Dezember 11th, 2012 by kritiker

 

Wertung für OV

Die drei Hobbit Filme spielen in Mittelerde 60 Jahre vor „Der Herr der Ringe“. Im Mittelpunkt steht der Titelheld Bilbo Beutlin, der unversehens an einer epischen Mission teilnehmen muss: Es gilt, dass Zwergenreich Erebor zu befreien, das vor langer Zeit vom Drachen Smaug unterworfen wurde. Überraschend taucht der ZaubererGandalf bei Bilbo auf, und schon bald begleitet der Hobbit die Gruppe der 13 Zwerge unter der Führung des legendären Kriegers Thorin Eichenschild. Ihre Reise führt sie in die Wildnis, durch gefährliche Gebiete, in denen es von Orks, tödlichen Wargen und Zauberern nur so wimmelt. Ihr Ziel liegt zwar in den östlichen Wüsten des Einsamen Berges, doch zunächst müssen sie aus den Tunneln entkommen, wo Bilbo jenem Wesen begegnet, das sein Leben nachhaltigbeeinflussen wird: Gollum. Hier, allein mit Gollum am Ufer eines unterirdischen Sees, lernt der bescheidene Bilbo Beutlin nicht nur genialen Einfallsreichtum, sondern auch Mut auf eine Art kennen, die sogar ihn überrascht. Und er kommt in den Besitz von Gollums Ring, den dieser „mein Schatz“ nennt und der über unerwartete, nützliche Kräfte verfügt … ein einfacher goldener Ring, der untrennbar mit dem Schicksal von ganz Mittelerde verbunden ist. Doch davon kann Bilbo noch nichts ahnen.

Kinostart: 13.12.2012

www.thehobbit.com

So symphatisch knorrige Waldwesen, Naturverbundenheit und neuseeländischer Humor auch sein mögen – die Qualität enttäuscht. Jacksons Entscheidung 48 Bilder pro Sekunde zu drehen irritiert Sehgewohnheiten und erschwert das Kinofeeling. Das streckenweise simple Licht, Ausbrenner, billig wirkende Farbgebung und die Überbetonung banaler Dialogszenen verstärken den Fernseheindruck. 3D kommt zu wenig zur Geltung. Die auf Fortsetzung angelegte Handlung ist einschläfernd, aber immerhin auf angenehme Art und Weise – man schlummert mit naturreinem Lächeln und wird von lustigen Liedern und vergleichsweise beruhigenden Kampfszenen sanft geweckt.

November 17th, 2012 by kritiker

 

Sie sind die Helden unserer Kindheit: „Die Hüter des Lichts“! Allen voran der Weihnachtsmann, gefolgt vom Osterhasen, der Zahnfee und dem Sandmann, von denen jeder über einzigartige, unglaubliche Fähigkeiten verfügt. Und genau diese werden gebraucht, denn der düstere, bösartige Pitch verfolgt einen gefährlichen Plan. Pitch ist den meisten von uns bekannt als der Schwarze Mann, der sich im Dunkeln unter Betten versteckt und Angst und Schrecken verbreitet. Mit seiner Armee der Albträume droht er die Welt in ewige Dunkelheit zu hüllen. Doch das werden die fünf Helden nicht zulassen!

Kinostart: 29.11.2012

www.dreamworks.diehueterdeslichts.de

In Anbetracht der Zielgruppe manchmal etwas ruppiges, bildgewaltiges US-3D-Kindermärchen, das Manifestation von Identität thematisiert und Glaube an Fantasiefiguren propagiert. Plumpe Werbung für nach Macht strebendem institutionellen Glauben wurde zwar vermieden, trotzdem sind die Postulate brisant. Ob es einen intensiven Kinderglauben an Fantasiewesen geben sollte, damit der Realitätsbruch irgendwann emotional eindrucksvoller entdeckt werden kann, oder ob Fantastik auch ohne Suggestion des Realen bzw. der Lüge zu gesünderer Entfaltung kindlichen Abstraktionsvermögens beiträgt sollte hinterfragt werden. Positive Anregung zur Erweiterung des Vorstellungsvermögens ist wünschenswert, aber wenn der Glaube an Fantasiewesen auch für zweifelhafte Absichten eingesetzt wird sollte Vorsicht walten.

