September 6th, 2016 by kritiker

daumen065

 

Zwölf Stunden absolute Gesetzlosigkeit. Alle Verbrechen, inklusive Mord, sind in der alljährlichen PURGE-Nacht erlaubt. Amerika ist erneut im Ausnahmezustand: In THE PURGE: ELECTION YEAR wird der knallharte Überlebenskampf zu einem Phänomen, das inzwischen auch mordlustige Touristen aus aller Welt anzieht. Gleichzeitig plädiert eine aufstrebende Senatorin für die Abschaffung der alljährlichen Purge, die sich vor allem gegen die Armen und Unschuldigen richtet, und gerät damit ins Visier der hochrangigen Eliten.

Zwei Jahre sind vergangen, seitdem Leo Barnes (Frank Grillo) sich während der PURGE-Nacht im letzten Moment dagegen entschied, an dem Mann Rache zu üben, der Schuld am Tod seiner Tochter hatte. Es ist Wahljahr und mittlerweile arbeitet er als Sicherheitschef der Senatorin Charlie Roan (Elizabeth Mitchell). Mitten in ihrer Präsidentschaftskampagne steht die alljährliche PURGE-Nacht bevor, die ihre politischen Gegner natürlich nicht ungenutzt lassen wollen. Nach einem hinterhältigen Verrat ist die bedingungslose Jagd auf die Senatorin eröffnet und Leo hat alle Hände voll zu tun, die Senatorin aus der Schusslinie zu bringen und die Nacht zu überleben …

Besetzung: Frank Grillo, Elizabeth Mitchell, Edwin Hodge, Betty Gabriel, JJ Soria, Mykelti Williamson
Drehbuch und Regie: James DeMonaco
Produktion: Jason Blum, Michael Bay, Andrew Form, Brad Fuller, Sébastien Kurt Lemercier

Kinostart: 15.09.2016

purge electionErlebbarer Raubtierkapitalismus. Die fürsorgliche Senatorin, die selbstlos alle retten will, muss allerdings in der Realität noch erfunden werden. Wenn auch simpel, so ist das vermittelte Weltbild erfrischend anders als das übliche, blind verlogene „für Kirche und Vaterland“. Trotz verhältnismäßig kostengünstiger Realisation wäre ein solcher Film in Deutschland undenkbar: Hier verhindert die – als „Förderanstalt“ getarnte – Zensurbehörde jegliche Staatskritik schon im Ansatz. Deutsche Fördergelder gehen ausschließlich an regierungskonforme Produzenten oder US-Großkonzerne.

August 5th, 2016 by kritiker

daumen0351

 

Wertung für OV

It feels good to be bad … Man stellt ein Team aus den gefährlichsten derzeit einsitzenden Superschurken zusammen, rüstet sie mit dem schlagkräftigsten staatlich geprüften Waffenarsenal aus und schickt sie auf ein Himmelfahrtskommando, um einem rätselhaften, unüberwindlichen Wesen den Garaus zu machen: Die amerikanische Geheimagentin Amanda Waller ist überzeugt, dass nur eine heimlich instruierte Gruppe aus bunt zusammengewürfelten, zwielichtigen Gestalten vom Bodensatz der Gesellschaft diese Mission meistern kann – weil sie nichts zu verlieren hat. Doch schon bald merken die Mitglieder der Suicide Squad, dass sie nicht rekrutiert worden sind, weil sie eine Chance auf Erfolg haben – vielmehr sollen sie praktische Sündenböcke abgeben, wenn das Unternehmen unweigerlich scheitert. Wie aber reagieren sie auf diese Erkenntnis? Stellen sie sich der Aufgabe, um beim Versuch draufzugehen? Oder beschließen sie, dass jeder seine eigene Haut retten muss?

Regie: DAVID AYER

Mit: WILL SMITH, JARED LETO, MARGOT ROBBIE, JOEL KINNAMAN, VIOLA DAVIS

Kinostart: 18.08.2016

www.suicidesquad.com

suicide squadGewaltverherrlichender Schwachsinn, aufwendig produziert – grafisch gefällige Comicbilder ohne Dramaturgie. Verzweifelt nach Sinn Suchende können sich, wenn auch nicht intendierte, Metareflexionen einreden: die USA haben böse Fieslinge selbst entfesselt – Schariaislamisten wären ohne Macht-, Öl-, Profitgier und Kommunistenhass nicht mächtig geworden.

