April 13th, 2015 by kritiker

 

Während der Jubiläumsrede Hitlers am 8. November 1939 wird ein Mann an der Grenze zur Schweiz wegen des Besitzes verdächtiger Gegenstände festgenommen. Nur Minuten später explodiert im Münchner Bürgerbräukeller unmittelbar hinter dem Rednerpult des „Führers“ eine Bombe und reißt acht Menschen in den Tod. Der Mann ist Georg Elser (Christian Friedel), ein Schreiner aus dem schwäbischen Königsbronn. Als man bei ihm eine Karte des Anschlagsortes und Sprengzünder findet, wird er dem Chef der Kripo im Reichssicherheitshauptamt Arthur Nebe (Burghart Klaußner) und dem Gestapochef Heinrich Müller (Johann von Bülow) zum Verhör überstellt. Von ihnen erfährt Elser, dass sein Vorhaben gescheitert ist – dass der Mann, den er töten wollte, um das Blutvergießen des gerade begonnenen Weltkriegs zu verhindern, den Bürgerbräukeller 13 Minuten vor der Explosion verlassen hat. Tagelang wird Elser von Nebe und Müller verhört, tagelang hält er ihren Fragen stand. Bis er schließlich gesteht – und die Geschichte seiner Tat schildert. So erinnert sich Elser, wie der Nationalsozialismus langsam in seinem Heimatdorf metastasierte. Wie er versuchte, sich gemeinsam mit seinem besten Freund Josef Schurr (David Zimmerschied) und wenigen anderen dagegenzustellen. Wie er Elsa (Katharina Schüttler) kennen lernte, sich in sie verliebte, sich wegen seiner Pläne aber von ihr, seinen Freunden und seiner Familie abwenden musste. Und wie er schließlich handelte – wie er die Bombe baute und am Anschlagsort in nächtelanger Arbeit einbaute. Er, der seine Tat ganz allein beging, wie er Nebe und Müller immer wieder beschwört, die ihn foltern, um Hintermänner zu finden. Nach den Verhören kommt er in die KZs Sachsenhausen und Dachau, wo Georg Elser schließlich auf Befehl Hitlers am 9. April 1945 ermordet wird – nur wenige Tage vor Ende des Krieges.

Kinostart: 09.04.2015

www.elser-derfilm.de

Die erstaunte Freude vor dem Kinobesuch darüber, dass ein linker Widerstandskämpfer Beachtung findet, verfliegt innerhalb von Minuten: Es scheint vor allem um Geschichtsfälschung zu gehen. Der kommunistische Elser soll unbedingt als christlich motiviert dargestellt werden. Denn das ist die offizielle Geschichtsschreibung nach dem 2. Weltkrieg: Ein Gewissen hatten nur ein paar betende Christen. Die Millionen nicht religiösen linken Widerstandskämpfer – die eigentliche Gegenmacht zum mörderischen Regime – werden bis heute meist verschwiegen. Die filmische Umsetzung ist dramaturgisch schwach, ermüdend vorhersehbar, wirklich Spannendes wird konsequent ausgeklammert.

November 24th, 2014 by kritiker

 

Wertung für OV

In Alejandro G. Iñárritus existenzieller Komödie erhofft sich Riggan Thomson (Michael Keaton) durch seine Inszenierung eines ambitionierten neuen Theaterstücks am Broadway, neben anderen Dingen, vor allem eine Wiederbelebung seiner dahin siechenden Karriere. Zwar handelt es sich um ein ausgesprochen tollkühnes Unterfangen – doch der frühere Kino-Superheld hegt größte Hoffnungen, dass dieses kreative Wagnis ihn als Künstler legitimiert und jedermann, auch ihm selbst, beweist, dass er kein abgehalfterter Hollywood-Star ist. Doch während die Premiere des Stücks unaufhaltsam näher rückt, wird Riggans Hauptdarsteller durch einen verrückten Unfall bei den Proben verletzt und muss schnell ersetzt werden. Auf den Vorschlag von Hauptdarstellerin Lesley (Naomi Watts) und auf das Drängen seines besten Freundes und Produzenten Jake (Zach Galifianakis) hin engagiert Riggan widerwillig Mike Shiner (Edward Norton) – ein unberechenbarer Typ, aber eine Garantie für viele Ticketverkäufe und begeisterte Kritiken. Bei der Vorbereitung auf sein Bühnendebüt muss er sich nicht nur mit seiner Freundin, Co-Star Laura (Andrea Riseborough), und seiner frisch aus der Entzugsklinik kommenden Tochter und Assistentin Sam (Emma Stone) auseinandersetzen, sondern auch mit seiner Ex-Gattin Sylvia (Amy Ryan), die gelegentlich vorbeischaut, um die Dinge in ihrem Sinn zu richten.

Kinostart: 05.02.2015

www.fox.de/birdman

Gut besetzt, hervorragend gespielt. Die Kritik an Blenderei durch immer gleiche Spezialeffekte beschreibt die momentane Entwicklung von Inhalt zu Hohlheit in teurerer Verpackung – immer mehr Geld, um immer belangloseres Nichts zu verpacken. Reizung und Förderung niederer Instinkte, Verrohung und verdummende Kulturlosigkeit anstatt Mut und neue Denkweisen.
Allerdings bleiben die Erkenntnisse zu beschränkt, um Begeisterung auszulösen.

November 17th, 2014 by kritiker

 

Wertung für OV

Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence) konnte von den Rebellen aus der Arena gerettet und in dem zerstört geglaubten Distrikt 13 in Sicherheit gebracht werden. Für die unterdrückte Gesellschaft wird sie zum Symbol des Aufstands gegen das Kapitol. Als der Krieg ausbricht, der das Schicksal Panems für immer bestimmen wird, muss Katniss sich entscheiden: Kann sie den Rebellen rund um Präsidentin Coin (Julianne Moore) trauen? Und was kann sie tun, um Peeta (Josh Hutcherson) aus den Fängen des Kapitols zu retten und Panem in eine bessere Zukunft zu führen?

Kinostart: 20.11.2014

www.thehungergamesexplorer.com

Aus Rebellen sind Uniformierte in Einheitsoverall geworden, die in Flugzeugträger-ähnlichen, hochtechnisierten Unterkünften hausen und auf Kommando grüßen und applaudieren. Unter der Führung einer Oberbefehlshaberin. Ein scharfer Blick ist vonnöten, um beabsichtigte Täuschung von einlullender Propaganda zu unterscheiden. Denn erst der letzte Teil bringt Aufklärung. Bis dahin sind Zweifel angesagt.
Suzanne Collins veranstaltet ein Wechselbad der Gefühle. Inwieweit Szenen- und Kostümdesign – durch die kollektive Erinnerungen geweckt werden – ihren Vorstellungen entsprechen, kann spekuliert werden. Die Kampfschreie lösen jedenfalls ungute Gefühle aus.
Die Dynamik gerechtfertigter Empörung gegenüber Ungerechtigkeiten und Grundrechte einschränkender Systeme bleibt auf der Strecke, weil keinerlei Werte oder Überzeugungen dem Handeln zugrunde liegen. Das mag ein Zeichen der Zeit sein, aber die Kraft, die der Erzählung verlorengeht und der fehlende Mut sind zu bedauern. Die Protagonistin bleibt Spielball, anstatt selbst aus Überzeugung zu handeln.

Oktober 31st, 2014 by kritiker

 

Da sich unsere Zeit auf der Erde dem Ende zuneigt, unternimmt ein Forscherteam die wohl wichtigste Mission in der Geschichte der Menschheit: Es reist jenseits dieser Galaxie, um andere Lebensräume im Weltall für die Menschen zu erkunden.

Kinostart: 06.11.2014

www.Interstellar-derFilm.de

Unlogiken, Absurditäten und Jammerei sind leichter zu ertragen, wenn Fluchtmöglichkeiten bestehen. Ohne die Möglichkeit larmoyanten Schwätzern die Tür vor der Nase zuzuschlagen oder umzuschalten, ziehen sich 3 Stunden endlos in die Länge. Auch wenn wissenschaftliche Erkenntnisse im Film kaum eine Rolle spielen oder durch Abstrusitäten ersetzt werden – die Relativität von Zeit wurde eindrucksvoll bewiesen.

 

September 27th, 2014 by kritiker

 

Regisseur David Fincher zeichnet in seinem Thriller GONE GIRL – basierend auf dem weltweiten Bestseller von Gillian Flynn – das Psychogramm einer Ehe auf. Wie gut kennt man den Menschen, den man liebt, wirklich? Diese Frage stellt sich Nick Dunne (Ben Affleck) an seinem fünften Hochzeitstag, dem Tag, an dem seine schöne Frau Amy (Rosamund Pike) spurlos verschwindet. Unter dem Druck der Polizei und des wachsenden Medienspektakels, bröckelt Nicks Darstellung einer glücklichen Ehe. Durch seine Lügen, Täuschungen und sein merkwürdiges Verhalten stellt sich jeder bald dieselbe unheimliche Frage: Hat Nick Dunne seine Frau ermordet?

Kinostart: 02.10.14

www.gonegirl-derfilm.de

Bitter, dunkel und langsam zu genießen (149 Min.) – aber aufputschend und so entschleiernd, dass eine leichte Unruhe bleibt. David Fincher verfilmt den Roman von Gillian Flynn und verzichtet auf Zucker – kein süßes Leckerli lenkt vom Wesentlichen ab. Die Geschichte erzeugt gesundes Misstrauen gegenüber einer gefährlich verlogenen Welt.

 

September 8th, 2014 by kritiker

 

Wertung für OV

In einer scheinbar perfekten Welt leben die Menschen ohne Schmerzen, Leiden oder Krieg – alle Menschen sind gleich. Alles ist vorherbestimmt – von der Geburt über die Wahl des Berufs und des Partners bis hin zum Tod. Falsche Entscheidungen können nicht getroffen werden. Aber die Bewohner haben auch keine Erinnerungen und Gefühle. Eines Tages wird der 16-jährige Jonas auserwählt, um das höchste Amt der Gemeinschaft einzunehmen: der „Hüter der Erinnerung“. Angeleitet wird er dabei von seinem Vorgänger, der sein langjähriges Wissen an Jonas weitergibt. Jonas erfährt, was sonst niemand weiß, und erlebt zum ersten Mal wahre Freude und Liebe aber auch Trauer und Schmerzen. Er soll stellvertretend für alle Menschen die Erinnerung an ein früheres Leben bewahren. Doch je mehr er erkennt, welch hohen Preis die Menschheit für ihre perfekte Welt zahlen muss, desto klarer wird ihm, dass es nur eine Möglichkeit gibt, sie zu retten…

Regie: Phillip Noyce, mit Jeff Bridges, Meryl Streep, Brenton Thwaites, Alexander Skarsgård, Katie Holmes, Odeya Rush, Taylor Swift

Kinostart: 02.10.2014

http://hueterdererinnerung.de

Verfilmung des Bestsellers aus den Neunzigern, mit Jeff Bridges und Meryl Streep. Sogar simpel in Szene gesetzt fasziniert sozialkritischer Science-Fiction. Die Auseinandersetzung mit dem Kontext, in dem wir leben (werden), ermöglicht Reflexion, die Voraussetzung für Verbesserungen und gesellschaftliche Innovation sein kann. Selbst wenn auf der Leinwand unausgereifter Flachsinnn läuft, befinden wir uns in einer Situation, die zum Nachdenken auf Metaebene anregt. Und wird es dann immer schlimmer und dümmer, unlogisch und zusammenhangslos – so entsteht doch in unseren Köpfen ein Impuls zur Infragestellung von Systemen; oder Drehbüchern, denen dutzende Seiten fehlen.

Die Klischees sind bekannt: unkontrollierte Gefühle gut – kontrollierte Gefühle böse. So ist das, wenn es nur zwei Schubladen gibt, die aus der Marketingabteilung der Fünfziger stammen (und von eigentlichen Problemen ablenken sollen). Dass unkontrollierte Gefühle sehr leicht zu beeinflussen sind und daraus viel Leid und Zerstörung resultiert, wird vielleicht erkannt, wenn irgendwann die Sechziger wiederentdeckt werden.

Juli 22nd, 2014 by kritiker

 

Einmal im Jahr ist jedes Verbrechen erlaubt und es gibt nur ein Ziel: überlebe diese Nacht! Sommer 2014: Wieder ist Purge-Night. Ein Paar sitzt aufgrund einer Autopanne auf offener Straße fest und auch eine hilflose Frau und deren Tochter sind dem Chaos der Purge-Night völlig ausgeliefert. Ein Polizist könnte ihre allerletzte Hoffnung sein, die Nacht zu überleben…

Regie: James DeMonaco

Besetzung: Frank Grillo, Michael K. Williams, Zach Gilford

Kinostart: 31.07.2014

http://the-purge-anarchy.html

Das $9 Mio. Budget wurde sinnvoll eingesetzt, trotzdem ist die Inszenierung auffallend mittelmäßig – Chargieren und Überspielen hätten sogar einem ungeübten Regisseur auffallen müssen. So zerstört DeMonaco sein eigenes Werk durch Anfängerfehler. Das ist schade, denn die Gesellschaftskritik verfolgt einen ganz eigenen, spannenden Ansatz. Schon vor dem weltweiten Start hat Purge 2 in den USA über $30 Mio. eingespielt. Obwohl geldträchtig und kathartisch, wird Kritik (insbesondere in SciFi-Form) von den (in Deutschland staatlichen) Wächtern der Geldtöpfe immer noch größtenteils boykottiert und kleingehalten.

Juli 13th, 2014 by kritiker

 

Der vor zehn Jahren freigesetzte Virus hat den größten Teil der Menschheit ausgerottet und die wenigen Überlebenden hausen in städtischen Ruinen, die von ihrer einstigen Zivilisation übrig geblieben sind. Während einer Expedition in den Wald trifft eine Gruppe um Malcom (Jason Clarke) auf ein intelligentes Volk der Affen, das dort unter der Führung von Caesar (Andy Serkis) lebt. Malcom und Ellie (Keri Russell) erkennen, dass diese wie auch die Menschen nur verteidigen wollen, was ihnen wichtig ist: ihre Heimat, ihre Familien und ihre Freiheit. Gemeinsam plädieren sie für gegenseitiges Verständnis und erwirken ein Friedensabkommen, welches jedoch von kurzer Dauer ist. Für Dreyfus (Gary Oldman) sind die Affen schuld am Virus und damit die erklärten Feinde. Er findet zahlreiche Anhänger, die vor Gewalt nicht zurückschrecken. Ein letzter Eklat scheint unausweichlich – es kommt zum Kampf, der die Vorherrschaft über die Erde endgültig entscheiden soll.

Kinostart: 07.08.2014

www.planetderaffen-revolution.de

So schön Affengesichtsanimationen in Überlänge und die Vermeidung allzu simpler Klischees auch sein mögen – Metaebenen und horizonterweiternde Allegorien, die über die altbekannte „manchmal-hilft-eben-nur-Gewalt-Dramaturgie“ hinausgehen, hätten so manche Gewichtsverlagerung auf dem Kinosessel vermeiden können.

 

Juli 11th, 2014 by kritiker

 

Wertung für OV

I ORIGINS, der zweite Film von Drehbuchautor und Regisseur Mike Cahill, erzählt die Geschichte von Dr. Ian Gray (Michael Pitt), einem Molekularbiologen, der die Evolution des Auges untersucht. Nach einer flüchtigen Begegnung mit einer exotischen jungen Frau (Astrid Bergès-Frisbey), die ihm kurz darauf entgleitet, vermischt sich seine Arbeit zusehends mit seinem Privatleben. Als Ian seine Forschung Jahre später mit seiner Partnerin Karen (Brit Marling) fortsetzt, machen sie eine erstaunliche wissenschaftliche Entdeckung, die weitreichende Folgen hat und sowohl seine wissenschaftliche Überzeugung erschüttert als auch seinen spirituellen Glauben erweckt. Während einer Reise um die halbe Welt riskiert er alles, was er je wusste, um seine Theorie zu bestätigen. Regisseur und Drehbuchautor Mike Cahill konnte bereits für seinen ersten sehr persönlichen Film ANOTHER EARTH zahlreiche Preise gewinnen, u.a. den Spezialpreis der Jury als Bestes Drama beim Sundance Festival 2011. Mit seinem neuen Film I ORIGINS ist es Mike Cahill ein weiteres Mal in origineller Weise gelungen, spannende wissenschaftliche Forschungen mit emotionaler Kraft zu verknüpfen. Brit Marling, die mit ANOTHER EARTH ihren Durchbruch erzielte, überzeugt mit ihren Starqualitäten und ihrem intensiven Spiel ebenfalls in I ORIGINS. Michael Pitt, der mit Rollen in BOARDWALK EMPIRE sowie in FUNNY GAMES U.S. bekannt wurde, übernimmt die Rolle des Molekularbiologen, der mit seiner bahnbrechenden Entdeckung die existentiellen Überzeugungen der Menschen auf den Kopf stellt. Astrid Bergès-Frisbey gab 2011 ihr internationales Filmdebüt im vierten Teil der Piraten-Saga, PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN als Meerjungfrau Syrena.

