September 27th, 2014 by kritiker

 

Regisseur David Fincher zeichnet in seinem Thriller GONE GIRL – basierend auf dem weltweiten Bestseller von Gillian Flynn – das Psychogramm einer Ehe auf. Wie gut kennt man den Menschen, den man liebt, wirklich? Diese Frage stellt sich Nick Dunne (Ben Affleck) an seinem fünften Hochzeitstag, dem Tag, an dem seine schöne Frau Amy (Rosamund Pike) spurlos verschwindet. Unter dem Druck der Polizei und des wachsenden Medienspektakels, bröckelt Nicks Darstellung einer glücklichen Ehe. Durch seine Lügen, Täuschungen und sein merkwürdiges Verhalten stellt sich jeder bald dieselbe unheimliche Frage: Hat Nick Dunne seine Frau ermordet?

Kinostart: 02.10.14

www.gonegirl-derfilm.de

Bitter, dunkel und langsam zu genießen (149 Min.) – aber aufputschend und so entschleiernd, dass eine leichte Unruhe bleibt. David Fincher verfilmt den Roman von Gillian Flynn und verzichtet auf Zucker – kein süßes Leckerli lenkt vom Wesentlichen ab. Die Geschichte erzeugt gesundes Misstrauen gegenüber einer gefährlich verlogenen Welt.

 

September 8th, 2014 by kritiker

 

Wertung für OV

In einer scheinbar perfekten Welt leben die Menschen ohne Schmerzen, Leiden oder Krieg – alle Menschen sind gleich. Alles ist vorherbestimmt – von der Geburt über die Wahl des Berufs und des Partners bis hin zum Tod. Falsche Entscheidungen können nicht getroffen werden. Aber die Bewohner haben auch keine Erinnerungen und Gefühle. Eines Tages wird der 16-jährige Jonas auserwählt, um das höchste Amt der Gemeinschaft einzunehmen: der „Hüter der Erinnerung“. Angeleitet wird er dabei von seinem Vorgänger, der sein langjähriges Wissen an Jonas weitergibt. Jonas erfährt, was sonst niemand weiß, und erlebt zum ersten Mal wahre Freude und Liebe aber auch Trauer und Schmerzen. Er soll stellvertretend für alle Menschen die Erinnerung an ein früheres Leben bewahren. Doch je mehr er erkennt, welch hohen Preis die Menschheit für ihre perfekte Welt zahlen muss, desto klarer wird ihm, dass es nur eine Möglichkeit gibt, sie zu retten…

Regie: Phillip Noyce, mit Jeff Bridges, Meryl Streep, Brenton Thwaites, Alexander Skarsgård, Katie Holmes, Odeya Rush, Taylor Swift

Kinostart: 02.10.2014

http://hueterdererinnerung.de

Verfilmung des Bestsellers aus den Neunzigern, mit Jeff Bridges und Meryl Streep. Sogar simpel in Szene gesetzt fasziniert sozialkritischer Science-Fiction. Die Auseinandersetzung mit dem Kontext, in dem wir leben (werden), ermöglicht Reflexion, die Voraussetzung für Verbesserungen und gesellschaftliche Innovation sein kann. Selbst wenn auf der Leinwand unausgereifter Flachsinnn läuft, befinden wir uns in einer Situation, die zum Nachdenken auf Metaebene anregt. Und wird es dann immer schlimmer und dümmer, unlogisch und zusammenhangslos – so entsteht doch in unseren Köpfen ein Impuls zur Infragestellung von Systemen; oder Drehbüchern, denen dutzende Seiten fehlen.

Die Klischees sind bekannt: unkontrollierte Gefühle gut – kontrollierte Gefühle böse. So ist das, wenn es nur zwei Schubladen gibt, die aus der Marketingabteilung der Fünfziger stammen (und von eigentlichen Problemen ablenken sollen). Dass unkontrollierte Gefühle sehr leicht zu beeinflussen sind und daraus viel Leid und Zerstörung resultiert, wird vielleicht erkannt, wenn irgendwann die Sechziger wiederentdeckt werden.