 

Juli 18th, 2016 by kritiker

daumen045

 

Erin Gilbert ist Doktor der Teilchenphysik und Co-Autorin eines mit Abby Yates verfassten Buches über das Paranormale. Zusammen mit der Ingenieurin Jillian Holtzmann und der U-Bahnarbeiterin Patty Tolan mieten sie sich ein Hauptquartier und engagieren Kevin als Sekretär. Nach dem erfolgreichen Geisterfang auf einem Rockkonzert wird das Quartett als Ghostbusters bekannt.

Regie: Paul Feig
Melissa McCarthy: Dr. Abigail „Abby“ L. Yates
Kristen Wiig: Dr. Erin Gilbert
Kate McKinnon: Dr. Jillian Holtzmann
Leslie Jones: Patty Tolan
Charles Dance: Dekan
Michael K. Williams: FBI Agent Hawkins
Chris Hemsworth: Kevin Beckman
Andy García: Bürgermeister

Kinostart: 04.08.2016

www.ghostbusters.com

GhostbustersSeichtes Popcornkino. Pubertär, aber ganz nett – vor allem wegen der bezaubernden Kristen Wiig. Die angenehmste Überraschung ist, dass Sony seinen Claim vom rückschrittlichen „make.believe“ in „be moved“ geändert hat. Nicht viel besser (wenn man bedenkt, dass für diese zwei Worte massenhaft Experten und Scheine verbraten wurden), aber immerhin. Klingt zwar eher nach Straßenbahnkonzern, aber wenigstens nicht mehr nach Taliban.

April 17th, 2016 by kritiker

 

Wertung für OmU

Amazonas, Anfang des 20. Jahrhunderts: Der Schamane Karamakate wird gebeten, den deutschen Forscher Theodor Koch-Grünberg zu heilen. Doch dafür müssen sie die geheimnisvolle Yakruna-Pflanze finden. Etwa 30 Jahre später sucht der Botaniker Richard Evans Schultes Karamakate auf. Auch er ist auf der Suche nach der Yakruna. Karamakate, der mittlerweile den Zugang zur Geisterwelt verloren hat, macht sich noch einmal auf den Weg auf dem Amazonas, ins Herz der Finsternis …

Regie: Ciro Guerra
Originaltitel: EL ABRAZO DE LA SERPIENTE / EMBRACE OF THE SERPENT
Land: Kolumbien / Venezuela / Argentinien

Kinostart: 21.04.2016

http://derschamaneunddieschlange.de

Regt den Schamanen in uns zur Weltenheilung an. Die tagtäglich von Gierigen und Herrschsüchtigen vermittelte Gier und Herrschsucht wirken (mindestens direkt nach dem Kinobesuch) nicht mehr erstrebenswert.

 

 

April 15th, 2016 by kritiker

Wertung für OV

Der sterbliche Meisterdieb Bek (Brenton Thwaites) tritt eine gefährliche Reise an, um seine wahre Liebe Zaya (Courtney Eaton) wieder zum Leben zu erwecken. Er verbündet sich mit dem ebenso mächtigen wie rachsüchtigen Gott Horus (Nikolaj Coster-Waldau), um sich Set (Gerard Butler), dem gnadenlosen Gott der Finsternis, entgegen zu stellen. Dieser hat sich den Thron Ägyptens widerrechtlich angeeignet und das Land in Chaos und Verderben gestürzt, dessen Volk versklavt. Beks und Horus atemberaubender Kampf gegen Set und seine Schergen führt sie sowohl in das Leben nach dem Tod als auch hinein in das Himmelreich der Götter. Beide, sowohl Mensch als auch Gott, müssen Mutproben bestehen und Opfer bringen für ein Überleben im epischen Kampf der Welten …