Kinostart: 25.09.2014

www.foxsearchlight.com/iorigins

113 Minuten, um ein „Wunder“ zu konstruieren, damit Religion gerechtfertigt werden kann. Nach Another Earth hätte man vermuten können, dass Mike Cahill eine neue US-Independent-Erzählart entwickelt, aber die Enttäuschung über die peinliche Überangepasstheit könnte kaum großer sein. Dass Cahill versucht massenhaftes Scannen der Augen in Entwicklungsländern im Auftrag der US-Geheimdienste als der Wissenschaft zuträglich darzustellen, verwundert – angesichts einer Geisteshaltung, in der Unverständnis als „Gottesbeweis“ herhalten muss – dann auch nicht mehr.  Schade um Schauspieltalente wie Brit Marling.

Mai 22nd, 2014 by kritiker

 

Das epische Action-Abenteuer spielt in naher Zukunft: Mit unerbittlicher Härte fällt eine außerirdische Spezies über die Erde her – keine Armee der Welt kann sie aufhalten. Major Bill Cage (Cruise) verfügt über keinerlei Kampferfahrung, als er ohne Vorwarnung zu einem Einsatz abkommandiert wird, den man nur als Selbstmordkommando bezeichnen kann. Cage wird innerhalb weniger Minuten getötet, landet aber unbegreiflicherweise in einer Zeitschleife, die ihn dazu verdammt, dasselbe grausige Gefecht ständig aufs Neue zu durchleben: Wieder und immer wieder muss er kämpfen und sterben … Doch mit jeder Auseinandersetzung gewinnt Cage an Erfahrung und reagiert immer versierter auf die Gegner, wobei ihn die Kämpferin Rita Vrataski (Blunt) von den Special Forces tatkräftig unterstützt. Indem sich Cage und Rita dem Kampf gegen die Außerirdischen stellen, ergibt sich aus jedem wiederholten Einsatz eine neue Chance, die Alien-Invasoren zu überwinden.

In den Hauptrollen Tom Cruise und Emily Blunt. Zur internationalen Besetzung zählen auch Bill Paxton („Aliens“, HBO-Serie „Big Love“), Noah Taylor („Lawless – Die Gesetzlosen“), Kick Gurry (australische TV-Serie „Tangle“), Dragomir Mrsic („Snabba Cash II“), Charlotte Riley („Die Tore der Welt“), Jonas Armstrong (BBC-TV-Serie „Robin Hood“), Franz Drameh („Attack the Block“), Masayoshi Haneda („Emperor“) und Tony Way („Verblendung“).
Doug Liman („Die Bourne Identität“, „Mr. & Mrs. Smith“) inszeniert „Edge of Tomorrow“ nach dem Drehbuch von Christopher McQuarrie und Jez Butterworth & John-Henry Butterworth sowie nach der Romanvorlage „All You Need Is Kill“ von Hiroshi Sakurazaka.