November 10th, 2012 by kritiker

 

Wertung für OV

Da Bella (Kristen Stewart) während der Geburt ihres Babys fast gestorben wäre, mussten Edward (Robert Pattinson) und die Cullens schnell handeln und Bellas Wandlung zum Vampir vollziehen. Sie muss sich nun an dieses Leben und an ihre neuen Fähigkeiten gewöhnen, doch das gelingt ihr schneller als von allen erwartet. Und das ist auch notwendig, denn die Geburt ihrer außergewöhnlichen Tochter Renesmee (Mackenzie Foy) setzt eine Kette von gefährlichen Ereignissen in Gang. Der Volturi-Clan will den Tod der Kleinen. Als die Cullens von diesem grausamen Plan erfahren, versammeln sie all ihre Freunde um sich, um für den unerwünschten Besuch gerüstet zu sein. In einer schicksalsträchtigen Schlacht entscheidet sich die Zukunft der Cullens und ihrer Verbündeten.

Kinostart: 22.11.2012

www.breakingdawn-themovie.com

Der hoffentlich letzte Teil der spießigen Twilight-Vampir-Familiengeschichte mit rassistischen Untertönen ist gefährlicher als erwartet: schwerer Kieferschaden durch Dauergähnen. Immerhin nicht so ärgerlich wie Teil 1, stellenweise akzeptabel.

Eine wohlwollende, die Vorgängerfilme außer Acht lassende Interpretation des letzten Teils könnte sogar so aussehen: Wenn noch dogmatisch Reaktionärere das eigene Kind töten wollen, überdenken sogar Konservative ihre Geisteshaltung und widersetzen sich sinnlos gewordenen Traditionen.

Oktober 23rd, 2012 by kritiker

 

3D: gutes plastisches konkaves und konvexes 3D. Die Bewegungsauflösung ist unbefriedigend, Nachzieher und Bewegungsghostings stören, der klare 3D Kinoeindruck wird nicht erreicht.

www.fox.prometheus-movie.com

3D Science-Fiction. Ridley Scott fliegt uns auf einen anderen Planeten und erzählt eine nicht ganz ausgereifte Geschichte in beeindruckenden Bildern. Das Design ist erstklassig. Unlogiken und Andeutungen, die nicht konsequent genug weitergedacht wurden und die dadurch verschenkten Spannungsmomente fallen nicht weiter ins Gewicht, falls man gewillt ist die geistigen Schwächen der Macher zu ignorieren und das Alien-Prequel gedanklich selbst zu vervollkommnen.
Kreationisten könnten den Film als Bestätigung ihres kruden Weltbildes missverstehen, aber sofern man sich dazu inspirieren lässt, die eigene schöpferische Kraft als erstrebenswerten Weg und Ziel zu erkennen, kann man auf Metaebenen anregende Botschaften konstruieren. Und sogar simpel gestrickte Gläubige müssten die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass das was sie als „Gott“ ansehen auch feindlich gesonnen oder imbezil sein könnte. Das Ende ist in vielfacher Hinsicht enttäuschend, die Schönheit realer evolutionärer (glaubensunabhängiger) Autopoiesis darf wohl noch nicht dargestellt werden – in Anbetracht momentaner Filmfinanzierungs-Machtstrukturen ist das wenig überraschend. Anhand der Audiokommentare und deleted scenes lässt sich erahnen, wie lächerlich, diffus und wenig durchdacht der eigentliche Kern der Geschichte ist und wie effektiv Blenderei das überspielen kann.

 

September 7th, 2012 by kritiker

 

Kinostart: 03.10.2012

www.abrahamlincoln-vampirjaeger.de

Bildgewaltiges Popcornkino, das trotz der beeindruckend inszenierten Action nach dem zigsten herumfliegenden Kopf und Bibelspruch gähnen macht – primitives, seelenloses Dauerfortissimo und lahmes 3D.