Regie: Alex Proyas

Kinostart: 21.04.2016

www.godsofegypt-film.de

Vorhersehbar ab der ersten Minute, kaum wahrnehmbares 3D. Die durch das vorsintflutliche Weltbild unkritisch vermittelte Metaebene ist abstoßend, aber auch aufschlussreich: Die Herrschenden sind „Götter“, die sich durch nichts legitimieren als durch Gewalt. Die Bevölkerung dient nur zur Bestätigung. Hoffnung besteht darin, anstatt einem „bösen“ Diktator einem „guten“ zur Macht zu verhelfen. Das System wird zu keiner Zeit in Frage gestellt. Der Obergott ist damit beschäftigt das undefinierte riesengroße Böse zu bekämpfen, was als Rechtfertigung seiner allumfassenden Machtposition dient.
Die Strukturen sind bekannt: die Herrschaft der Stinkreichen (Erben) wird durch Gewalt gestützt, das Volk soll sich nur zwischen korrupten (durch teure Medienspektakel aufgebauschten) Parteibonzen entscheiden, Inhalte sollen bedeutungslos werden. Über allem thront die Angst vor dem ganz großen Bösen, was als finale Machtrechtfertigung dient, denn nur die Supermächtigen können es (angeblich) bekämpfen. In der Realität wird dieses Böse gehegt und gepflegt und vielfach sogar bewusst erschaffen.

Januar 18th, 2016 by kritiker

daumen081

 

Wertung für OV

Wyoming, einige Jahre nach dem amerikanischen Bürgerkrieg: Eine Kutsche bahnt sich mühsam ihren Weg durch den Schnee in Richtung der Stadt Red Rock. An Bord befinden sich der Kopfgeldjäger John „The Hangman“ Ruth (Kurt Russell), dessen Gefangene Daisy Domergue (Jennifer Jason Leigh) sowie der Anhalter Major Marquis Warren (Samuel L. Jackson), der früher Soldat war und nun ebenfalls als Kopfgeldjäger sein Geld verdient, und Chris Mannix (Walton Goggins), ein Deserteur aus den Südstaaten, der behauptet, der neue Sheriff der Stadt zu sein. Ein Schneesturm zwingt die Gruppe zu einem Zwischenstopp in Minnies Miederwarenladen. Sie treffen dort zwar nicht auf Minnie aber dafür auf den mysteriösen Mexikaner Bob (Demian Bichir), auf den verschwiegenen Cowboy Joe Gage (Michael Madsen), auf den Konföderierten-General Sandford Smithers (Bruce Dern) sowie auf Oswaldo Mobray (Tim Roth). Während der Sturm draußen immer heftiger tobt, begreifen die acht Fremden, dass ihr Zusammentreffen vielleicht gar nicht so zufällig ist und sie Red Rock möglicherweise nie erreichen werden …

Drehbuch, Regie: Quentin Tarantino. Darsteller: Samuel L. Jackson („Django Unchained“), Kurt Russell („Death Proof“), Jennifer Jason Leigh („eXistenZ“), Walton Goggins („Django Unchained“), Demian Bichir („Machete Kills“), Tim Roth („Pulp Fiction“), Michael Madsen („Reservoir Dogs“) und Bruce Dern („Lautlos im Weltraum“)

Kinostart: 28.01.2016

www.thehateful8.de

Auch wenn es einigen guten Willens bedarf, um seine Gedankenwelt positiv konstruktiv interpretieren zu können, Quentin Tarantinos gestalterische Präzision ist immer wieder beeindruckend. Langsam, sehr langsam steigert er das Tempo. Je nach Version bis zu über drei Stunden, die oberflächlich betrachtet als gewaltverherrlichend oder gar frauenfeindlich wahrgenommen werden könnten. Aber weit gefehlt, es geht um wesentlich mehr: Glaube nicht alles, was dir erzählt wird. Insbesondere dann nicht, wenn du existentielle Entscheidungen triffst und nur aufgrund von Lug und Trug Positionen der Stärke aufgibst – so wie die Bevölkerung sich von kriminellen Banden an der Macht reinlegen, spalten und über die wahren Verhältnisse täuschen lässt.

Dezember 30th, 2015 by kritiker

 