Kinostart:29.05.2014

www.edgeoftomorrowmovie.com

Der militärisch-industrielle Komplex lässt grüßen – wie auch unzählige optisch beeindruckende Ballerspiele ist dieser Scifi-Kriegsfilm mit Tom Cruise überzeugend umgesetzt. Und sogar die Story geht dramaturgisch auf – wenn auch teilweise geklaut, nur bedingt logisch und nach Schema F, immerhin wird es nicht langweilig. Die Aussage ist fragwürdig, manche Untertöne sind bedenklich.
Es geht wieder mal um Opferbereitschaft und die (als positiv dargestellte) Wandlung zum schießwütigen Helden. Der Feind ist ein gigantisches Hirn, das sich im Louvre einquartiert hat. Wer unbedingt will, kann darin auf der Metaebene uramerikanische Ressentiments und Minderwertigkeitskomplexe gegenüber europäischer Kultur erkennen. Offensichtlich und eindeutiger ist allerdings die (wenn auch nur oberflächliche) Kritik an kleingeistig dümmlichen Befehlshabern – und die tut gut.

 

Mai 11th, 2014 by kritiker

 

Die offizielle Inhaltsbeschreibung lautet: „In diesem epischen Abenteuer tritt das berühmteste Ungeheuer der Welt gegen bösartige Bestien an, die mithilfe arroganter Wissenschaftler die Zukunft der gesamten Menschheit bedrohen.“ Man fragt sich, ob die Verantwortlichen für obige Inhaltsangabe den Film verstanden oder überhaupt gesehen haben: „Arrogante Wissenschaftler“ bedrohen keineswegs die gesamte Menschheit – ob hinter dieser Interpretation debile Kreationisten stecken, kann man nur vermuten.

Gareth Edwards inszeniert „Godzilla“ mit den Hauptdarstellern Aaron Taylor-Johnson („Kick-Ass“), Oscar®-Kandidat Ken Watanabe („Inception“), Elizabeth Olsen („Martha Marcy May Marlene“), Oscar®-Preisträgerin Juliette Binoche („Der englische Patient“) und Sally Hawkins („Blue Jasmine“) sowie Oscar®-Kandidat David Strathairn („Good Night, and Good Luck“) und Bryan Cranston („Argo“).

Kinostart: 15.05.2014

www.godzillamovie.com

Beeindruckend erschreckend – hochentwickelte Technik, Techniker und Künstler in den Händen von geistig Minderbemittelten, die nicht mal fähig sind einfachste logische Zusammenhänge herzustellen; dazu charakterlos ohne Personality. Zeichen der Zeit.
Die SFX-Actionbilder knallen gut rein, werden aber leider immer wieder unterbrochen durch kostengünstige „Storyelemente“. Zu der Erkenntnis, dass knackige 90 Minuten befriedigender wären als 123 zeitraubende, sind offensichtlich nur noch Wenige in verantwortlicher Position in der Lage.

April 10th, 2014 by kritiker

 

Es ist toll, Spider-Man (ANDREW GARFIELD) zu sein. Sich zwischen Wolkenkratzern hin und her zu schwingen, ist für Peter Parker das Größte. Er genießt es, ein Held zu sein und Zeit mit Gwen (EMMA STONE) zu verbringen. Doch Spider-Man zu sein, hat auch seinen Preis: Nur er kann die Bewohner New Yorks vor den furchteinflößenden Bösewichten schützen, die die Stadt bedrohen. Als Electro (JAMIE FOXX) auftaucht, muss sich Peter einem Gegner stellen, der viel mächtiger ist als er selbst. Und als sein alter Freund Harry Osborn (DANE DEHAAN) zurückkehrt, erkennt Peter, dass alle seine Feinde eines gemeinsam haben: OsCorp.

Die Hauptrollen in THE AMAZING SPIDER-MAN 2™: RISE OF ELECTRO spielen Andrew Garfield, Emma Stone, Jamie Foxx, Dane DeHaan, Paul Giamatti und Sally Field. Regie führte Marc Webb nach einem Drehbuch von Alex Kurtzman, Roberto Orci und Jeff Pinkner, basierend auf dem Marvel Comic Buch von Stan Lee

Kinostart: 17.04.2104

www.theamazingspiderman2.de

Das Spinnennetz trägt maximal 15 Minuten (die SFX-Szenen aus dem Trailer) der 145 Gesamtlänge. Niemand würde ein Gebäude für 200 Millionen bauen, ohne Architekten und Statiker zu Rate zu ziehen, aber der arme Spidey wird offenbar ohne Expertise befähigter Dramaturgen gnadenlos Gä(hn)wittern ausgeliefert.