Februar 27th, 2014 by kritiker

 

Wertung für OmU

GRAND BUDAPEST HOTEL erzählt im unverwechselbaren Wes-Anderson-Stil von Gustave H. (Ralph Fiennes), dem legendären Concierge eines berühmten europäischen Hotels, und seinem Hotelpagen und Protegé Zero Moustafa (Tony Revolori). Zur Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, als Europa sich im dramatischen Umbruch befindet, schweißen die Turbulenzen und Abenteuer rund um den Diebstahl eines wertvollen Renaissance-Gemäldes und der Streit um ein großes Familienvermögen die beiden unweigerlich zusammen.

Mit Ralph Fiennes, F. Murray Abraham, Mathieu Amalric, Adrien Brody, Willem Dafoe, Jeff Goldblum, Jude Law, Bill Murray, Edward Norton, Saoirse Ronan, Jason Schwartzman, Tilda Swinton, Léa Seydoux, Tom Wilkinson, Owen Wilson und Tony Revolori

Kinostart: 06.03.2014

www.grandbudapesthotel.com

Die Stars, mit denen für Wes Andersons pittoreske Erzählung geworben wird, erscheinen bis auf Fiennes nur in kleinen Nebenrollen.
Den kraftvollen Einsichten Stefan Zweigs in „Die Welt von Gestern“ – im Abspann als Inspirationsquelle genannt – kommt der Film leider kaum nahe.

 

 

Februar 19th, 2014 by kritiker

 

Im pulsierenden Beijing, China, arbeitet der ehrgeizige „Tiger“ Chen Lin-Hu (Tiger Chen) tagsüber als einfacher Kurier. In seiner Freizeit dagegen widmet er sich ganz seiner Kampfkunst, dem Ling Kong Tai Chi. Währenddessen landet die Polizeiermittlerin einer Spezialeinheit für organisiertes Verbrechen, Suen Jing-Si (Karen Mok), mit ihrer Jagd auf den mysteriösen Donaka Mark (Keanu Reeves) erneut in einer Sackgasse. Donaka ist ein mächtiger Geschäftsmann, der mit geheimen und äußerst brutalen Untergrund Fights sein Geld verdient Donaka sieht in Tiger seinen neuen Star und versucht ihn mit einer Menge Geld zu locken, doch dieser sieht sich der Integrität und der Reinheit seiner jahrhundertealten Kampfkunst verpflichtet und lehnt zunächst ab. Aber als der Abriss des Tempels seines Meisters droht, sieht Tiger darin die Gelegenheit das Erbe des Ling Kong Tai Chi zu schützen. Nachdem er einige der besten und gefährlichsten Kämpfer aus aller Welt eindrucksvoll besiegt, wird er schnell zur Underground-Fighting Sensation und zum Liebling der „Zuschauer“. Die Kämpfe verändern Tiger und bringen seine dunkelste Seite zum Vorschein. Er ist dabei sich zu verlieren und die Wurzeln seines Handelns zu vergessen. Tigers Aggressivität und Kaltblütigkeit übertragen sich auf sein gesamtes Leben und stimmen seinen Meister sorgenvoll. Wird es Tiger gelingen seine dunkle Seite zu kontrollieren und sich wieder darauf besinnen wofür er eigentlich kämpft?

Kinostart: 13.03.2014

www.man-of-tai-chi.de

Keanu Reeves wollte auch mal Regie führen. Bei einem asiatischen Fighterfilm. Die erhoffte unfreiwillige Komik hält sich in Grenzen, dafür werden Pflichtbesuche bei Schüleraufführungen minderbegabter Kinder nachfühlbar. Atemberaubend ist einzig die Unmöglichkeit einer chinesischen Metropolen-Totale ohne Smog.

