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Kinostart: 18.05.2017
Die Crew des Kolonisationsraumschiffs Covenant ist unterwegs zu einem abgelegenen Planeten am Rand der Galaxie. Sie entdeckt – wie sie glaubt – ein unerforschtes Paradies, aber tatsächlich ist es eine dunkle, gefährliche Welt. Als die Crew mit einer ihre Vorstellungskraft übersteigenden Bedrohung konfrontiert wird, muss sie einen grauenvollen Fluchtversuch unternehmen.
Regie: Ridley Scott
Darsteller: Katherine Waterston, Michael Fassbender, James Franco (winzige Nebenrolle), Noomi Rapace, Guy Pearce, Danny McBride
Beeindruckend, dass es möglich ist, so viel so wenig Durchdachtes in 2 Stunden zu komprimieren – bis ins kleinste Detail geht diese Besessenheit, die offensichtlich ansteckend war. Womit dann auch der kreationistische Grundgedanke anschaulich verdeutlicht wird: Der Fisch stinkt vom Gott her (bzw. dem was als „Gott“ verkauft werden soll).
Lustig war die, wie eine Entschuldigung wirkende, Tafel nach dem Abspann: Durch diesen Film wurde einer großen Anzahl Menschen Arbeit ermöglicht. Das wird auch immer wieder als Argument für die staatliche Förderung von US-Trivialkommerz angeführt – Steuergeld das dann bei der Entwicklung anspruchsvollerer inländischer Produktionen fehlt. