-Samuraifilm mit Keanu Reeves um subtile Kritik, aber die schwulstige Geigenmusik und der mit allen filmischen Mitteln forcierte Pathos verraten schnell die wahren Absichten: ein beschämendes Loblied auf Kadavergehorsam. Der von Ridley Scott geförderte Werbe- und Kurzfilmregisseur Carl Rinsch stellt seinen bewundernden Blick auf totale Unterwürfigkeit zur Schau. Gerade in einer Zeit, in der Japan unter den fatalen (atomaren) Folgen des hierarchischen, blinden Gehorsams und des daraus resultierenden Missmanagements leiden muss, wirkt die Hymne darauf abstoßend deplaziert.

Januar 20th, 2014 at 00:10 by kritiker

 

Wertung für OV

Wer ist bloß dieser charismatische Hengst in diesem fantastischen burgunderroten Anzug? Es ist RON BURGUNDY (Will Ferrell) – der legendärste Nachrichtensprecher aller Zeiten! Mittlerweile ist der umwerfend gut aussehende News Gott allerdings am Tiefpunkt seiner Karriere angekommen: Ron moderiert eine Delfin Show in einem Themenpark. Als plötzlich der neue 24 Stunden Nachrichtensender GNN ihn beauftragt, das glorreiche „Action 4 News Team“ wieder zu vereinen, schöpft Ron frischen Mut. Er kehrt San Diego und den Delfinen den Rücken, um in New York zu neuem Ruhm und Reichtum zu gelangen. Der Anzug ist gestriegelt, der Scheitel sitzt, die Stimme ist geölt und der Schnauzer perfekt in Form gebracht – Ron Burgundy, das charismatischste Aushängeschild der amerikanischen News Branche, ist wieder da! Und so wollen er, Außenreporter und Ladie’s Man Brian Fantana (Paul Rudd), der unterbelichtete Wetterfrosch Brick Tamland (Steve Carrell), der eher schlagkräftige als schlagfertige Sportreporter Champ „Kawumm“ Kind (David Koechner) und seine bezaubernde Co Sprecherin und Ehefrau Veronica Corningstone (Christina Applegate) ihre Legende für immer zementieren.

Kinostart: 30.01.2014

www.anchorman-derfilm.de

Will Ferrells herrlich alberne Zeitreise in die Nachrichtenwelt der späten Siebziger offenbart, wie sehr Anspruchslosigkeit und Korrumpierung inzwischen zur Regel geworden sind, Seriosität und Ethos heute kaum noch eine Rolle spielen. Das Kaschieren von Unfähig- und Geschmacklosigkeit wird immer einfacher, es reicht ein Verweis auf die Selffulfilling Prophecy: das alles rechtfertigende Zauberwort „Quote“. Immerhin müssen US-Amerikaner keine Zwangsabgabe für Qualitätsnachrichten zahlen, in denen Stürze von Prominenten zum alles in den Schatten stellenden, wichtigsten Thema gemacht werden. Hoffentlich wird die deutsche Version nicht – wie so oft – unkomisch synchronisiert und zensiert.

Januar 19th, 2014 at 06:58 by kritiker

 

http://youtu.be/qOxyHqq4MGw

Seiner Vergangenheit kann keiner so schnell entkommen, das muss auch Ex-Agent Phil Broker (Jason Statham) schmerzlich feststellen: Nach dem Tod seiner Frau zieht er zusammen mit seiner Tochter Mattie (Izabela Vidovic) in eine Kleinstadt, um seine Arbeit in einer Drogenbekämpfungsbehörde hinter sich zu lassen. Doch der Zufall will es, dass Mattie in der neuen Schule ausgerechnet vom Neffen von Gator Bodine (James Franco), dem hiesigen Drogenboss, drangsaliert wird. Da sie sich aber gekonnt mit Schlägen wehrt, bleibt die Sache nicht ohne Folgen. Gator will Broker nun Angst einjagen und durchsucht sein Haus. Ihm wird schnell klar, dass Broker ein Agent in der Drogenbekämpfung war und sieht nun sein eigenes Imperium in Gefahr. Mit einer Privatarmee rückt er gnadenlos gegen Broker vor, der nicht nur seine Tochter schützen muss, sondern auch der Stadt Beistand leistet. Als dann aber Mattie entführt wird, kennt Broker kein Erbarmen und versucht Gator das Handwerk zu legen.

Kinostart: 23.01.2014

www.homefront-derfilm.de

Das Drehbuch hat Sylvester Stallone geschrieben – oder war es Stallones Katze, die die Actionbausteine „alleinerziehender-Ex-Undercover-Cop-zieht-in-Dorf-in-dem-Drogendealer-wohnen“ zusammengesetzt hat? Wahrscheinlich nicht – eine Katze hätte James Franco und Winona Ryder mehr Profil und gewitztere Dialoge gegönnt.