Juli 22nd, 2014 by kritiker

 

Einmal im Jahr ist jedes Verbrechen erlaubt und es gibt nur ein Ziel: überlebe diese Nacht! Sommer 2014: Wieder ist Purge-Night. Ein Paar sitzt aufgrund einer Autopanne auf offener Straße fest und auch eine hilflose Frau und deren Tochter sind dem Chaos der Purge-Night völlig ausgeliefert. Ein Polizist könnte ihre allerletzte Hoffnung sein, die Nacht zu überleben…

Regie: James DeMonaco

Besetzung: Frank Grillo, Michael K. Williams, Zach Gilford

Kinostart: 31.07.2014

http://the-purge-anarchy.html

Das $9 Mio. Budget wurde sinnvoll eingesetzt, trotzdem ist die Inszenierung auffallend mittelmäßig – Chargieren und Überspielen hätten sogar einem ungeübten Regisseur auffallen müssen. So zerstört DeMonaco sein eigenes Werk durch Anfängerfehler. Das ist schade, denn die Gesellschaftskritik verfolgt einen ganz eigenen, spannenden Ansatz. Schon vor dem weltweiten Start hat Purge 2 in den USA über $30 Mio. eingespielt. Obwohl geldträchtig und kathartisch, wird Kritik (insbesondere in SciFi-Form) von den (in Deutschland staatlichen) Wächtern der Geldtöpfe immer noch größtenteils boykottiert und kleingehalten.

Juli 13th, 2014 by kritiker

 

Der vor zehn Jahren freigesetzte Virus hat den größten Teil der Menschheit ausgerottet und die wenigen Überlebenden hausen in städtischen Ruinen, die von ihrer einstigen Zivilisation übrig geblieben sind. Während einer Expedition in den Wald trifft eine Gruppe um Malcom (Jason Clarke) auf ein intelligentes Volk der Affen, das dort unter der Führung von Caesar (Andy Serkis) lebt. Malcom und Ellie (Keri Russell) erkennen, dass diese wie auch die Menschen nur verteidigen wollen, was ihnen wichtig ist: ihre Heimat, ihre Familien und ihre Freiheit. Gemeinsam plädieren sie für gegenseitiges Verständnis und erwirken ein Friedensabkommen, welches jedoch von kurzer Dauer ist. Für Dreyfus (Gary Oldman) sind die Affen schuld am Virus und damit die erklärten Feinde. Er findet zahlreiche Anhänger, die vor Gewalt nicht zurückschrecken. Ein letzter Eklat scheint unausweichlich – es kommt zum Kampf, der die Vorherrschaft über die Erde endgültig entscheiden soll.

Kinostart: 07.08.2014

www.planetderaffen-revolution.de

So schön Affengesichtsanimationen in Überlänge und die Vermeidung allzu simpler Klischees auch sein mögen – Metaebenen und horizonterweiternde Allegorien, die über die altbekannte „manchmal-hilft-eben-nur-Gewalt-Dramaturgie“ hinausgehen, hätten so manche Gewichtsverlagerung auf dem Kinosessel vermeiden können.

 

Juli 11th, 2014 by kritiker

 

Wertung für OV

I ORIGINS, der zweite Film von Drehbuchautor und Regisseur Mike Cahill, erzählt die Geschichte von Dr. Ian Gray (Michael Pitt), einem Molekularbiologen, der die Evolution des Auges untersucht. Nach einer flüchtigen Begegnung mit einer exotischen jungen Frau (Astrid Bergès-Frisbey), die ihm kurz darauf entgleitet, vermischt sich seine Arbeit zusehends mit seinem Privatleben. Als Ian seine Forschung Jahre später mit seiner Partnerin Karen (Brit Marling) fortsetzt, machen sie eine erstaunliche wissenschaftliche Entdeckung, die weitreichende Folgen hat und sowohl seine wissenschaftliche Überzeugung erschüttert als auch seinen spirituellen Glauben erweckt. Während einer Reise um die halbe Welt riskiert er alles, was er je wusste, um seine Theorie zu bestätigen. Regisseur und Drehbuchautor Mike Cahill konnte bereits für seinen ersten sehr persönlichen Film ANOTHER EARTH zahlreiche Preise gewinnen, u.a. den Spezialpreis der Jury als Bestes Drama beim Sundance Festival 2011. Mit seinem neuen Film I ORIGINS ist es Mike Cahill ein weiteres Mal in origineller Weise gelungen, spannende wissenschaftliche Forschungen mit emotionaler Kraft zu verknüpfen. Brit Marling, die mit ANOTHER EARTH ihren Durchbruch erzielte, überzeugt mit ihren Starqualitäten und ihrem intensiven Spiel ebenfalls in I ORIGINS. Michael Pitt, der mit Rollen in BOARDWALK EMPIRE sowie in FUNNY GAMES U.S. bekannt wurde, übernimmt die Rolle des Molekularbiologen, der mit seiner bahnbrechenden Entdeckung die existentiellen Überzeugungen der Menschen auf den Kopf stellt. Astrid Bergès-Frisbey gab 2011 ihr internationales Filmdebüt im vierten Teil der Piraten-Saga, PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN als Meerjungfrau Syrena.