 

 

Januar 28th, 2014 by kritiker

 

Wertung für OV

Ende der 70er im schillernden New York: Irving Rosenfeld (Christian Bale) besitzt mehrere Waschsalons, aber sein Geld verdient er mit dubiosen Geldgeschäften und Kunstfälschungen. Mit Hilfe seiner Geschäftspartnerin und verführerischen Geliebten Sydney Prosser (Amy Adams) hat er es zu einem kleinen Vermögen gebracht. Als der überambitionierte FBI-Agent Richie DiMaso (Bradley Cooper) den beiden brillanten Trickbetrügern auf die Schliche kommt, lässt sich das Gaunerpaar auf einen ungewöhnlichen Deal ein: DiMaso setzt die beiden als Lockvögel auf die Politikprominenz New Jerseys an. Vor allem auf den Bürgermeister von Camden, Carmine Polito (Jeremy Renner), hat er es abgesehen. Hinter dessen Saubermann-Image vermutet er Korruption und Mafiaverbindungen. Am Ende könnte es allerdings Irvings unberechenbare und eifersüchtige Ehefrau Rosalyn (Jennifer Lawrence) sein, die die gesamte Operation zum Platzen bringt…

Kinostart: 13.02.2014

www.americanhustle.de

Alles ist Schein zur Profitmaximierung. Auch dieses kompetent besetzte, für 10 Oscars nominierte 138-Minuten-Werk. Bis zu den letzten Schichten der Zwiebel dringt David O. Russell nicht vor, entblättert aber amüsant unterhaltsam die kriminellen Hintergründe der US-amerikanischen Geschäftswelt der späten 70er und setzt seine ausgezeichneten Darsteller trefflich in Szene. Tiefer gehende Reflexionen über Wertmaßstäbe darf man nicht erwarten.
Das wiederholte Herausstellen der angeblichen Verdienste der Mafia und korrupter Politiker für das Allgemeinwohl wirkt selbst aus dem Mund des kriminellen Hauptdarstellers seltsam aufgesetzt und überflüssig – hinter der Tarnung als Statements eines erzählenden Protagonisten lauern unreflektierte amoralische Abgründe.

Januar 25th, 2014 by kritiker

 

Als ihr Fürst heimtückisch ermordet wird, bleibt 47 entehrten Ronin (= herrenlose Samurai) nur die Verbannung – deshalb wollen sie Rache. Der Krieger Oishi (Hiroyuki Sanada) und seine Gefährten sind dabei auf die Unterstützung des Halbbluts Kai (Keanu Reeves) angewiesen, müssen ihn aber zunächst aus der Sklaverei befreien. Kai wurde einst vom Fürsten aufgenommen und erzogen und liebt seit langem die Tochter seines Herren. Obwohl die Ronin das Halbblut ihre Abneigung spüren lassen, schließt Kai sich ihrer Gruppe an und steigt schließlich sogar zum Anführer auf. Gemeinsam versuchen sie die Festung des Feindes zu stürmen und die Ehre ihres Fürsten wieder herzustellen. Doch auf dem Weg dorthin müssen sie sich gegen ihre Feinde, zu denen nicht nur Fabelwesen und eine verführerische Hexe zählen, wehren.

Kinostart: 30.01.2014

www.47ronin-film.de

Zunächst denkt man noch, es geht in diesem technisch gut gemachten $ 170-Mio-Samuraifilm mit Keanu Reeves um subtile Kritik, aber die schwulstige Geigenmusik und der mit allen filmischen Mitteln forcierte Pathos verraten schnell die wahren Absichten: ein beschämendes Loblied auf Kadavergehorsam. Der von Ridley Scott geförderte Werbe- und Kurzfilmregisseur Carl Rinsch stellt seinen bewundernden Blick auf totale Unterwürfigkeit zur Schau. Gerade in einer Zeit, in der Japan unter den fatalen (atomaren) Folgen des hierarchischen, blinden Gehorsams und des daraus resultierenden Missmanagements leiden muss, wirkt die Hymne darauf abstoßend deplaziert.

Januar 19th, 2014 by kritiker

 

http://youtu.be/qOxyHqq4MGw

Seiner Vergangenheit kann keiner so schnell entkommen, das muss auch Ex-Agent Phil Broker (Jason Statham) schmerzlich feststellen: Nach dem Tod seiner Frau zieht er zusammen mit seiner Tochter Mattie (Izabela Vidovic) in eine Kleinstadt, um seine Arbeit in einer Drogenbekämpfungsbehörde hinter sich zu lassen. Doch der Zufall will es, dass Mattie in der neuen Schule ausgerechnet vom Neffen von Gator Bodine (James Franco), dem hiesigen Drogenboss, drangsaliert wird. Da sie sich aber gekonnt mit Schlägen wehrt, bleibt die Sache nicht ohne Folgen. Gator will Broker nun Angst einjagen und durchsucht sein Haus. Ihm wird schnell klar, dass Broker ein Agent in der Drogenbekämpfung war und sieht nun sein eigenes Imperium in Gefahr. Mit einer Privatarmee rückt er gnadenlos gegen Broker vor, der nicht nur seine Tochter schützen muss, sondern auch der Stadt Beistand leistet. Als dann aber Mattie entführt wird, kennt Broker kein Erbarmen und versucht Gator das Handwerk zu legen.

Kinostart: 23.01.2014

www.homefront-derfilm.de

Das Drehbuch hat Sylvester Stallone geschrieben – oder war es Stallones Katze, die die Actionbausteine „alleinerziehender-Ex-Undercover-Cop-zieht-in-Dorf-in-dem-Drogendealer-wohnen“ zusammengesetzt hat? Wahrscheinlich nicht – eine Katze hätte James Franco und Winona Ryder mehr Profil und gewitztere Dialoge gegönnt.

 

 

Januar 11th, 2014 by kritiker

 

Wertung für OV

Nach einer wahren Begebenheit erzählt THE WOLF OF WALL STREET die Geschichte des New Yorker Börsenmaklers Jordan Belfort (Leonardo DiCaprio). Belfort lebt seine eigene Version des amerikanischen Traums: Auf dem Weg nach oben findet er sich schnell in der korrupten Realität des Kapitals zurecht. Denn der Erfolg kennt nur eine Maxime: hemmungslose Habgier. Als Broker jongliert Belfort bald mit Millionen, feiert Ende der 80er- Jahre exzessive Erfolge mit seiner Maklerfirma „Stratton Oakmont“ und lebt schon mit Anfang 20 ein Leben in überbordendem Luxus und Überfluss – was ihm den Titel „The Wolf of Wall Street“ einbringt. Geld. Macht. Frauen. Drogen. Die Versuchungen lauern überall und ein Widerstehen ist nicht nötig! Belfort und seine Wolfsmeute lassen sich von keiner Behörde einschüchtern. Sie erkennen schnell, Bescheidenheit wird überbewertet und das Credo der Ellenbogengesellschaft lautet: Mehr ist nie genug!

Kinostart: 16.01.2014

http:the-wolf-of-wall-street

Drei Stunden knackige Unterhaltung ohne Langeweile – Martin Scorsese is back. Die hochgradig amoralische Story basiert auf der Selbstbeweihräucherung eines Börsenmaklers, nicht zu verwechseln mit einer „wahren Geschichte“. Das „Geschäftsmodell“ entspricht den „Wetten“ der Mafiosi: wenn sie gewinnen, zahlt der Andere, wenn sie verlieren, auch. Der Andere ist im Endeffekt der Steuerzahler. Die Risiken sind überschaubar, Gefängnis droht den wenigsten, auch wenn in den USA – anders als im bananenrepublikanischen Zockerparadies Deutschland – immerhin ein paar Bauernopfer vor Gericht gestellt werden.

Januar 1st, 2014 by kritiker

 

Mitten auf dem indischen Ozean wird ein Mann (Robert Redford) jäh aus dem Schlaf
gerissen. Seine zwölf Meter lange Segelyacht hat einen im offenen Meer treibenden
Schiffscontainer gerammt. Sein Navigations-Equipment und sein Funkgerät versagen in der
Folge den Dienst und er treibt mitten in einen gewaltigen Sturm hinein. In letzter Minute
gelingt es dem Mann, das Leck in seinem Boot notdürftig zu flicken. Er überlebt den Sturm
dank seiner seemännischen Intuition und Erfahrung mit knapper Not. Praktisch
manövrierunfähig treibt der Mann auf offener See. Seine letzte Hoffnung ist es, von der
Strömung in eine der großen Schifffahrtsstrecken getrieben zu werden. Unter der unerbittlich
sengenden Sonne, sieht sich der sonst so selbstbewusste und erfahrene Segler mit seiner
eigenen Sterblichkeit konfrontiert und kämpft einen verzweifelten Kampf ums Überleben….

Kinostart: 09.01.2014

www.all-is-lost.de

Robert Redford spielt einen Einhandsegler. Leider scheint Drehbuchautor/Regisseur Chandor weder allzu viel Ahnung vom Segeln noch von aussagekräftiger Pointierung und Charakterentwicklung zu haben. Nur Redfords Personality und die Erinnerung an seine hervorragenden Verdienste für die Filmlandschaft tragen durch das inszenatorische Mittelmaß.

 

Dezember 11th, 2013 by kritiker

 

Walter Mitty (Ben Stiller) arbeitet seit Jahren im Fotoarchiv der Zeitschrift Life!. Er ist ein Einzelgänger, der sich, um seinem grauen Alltag zu entfliehen, in abenteuerlichen, heldenhaften und romantischen Tagträumen verliert. Einziger Lichtblick ist die neue Kollegin Cheryl (Kristen Wiig), die Walter aus der Ferne bewundert. Eines Tages wird bekannt, dass Life! zukünftig nur noch online erscheinen und eine letzte Printausgabe herausgebracht werden soll, die auf dem Titel ein Bild des berühmten Life!-Fotografen Sean O’Connell (Sean Penn) zeigen soll. Doch das besagte Bild, das an Walter geschickt wurde, ist verschwunden. Motiviert durch Cheryl nimmt Walter all seinen Mut zusammen und begibt sich auf eine aufregende Reise ans andere Ende der Welt, die für ihn zu einem wunderbaren Abenteuer wird, das er sich nicht besser hätte erträumen können…

Kinostart: 01.01.2014

www.waltermitty-derfilm-mobil.de

Ben Stiller inszeniert und spielt einen Tagträumer, der aus langweiligen Situationen in seiner Vorstellung spannende macht. Hervorragend nachvollziehbar erzählt, so war es möglich einzudämmern und coole Szenen zu imaginieren. Insgesamt ganz nett, wenn auch streckenweise wie Tourismuswerbung.

 

 

November 18th, 2013 by kritiker

 

Katniss und Peeta haben die Hungerspiele überlebt. Doch viel mehr: Sie haben dem mächtigen Kapitol die Stirn geboten. Ihr Beispiel ermutigt die unterdrückte Bevölkerung in den Distrikten zur Rebellion gegen das Regime. Doch dann ändert Präsident Snow kurzerhand die Spielregeln und lässt alle bisherigen Gewinner bei den anstehenden Hungerspielen noch einmal gegeneinander antreten. Auch Katniss und Peeta werden in die Arena geschickt und müssen sich erneut dem Kampf ums Überleben stellen. Und langsam wird ihnen klar, dass sie in Wirklichkeit Teil eines viel größeren Plans sind…

Kinostart: 21.11.2013

www.tributevonpanem.de

Der zweite Teil der Sci-Fi Trilogie. Auch wenn das Produktionsdesign nur mäßig begeistert, der vermittelte Spirit ist überwiegend positiv. Die 146 Minuten ziehen sich ein wenig und einiges wirkt schlampig geschrieben, aber für jede Systemkritik – und sei sie auch noch so abstrakt märchenhaft oder teenietauglich infantil – darf man in der gegenwärtigen, gleichgeschalteten Kinowelt zombiehafter Affirmation dankbar sein.

 

November 7th, 2013 by kritiker

 

Wertung für OmU

Michael Fassbender spielt den COUNSELOR, einen Rechtsanwalt, der sich, verblendet von der Gier nach Macht und Geld, durch ein illegales Drogengeschäft mit fatalen Folgen in eine lebensbedrohliche Abwärtsspirale katapultiert. Das Zusammenspiel von Intrige und folgenschwerer Entscheidung zieht ihn an einen nie erahnten Abgrund.

Kinostart: 28.11.2013

www.thecounselormovie.com/de

Ridley Scott ist ein versierter Regisseur: das hochkarätige Ensemble (Fassbender, Diaz, Bardem, Pitt) wird eindrucksvoll in Szene gesetzt, die Atmosphäre ist dicht, die Bilder stimmig – allein es fehlt die Vision. Die Coen Brüder haben mit „No Country for Old Men“ eine Vorlage McCarthys differenziert umgesetzt, zwischen den Zeilen gelesen. Scott hingegen stellt eher sein handwerkliches Können zur Schau. Mehr Dimensionalität hätte nicht geschadet.

November 7th, 2013 by kritiker

 

Wertung für OmU

Nach einem langen Tag voller Castings ist der Pariser Theaterregisseur Thomas (Mathieu Amalric) kurz davor, alles hinzuwerfen. Keine der Schauspielerinnen, die sich ihm präsentieren, entspricht seinen Vorstellungen. Dann taucht Vanda (Emmanuelle Seigner) auf. Vanda scheint all das zu verkörpern, was Thomas zutiefst verabscheut: Sie ist naiv und einfältig, und würde vor nichts zurückschrecken, um die Rolle zu bekommen. Nur sehr widerwillig lässt er sie überhaupt vorsprechen. Während der Probe beginnt zwischen beiden ein intensives Spiel, das die heimlichsten Leidenschaften weckt…

Kinostart: 21.11.2013

www.venusimpelz-derfilm.de (demnächst)

Polanski verfilmt erneut ein Bühnenwerk, diesmal auf Grundlage eines Broadway Theaterstücks, das wiederum von Sacher-Masoch adaptiert wurde. Sein Alter Ego Mathieu Amalric (Schmetterling und Taucherglocke) imitiert Mimik und Pose des jungen Polanski, aber der Inszenierung mehr abzugewinnen als das Kreisen um Polanskis Psyche in Form eines launigen Kammerspiels ist kaum möglich. Die burleske Etüde bleibt oberflächlich, harmlos und zu wenig gegenwartsrelevant, auch wenn die Schlussszene grandios einlöst, was durchgehend mitschwingt.

November 7th, 2013 by kritiker

 

CAPTAIN PHILLIPS beschreibt die Entführung des US Containerschiffs MaerskAlabama durch somalische Piraten im Jahr 2009.  Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen dem kommandierenden Offizier der Alabama, Kapitän Richard Phillips (TOM HANKS), und dem somalischen Piratenkapitän Muse (BARKHAD ABDI), der ihn entführt. Phillips und Muse geraten auf einen unumkehrbaren Kollisionskurs, als Muse und seine Crew das unbewaffnete Schiff von Phillips ins Visier nehmen. In der Folge kommt es zu einer äußerst verfahrenen Pattsituation und die beiden Männer finden sich 145 Meilen vor der somalischen Küste Kräften ausgeliefert, die jenseits ihrer Kontrolle liegen.

Kinostart: 14.11.2013

www.captain-phillips.de

Erstaunlich nüchtern erzählt, spannend bis zur letzten Minute. Tom Hanks spielt hervorragend. Ärgerlicherweise wurde auf Dokumentarfilmstil getrimmt, die Bildqualität ist unterdurchschnittlich. Auch wenn erfreulicherweise nicht nur eine Seite beleuchtet wird, bleibt ein Militärpropaganda-Nachgeschmack. Die Situation der Somalis wird angedeutet, für einen wirklich großen Film fehlen Backgrounds – beispielsweise Fakten zur illegalen Überfischung durch Großkonzerne vor der afrikanischen Küste. Würden Greenpeace und Umweltaktivisten gefördert, anstatt bekämpft und Warlords keine Waffen verkauft, hätten die USA und Europa Milliarden Militärausgaben sparen können.