 

 

 

August 7th, 2012 by kritiker

 

Wertung für OV

Kinostart: 09.08.2012

www.fox.prometheus-movie.com

3D Science-Fiction. Ridley Scott verwandelt das Kino in ein Raumschiff, fliegt uns auf einen anderen Planeten und erzählt eine unausgereifte Geschichte in beeindruckenden Bildern. Unlogiken und Andeutungen, die nicht konsequent genug weitergedacht wurden und die dadurch verschenkten Spannungsmomente fallen nicht weiter ins Gewicht, falls man gewillt ist die geistigen Schwächen der Macher zu ignorieren und das Alien-Prequel gedanklich selbst zu vervollkommnen.
Kreationisten könnten den Film als Bestätigung ihres kruden Weltbildes missverstehen, aber sofern man die eigene schöpferische Kraft als erstrebenswerten Weg und Ziel erkennt, lässt die Fabel Raum für Interpretationen und inspirierende Metaebenen, vor allem dann, wenn das Hirn vor den Absurditäten im Drehbuch zu entkommen versucht. Und sogar simpel gestrickte Gläubige müssen die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass das, was sie als „Gott“ ansehen, auch feindlich gesonnen oder imbezil sein könnte. Das Ende ist in vielfacher Hinsicht enttäuschend, die Schönheit realer evolutionärer (glaubensunabhängiger) Autopoiesis darf wohl noch nicht dargestellt werden – in Anbetracht momentaner Filmfinanzierungs-Machtstrukturen ist das wenig überraschend.

 

Ted

August 7th, 2012 by kritiker

 

www.ted.universal.de

Pennälerhumor-Komödie, die ohne Mark Wahlberg das Material nicht wert wäre, auf dem sie gedreht wurde – Seth McFarlane hat sich wieder mal selbst unterboten. Peinlich, dass dieser vorhersehbare Kleinkind-Flachsinn an einigen Stellen trotzdem jede Menge Spaß macht. Vorsicht: Hirn unbedingt vorher an der Garderobe abgeben.

 

 

Juli 30th, 2012 by kritiker

 

www.disney.de/merida

Kinostart: 02.08.2012

3D Fantasy-Animationsfilm über eine urwüchsige, junge schottische Prinzessin. Die Erzählung schrammt gekonnt, wenn auch sehr knapp an altbackenem Kitsch vorbei, aber wer sich auf das Kindermärchen einlässt, wird von Charakteren, Erzählart und Gestaltung liebevoll bezaubert – in der Tradition alter naturverbundener Legenden aus den Highlands.

 

 

Juli 26th, 2012 by kritiker

 

www.universal-pictures.derlorax

Animationsfilm basierend auf dem Buch von Dr. Seuss, der in der englischsprachigen Welt als genialer Kinderbuchautor zurecht große Anerkennung genießt. Die Umsetzung schwankt zwischen stilistisch fragwürdigen, kleinkindgerecht quietschigen Billigsongs und künstlerisch wertvollem, metaphorischem Anspruch.
Inhaltlich erfreut der allegorische Durchblick, mit wichtigen Einsichten in Problematiken wie vermeintlich harmlose Überwachung, mittels derer aber auch als Terroristen gebrandmarkte Umweltschützer von Konzernen mit politischem Einfluss aus dem Verkehr gezogen werden.
Die Fahndung nach Paul Watson – Gründungsmitglied von Greenpeace, der wegen gewaltloser Behinderung von Walfangschiffen international gesucht wird – belegt die Aktualität der Thematik.

 

Juni 25th, 2012 by kritiker

 

www.the-amazing-spider-man.de

Kinostart: 28.06.2012

Action, SFX und 3D entsprechen den gewohnten Standards, aber wieso muss man sich für die optischen Leckerbissen durch die immer gleiche Klischee-Highschool-Story und nichtssagende Dialoge quälen – in Überlänge?

 

 

 

Juni 22nd, 2012 by kritiker

 

www.imdb.de/ruby sparks

Kinostart: 11.10.2012

Laue uninspirierte Komödie über einen lauen uninspirierten Schriftsteller und dessen real gewordene, laue erfundene Freundin. Eintönig geschrieben, eintönig inszeniert. Immerhin muten uns die Posterdesigner die Gesichter der Hauptdarsteller nicht zu.

 

 

 

Juni 4th, 2012 by kritiker

 

www.snowwhiteandthehuntsman.com

Märchenverfilmung, die mit schönen Bildern und einer hypnotischen Charlize Theron überzeugt. Selbst teils schwache Dialoge, verschenktes Potenzial, Plattheit, kontraproduktive Verfälschungen der Vorlage und Kristen Stewart können den Genuss nicht trüben.