Kinostart: 25.09.2014

www.foxsearchlight.com/iorigins

113 Minuten, um ein „Wunder“ zu konstruieren, damit Religion gerechtfertigt werden kann. Nach Another Earth hätte man vermuten können, dass Mike Cahill eine neue US-Independent-Erzählart entwickelt, aber die Enttäuschung über die peinliche Überangepasstheit könnte kaum großer sein. Dass Cahill versucht massenhaftes Scannen der Augen in Entwicklungsländern im Auftrag der US-Geheimdienste als der Wissenschaft zuträglich darzustellen, verwundert – angesichts einer Geisteshaltung, in der Unverständnis als „Gottesbeweis“ herhalten muss – dann auch nicht mehr.  Schade um Schauspieltalente wie Brit Marling.

Mai 22nd, 2014 by kritiker

 

Das epische Action-Abenteuer spielt in naher Zukunft: Mit unerbittlicher Härte fällt eine außerirdische Spezies über die Erde her – keine Armee der Welt kann sie aufhalten. Major Bill Cage (Cruise) verfügt über keinerlei Kampferfahrung, als er ohne Vorwarnung zu einem Einsatz abkommandiert wird, den man nur als Selbstmordkommando bezeichnen kann. Cage wird innerhalb weniger Minuten getötet, landet aber unbegreiflicherweise in einer Zeitschleife, die ihn dazu verdammt, dasselbe grausige Gefecht ständig aufs Neue zu durchleben: Wieder und immer wieder muss er kämpfen und sterben … Doch mit jeder Auseinandersetzung gewinnt Cage an Erfahrung und reagiert immer versierter auf die Gegner, wobei ihn die Kämpferin Rita Vrataski (Blunt) von den Special Forces tatkräftig unterstützt. Indem sich Cage und Rita dem Kampf gegen die Außerirdischen stellen, ergibt sich aus jedem wiederholten Einsatz eine neue Chance, die Alien-Invasoren zu überwinden.

In den Hauptrollen Tom Cruise und Emily Blunt. Zur internationalen Besetzung zählen auch Bill Paxton („Aliens“, HBO-Serie „Big Love“), Noah Taylor („Lawless – Die Gesetzlosen“), Kick Gurry (australische TV-Serie „Tangle“), Dragomir Mrsic („Snabba Cash II“), Charlotte Riley („Die Tore der Welt“), Jonas Armstrong (BBC-TV-Serie „Robin Hood“), Franz Drameh („Attack the Block“), Masayoshi Haneda („Emperor“) und Tony Way („Verblendung“).
Doug Liman („Die Bourne Identität“, „Mr. & Mrs. Smith“) inszeniert „Edge of Tomorrow“ nach dem Drehbuch von Christopher McQuarrie und Jez Butterworth & John-Henry Butterworth sowie nach der Romanvorlage „All You Need Is Kill“ von Hiroshi Sakurazaka.

Kinostart:29.05.2014

www.edgeoftomorrowmovie.com

Der militärisch-industrielle Komplex lässt grüßen – wie auch unzählige optisch beeindruckende Ballerspiele ist dieser Scifi-Kriegsfilm mit Tom Cruise überzeugend umgesetzt. Und sogar die Story geht dramaturgisch auf – wenn auch teilweise geklaut, nur bedingt logisch und nach Schema F, immerhin wird es nicht langweilig. Die Aussage ist fragwürdig, manche Untertöne sind bedenklich.
Es geht wieder mal um Opferbereitschaft und die (als positiv dargestellte) Wandlung zum schießwütigen Helden. Der Feind ist ein gigantisches Hirn, das sich im Louvre einquartiert hat. Wer unbedingt will, kann darin auf der Metaebene uramerikanische Ressentiments und Minderwertigkeitskomplexe gegenüber europäischer Kultur erkennen. Offensichtlich und eindeutiger ist allerdings die (wenn auch nur oberflächliche) Kritik an kleingeistig dümmlichen Befehlshabern – und die tut gut.

 

Mai 11th, 2014 by kritiker

 

Die offizielle Inhaltsbeschreibung lautet: „In diesem epischen Abenteuer tritt das berühmteste Ungeheuer der Welt gegen bösartige Bestien an, die mithilfe arroganter Wissenschaftler die Zukunft der gesamten Menschheit bedrohen.“ Man fragt sich, ob die Verantwortlichen für obige Inhaltsangabe den Film verstanden oder überhaupt gesehen haben: „Arrogante Wissenschaftler“ bedrohen keineswegs die gesamte Menschheit – ob hinter dieser Interpretation debile Kreationisten stecken, kann man nur vermuten.