Wertung für OV

New York im Jahr 2005: Der Dollar ist stark, die Wirtschaft boomt. An der Wall Street werden jeden Tag aufs Neue Börsen- und Wertpapiergeschäfte in gigantischem Umfang getätigt. Mit immer komplexer werdenden Immobilienprodukten, hervorragenden Renditen und vermeintlich minimalem Risiko werden selbst Arbeitslose zu Villenbesitzern und den Maklern, Versicherern und Bankenbossen winkt das schnelle Geld. Was die Finanzbosse, die Medien und die Regierung nicht erkennen, durchschaut der eigenwillige Hedgefonds-Manager Michael Burry (Christian Bale) sofort: Er prognostiziert schon in wenigen Jahren das Platzen der amerikanischen Immobilienblase und den daraus resultierenden Zusammenbruch der Weltwirtschaft, der Millionen Menschen heimat- und arbeitslos machen wird. Als Burry vor der großen Katastrophe warnt, will niemand auf ihn hören – zu sicher fühlen sich die Bankenbosse und tun seine Prognosen ab. Daraufhin entwickelt Burry einen perfiden Plan: den „Big Short“. Durch sogenannte „Shortings“, Leerkäufe von Aktien großer Investmentbanken, wettet er gemeinsam mit weiteren risikofreudigen Spekulanten, wie dem unbeirrbaren Trader Mark Baum (Steve Carell), dem geldgierigen Deutsche-Bank-Makler Jared Vennett (Ryan Gosling) und dem früheren Star-Investor Ben Rickert (Brad Pitt), gegen das Finanzsystem, um selbst das unfassbar große Geld zu machen. Das Desaster und der absolute Wahnsinn jenseits aller moralischen Grenzen hat begonnen …

REGIE Adam McKay DREHBUCH Charles Randolph und Adam McKay BESETZUNG Christian Bale, Steve Carell, Ryan Gosling, Brad Pitt, Marisa Tomei u. a. PRODUKTION Brad Pitt, Dede Gardner, Jeremy Kleiner und Arnon Milchan BASIEREND AUF DEM BUCH „The Big Short“ von Michael Lewis

Kinostart: 14.01.2016

www.thebigshortmovie.com

Die wahre Geschichte vom Platzen der Immobilienblase 2008. Coproduziert von Brad Pitt. Die kriminellen Machenschaften des mafiösen Klüngels wurden weder aufgeklärt, geahndet noch werden sie in Zukunft verhindert. Trotz ungelenker, zu harmloser Inszenierung wird ein Bewusstsein für das Big Game und für bedenkliche Strukturen hinter den Kulissen gestärkt. Die Kombination aus Herdenhirnlosigkeit, menschenunwürdiger Skrupellosigkeit der Gierigen, gepaart mit kurzsichtig korrupter Feigheit von Medien und Politik, führt systemimmanent in Abgründe. Die Lösungen sind bekannt, werden jedoch nicht umgesetzt. Solange Schwerstkriminelle in Konzernen nicht belangt werden und Lobbyismus wuchert, steuern wir auf eine mafiöse Diktatur organisierter Kriminalität zu.

Dezember 18th, 2015 by kritiker

 

Die beliebte Studentin Laura genießt das College-Leben, das sie gern auch mit ihren über 800 Freunden auf Facebook teilt. Aber als sie eines Tages die mysteriöse Freundschaftsanfrage der Außenseiterin Marina annimmt, gerät sie in den Bann eines schrecklichen Fluchs: Lauras engste Freunde sterben auf grausame Weise. Ihr selbst bleiben nur wenige Tage Zeit, das Rätsel des geheimnisvollen Mädchens und ihres Facebookprofils zu lösen und den tödlichen Bann zu brechen.

Regie: Simon Verhoeven
Drehbuch: Matthew Ballen, Philip Koch und Simon Verhoeven
Kamera: Jo Heim
Hauptdarsteller: Alycia Debnam-Carey, William Moseley, Liesl Ahlers, Connor Paolo.

Produzenten: Quirin Berg, Max Wiedemann
Koproduzenten: Stefan Gärtner, Simon Verhoeven, Mark Popp, Giselher Venzke und Bertha Spieker
Förderung: FFF Bayern, FFA, DFFF, DTI
Verleih: Warner Bros.

Kinostart: 07.01.2016

http:/unfriend

Für einen deutschen (staatlich geförderten) Horrorfilm gar nicht mal schlecht. Allerdings so überangepasst, dass nichts mehr von Hollywoodklonen unterscheidet. Die als Kommerzialisierung getarnte Assimilation der deutschen Filmkultur nähert sich der Zielvorgabe. Seit den Neunzigern haben sich die Filmbehörden gesträubt deutsches Genre zu fördern, Fördergelder für Genrefilme gingen nur an US-Produktionen. Jetzt verdienen US-Verleihs (in diesem Fall Warner) auch an hiesigen Klonproduktionen – dann wird auch Genreförderung wieder gestattet.

Dezember 9th, 2015 by kritiker

Wertung für OV

Bei einer Expedition tief in der amerikanischen Wildnis wird der legendäre Jäger und Abenteurer Hugh Glass (Leonardo DiCaprio) von einem Bären attackiert und von seinen Jagdbegleitern, die überzeugt sind, dass er dem Tod geweiht ist, zurückgelassen. In seinem Überlebenskampf erleidet Glass nicht nur unerträgliche Qualen, er muss auch erleben, dass sein vermeintlicher Beschützer John Fitzgerald (Tom Hardy) ihn verrät, beraubt und im Stich lässt. Angetrieben von der Liebe zu seiner Familie und einem schier übermenschlichen Willen zu überleben, um diesen Verrat zu rächen, kämpft Glass sich durch einen unerbittlichen Winter und eine feindliche Wildnis zurück ins Leben.

Regisseur: Alejandro González Iñárritu. Mit Leonardo DiCaprio, Tom Hardy, Will Poulter, Domhnall Gleeson, Forrest Goodluck.

Kinostart: 06.01.2105

www.fox.de/the-revenant

Die effektvolle Kameraarbeit von Emmanuel Lubezki und DiCaprios immer wieder sehenswertes Schauspiel sind leider verschenkt, Iñárritus 156-Minuten-Inszenierung ermüdet mit Dauerschmerzen, wie eine „Passion Christi“ im frühen wilden Westen. Ungereimtheiten, Kirche mitten in der Wildnis und Indianer, die ihre spirituelle Kraft geschichtsfälschend als „Schöpfer“ bezeichnen – scheußlich. So mag es der Katholik: sinnloses Leiden, sinnlose Rache, blutiges Leiden, da capo. Aber so ist das, wenn Erkenntnis als „das Böse“ gilt.

Dezember 5th, 2015 by kritiker

 

Wertung für OV

Auch 30 Jahre nach der Rückkehr der Jedi-Ritter, dem Tod von Darth Vader und der Vernichtung des zweiten Todessterns scheint die Befreiung von der Terrorherrschaft nicht vollends gelungen zu sein. Die Resistance (vormals „die Rebellion“) befindet sich mit einer Nachfolgeorganisation des Imperiums namens „Erste Ordnung“ (engl. First Order) im Krieg. Ein Helden-Trio, bestehend aus dem desertierten Sturmtruppler Finn, der sonst zurückgezogen lebenden Rey, die auf dem Wüstenplaneten Jakku vom Ausschlachten von Raumschiffwracks lebt, und dem Resistance-Piloten Poe Dameron, steht den Schurken der Ordnung gegenüber, zu denen der Anhänger der dunklen Seite der Macht Kylo Ren, General Hux, der eine Basis der Ersten Ordnung befehligt, und die Sturmtruppen-Offizierin Phasma gehören. (Quelle: Wikipedia)

Regie: J.J. Abrams Mit Adam Driver, John Boyega, Oscar Isaac, Daisy Ridley, Andy Serkis, Domhnall Gleeson, Max von Sydow, Carrie Fisher, Harrison Ford, Mark Hamill, Kenny Baker, Anthony Daniels, Peter Mayhew, Gwendoline Christie, Lupita Nyong’o u.v.m.

Kinostart: 17.12.2015

http:star-wars-das-erwachen-der-macht

Die Befürchtungen, dass eine Nachfolgeorganisation des Imperiums (Disney) Star Wars komplett entstellen würde, waren unbegründet: Ballereien und beiläufiges Auslöschen ganzer Zivilisationen gibt es zuhauf. Die Weisheiten und den grammatikalischen Anarchismus eines Yoda vermissen wohl nur die nerdigsten Nerds, die nie aufhören die Ursprünge, Tiefen und Auswirkungen der „Force“ zu erkunden – die wahren Jedi-Ritter. Möge der Saft mit Euch sein.

Dezember 3rd, 2015 by kritiker

 

Wo Weihnachten mit der Familie – für den kleinen Max (Emjay Anthony) ist das der pure Horror. Harmonie und Freude? Nicht bei seiner Verwandtschaft – die ewig grantige Tante, die Mutter, die darüber die Geduld verliert, die fiesen Cousinen und ein Onkel, der alle Probleme mit der Schrotflinte lösen will – darüber kann man nur verzweifeln. In diesem Jahr stellt sich Max allen trotzig entgegen und verliert darüber seinen Glauben an Weihnachten… Unwissend, dass er damit den unbändigen Zorn des Krampus‘ heraufbeschwört. Er und seine düsteren Helfer kommen nicht, um zu geben, sondern um zu nehmen. Was für eine furchteinflößende Bescherung für Max und seine Familie! Statt um Geschenke und Gezänk geht es für sie plötzlich um viel mehr: ums Überleben! Nur gemeinsam, als Familie, die zusammenhält, kann es gelingen, sich aus den Fängen von Krampus zu befreien.