Gareth Edwards inszeniert „Godzilla“ mit den Hauptdarstellern Aaron Taylor-Johnson („Kick-Ass“), Oscar®-Kandidat Ken Watanabe („Inception“), Elizabeth Olsen („Martha Marcy May Marlene“), Oscar®-Preisträgerin Juliette Binoche („Der englische Patient“) und Sally Hawkins („Blue Jasmine“) sowie Oscar®-Kandidat David Strathairn („Good Night, and Good Luck“) und Bryan Cranston („Argo“).

Kinostart: 15.05.2014

www.godzillamovie.com

Beeindruckend erschreckend – hochentwickelte Technik, Techniker und Künstler in den Händen von geistig Minderbemittelten, die nicht mal fähig sind einfachste logische Zusammenhänge herzustellen; dazu charakterlos ohne Personality. Zeichen der Zeit.
Die SFX-Actionbilder knallen gut rein, werden aber leider immer wieder unterbrochen durch kostengünstige „Storyelemente“. Zu der Erkenntnis, dass knackige 90 Minuten befriedigender wären als 123 zeitraubende, sind offensichtlich nur noch Wenige in verantwortlicher Position in der Lage.

April 10th, 2014 by kritiker

 

Es ist toll, Spider-Man (ANDREW GARFIELD) zu sein. Sich zwischen Wolkenkratzern hin und her zu schwingen, ist für Peter Parker das Größte. Er genießt es, ein Held zu sein und Zeit mit Gwen (EMMA STONE) zu verbringen. Doch Spider-Man zu sein, hat auch seinen Preis: Nur er kann die Bewohner New Yorks vor den furchteinflößenden Bösewichten schützen, die die Stadt bedrohen. Als Electro (JAMIE FOXX) auftaucht, muss sich Peter einem Gegner stellen, der viel mächtiger ist als er selbst. Und als sein alter Freund Harry Osborn (DANE DEHAAN) zurückkehrt, erkennt Peter, dass alle seine Feinde eines gemeinsam haben: OsCorp.

Die Hauptrollen in THE AMAZING SPIDER-MAN 2™: RISE OF ELECTRO spielen Andrew Garfield, Emma Stone, Jamie Foxx, Dane DeHaan, Paul Giamatti und Sally Field. Regie führte Marc Webb nach einem Drehbuch von Alex Kurtzman, Roberto Orci und Jeff Pinkner, basierend auf dem Marvel Comic Buch von Stan Lee

Kinostart: 17.04.2104

www.theamazingspiderman2.de

Das Spinnennetz trägt maximal 15 Minuten (die SFX-Szenen aus dem Trailer) der 145 Gesamtlänge. Niemand würde ein Gebäude für 200 Millionen bauen, ohne Architekten und Statiker zu Rate zu ziehen, aber der arme Spidey wird offenbar ohne Expertise befähigter Dramaturgen gnadenlos Gä(hn)wittern ausgeliefert.

 

 

April 4th, 2014 by kritiker

 

Die Erde in naher Zukunft: Ewiges Eis und Schnee bedecken den einst so grünen Planeten. Kein Leben rührt sich mehr. Nur ein Zug, der einsam durch die verlassene Schneelandschaft fährt, bietet den überlebenden Menschen noch Schutz vor der tödlichen Kälte. Hier haben sie ihre letzte Zuflucht gefunden. Doch die Masse der verbliebenen Menschheit fristet im hinteren Teil des Zuges ein Leben in ewiger Dunkelheit, während vorne die wenigen reichen Passagiere im Luxus schwelgen. Aber die Zeichen stehen auf Veränderung. Eine Revolution steht kurz bevor …

Kultregisseur Bong Joon-ho (THE HOST), der bereits mit Filmen wie THE HOST und MOTHER international für Furore sorgte, konnte einen großartigen internationalen Cast vor der Kamera versammeln. In den Hauptrollen glänzen Chris Evans (CAPTAIN AMERICA), Tilda Swinton (MICHAEL CLAYTON), John Hurt (ALIEN), Ed Harris (A HISTORY OF VIOLENCE), Jamie Bell (KING KONG) und Song Kang-ho (THE HOST).

Kinostart: 03.04.2014

www.snowpiercer.de

Koreanischer, abstrakt mangaesker Science-Fiction, der mit künstlerisch wertvollen, gesellschaftskritischen Allegorien besticht. Auch wenn die Metabenen fragwürdig sind und einige Klischees nicht unbedingt zu Wahrheit und Weltverbesserung führen mögen, so regt Bong Joon-hos Werk zu kritischem Denken an und inspiriert.