Darsteller: Adam Scott, Toni Collette, David Koechner, Allison Tolman, Conchata Ferrell, Emjay Anthony, Stefania Lavie Owen und Krista Stadler
Regie: Michael Dougherty
Drehbuch: Michael Dougherty & Zach Shields & Todd Casey
Produzenten: Thomas Tull, Jon Jashni, Alex Garcia, Michael Dougherty
Ausführender Produzent: Daniel Stillman

Kinostart: 03.12.2015

www.krampus-film.de

Spannungsniveau „Wort zum Sonntag“ mit Einblicken in den religiösen Glauben der Drehbuchschreiber: „Es ist egal, was du tust, wichtig ist nur, was du glaubst.“ Folgerichtig „darf“ (unter strikter Beachtung des ersten/wichtigsten biblischen Gebotes) gemetzelt werden. Schenken und freuen ist falsch: „Es muss voller Schmerz geopfert werden, was du liebst.“ Von Gläubigen, die opfern, was sie lieben, möchte man nicht unbedingt „geliebt“ werden. Solange der archaische Quatsch Filmmärchen bleibt, stört nur die Langeweile – tragisch wird es, wenn die Staatsführung an religiöse Opferbeitschaft glaubt und obige Prinzipien durchsetzen will.

November 8th, 2015 by kritiker

 

Wertung für OV

Wie andere Teenager auch sucht Minnie Goetze (BEL POWLEY) nach Liebe und Akzeptanz und den Sinn in ihrem Leben. Sie beginnt eine Affäre mit Monroe Rutherford (ALEXANDER SKARSGARD), “dem bestaussehendsten Mann der Welt” und Freund ihrer Mutter (KRISTEN WIIG).
THE DIARY OF A TEENAGE GIRL ist im Jahr 1976 in San Francisco angesiedelt, am Scheidepunkt der ausklingenden Hippie- und aufkommenden Punk-Bewegung. Minnie befindet sich in der drogengeladenen Stadt, in der ihr Wunsch nach Rebellion mit dem erwachsenen Verantwortungsbewusstsein zusammen prallt. Ihre partyfeiernde Mutter und das Fehlen eines Vaters haben das junge Mädchen führungslos werden lassen. Findet sie anfangs noch Trost in Monroes verführerischem Lächeln, sind es später die dunklen Gassen der Stadt, die dem trotzigen Mädchen das Gefühl von Selbstbestimmung geben. Was folgt ist eine überspitzte, witzige und provokante Beschreibung ihrer aufkommenden Sexualität und künstlerischen Fähigkeiten. So ergibt sich ein tiefer und ehrlicher Einblick in das, was sich nur auf den Seiten des Tagebuches eines Teenagers finden lässt. Der Film THE DIARY OF A TEENAGE GIRL basiert auf dem gleichnamigen Roman von Phoebe Gloeckner. Regisseurin Marielle Heller gelingt es, uns einen witzigen und zutiefst persönlichen Einblick in das Leben eines jungen Teeangers zu geben. Dabei helfen ihr mutige Darstellungen, ein ergreifender Soundtrack und originelle Comic-Sequenzen, die THE DIARY OF A TEENAGE GIRL zu einer Coming-Of-Age Geschichte werden lässt, die ergreifend als auch verstörend ist.

Kinostart: 19.11.2015

http://sonyclassics.com/thediaryofateenagegirl

Coming-of-Age. Angenehme Independent-Erinnerung an die Freizügigkeit der Siebziger. Der Backlash der letzten Jahre ist nicht nur Armutszeugnis, sondern auch engstirnige Einschränkung von Lebensqualität. Erfreulich, dass trotz erzkonservativen Rechtsreligiösen immer noch einigermaßen freigeistige Filme produziert werden; oberflächliche; die in der Vergangenheit spielen. Aber immerhin.

Die Selbstliebe-Philosophie der Hauptdarstellerin setzt hochentwickelte soziale Ethik voraus, die leider in den USA zumeist durch unhinterfragte (oft Andersdenkende diskriminierende) Kirchengefolgschaft und/oder unsozialen Narzissmus ersetzt wurde.