 

 

März 30th, 2014 by kritiker

 

In RIO2 – DSCHUNGELFIEBER wartet ein Dschungel-Abenteuer auf Blu, Jewel und ihre drei Kinder. Sie verlassen die magische Großstadt Rio, um auf der Spurensuche nach ihren Vorfahren in die Wildnis des Amazonas aufzubrechen. Blu wird aus seiner vertrauten Umgebung herausgerissen und ist plötzlich in einem Land, das er nicht kennt. Während er versucht, Nigels hinterhältigem Racheplan zu entgehen, trifft er auf einen furchterregenden Gegner – seinen Schwiegervater.

Regie: Carlos Saldanha (Rio)
Deutsche Sprecher: David Kross (Blu), Johanna Klum (Jewel), Mr. Reedoo & Mateo von Culcha Candela (Nico & Pedro), Roberto Blanco (Raffael), Christian Brückner (Nigel) und Annett Louisan (Gabi)

Kinostart: 03.04.2014

www.rio2-derfilm.de

Familientauglicher Animationsfilm. Der Charme der drolligen Charaktere reißt mit. Real existierende Gefahren für die Natur werden nicht komplett ausgeblendet – man fühlt sich erfrischend unterhaltsam daran erinnert, in welcher Situation sich irdisches Leben befindet und auf welcher Seite man stehen möchte.

 

 

März 24th, 2014 by kritiker

 

Auf Krawall gebürstet, sozial inkompetent und modisch nicht ganz up-to-date: Luise (Iris Berben) ist eine höchst anerkannte Biologin, die außer ihrem Beruf und ihrer liebenswerten Mutter (Carmen-Maja Antoni) nichts und niemanden wirklich mag. Als man beschließt, die unbequeme 60-Jährige elegant in den frühzeitigen Ruhestand zu schicken, ist Luise außer sich. Und die Ärgernisse nehmen kein Ende: In einem Park trifft sie auf Frans (Edgar Selge), einen eitlen Galeristen im offensichtlichen Jugendwahn. Beim Joggen von einem Hexenschuss niedergestreckt, fleht er Luise an, ihn sofort zum Arzt zu schleppen. Luise lässt sich erweichen, doch schnell stellt sich heraus: Beide finden sich auf Anhieb – komplett unsympathisch. Luise hat allerdings für derlei Belanglosigkeiten sowieso keine Zeit. Sie steht vor einer gewagten Entscheidung, die ihren tristen Alltag komplett verändern soll. Turbulente Ereignisse, die sowohl das Leben von Luise als auch das von Frans ordentlich durcheinander wirbeln, nehmen daraufhin ihren Lauf…

Kinostart: 24.04.2013

www.senator.de/movie/miss-sixty

Deutscher Fernsehfilm (als Kinofilm vermarktet). Wieso gute Bilder oder eine halbwegs funktionierende Geschichte bieten – in gewisse systemkonforme Taschen fließen staatliche Fördergelder offensichtlich vorbehaltlos.

 

 

 

März 22nd, 2014 by kritiker

 

Allan Karlsson (Robert Gustafsson) hat Geburtstag. Er wird 100 Jahre alt. Doch anstatt sich auf die geplante Geburtstagsfeier zu freuen, verschwindet er lieber kurzerhand aus dem Altersheim und macht sich in seinen Pantoffeln auf den Weg zum örtlichen Busbahnhof. Raus aus der Langeweile und rein in ein neues Abenteuer, dass ist Allans Ziel. Während seiner Reise kommt er erst zu einem riesigen Vermögen, findet neue Freunde und trifft auf Gauner, Ganoven und Kriminelle, bevor er sich mit Elefantendame Sonja auf den Weg nach Indonesien macht. All das ist für Allan aber schon lange nichts Besonderes mehr, hat er doch die letzten 100 Jahre maßgeblich dazu beigetragen das politische Geschehen in der Welt unbewusst auf den Kopf zu stellen…

www.derhundertjaehrige-film.de

Kinostart: 20.03.2014

Dieser schwedische Forrest Gump hinterlässt Leichen. Seine possierliche Unbewusstheit erschwert dem unbedarften Zuschauer womöglich, ihn für sein Handeln verantwortlich zu machen. Trotz leichtem Humor und netter Machart ist ein aufmerksamer, reflektierter Blick vonnöten – der allerdings durch ermüdende Längen gegen Ende immer schwerer fällt.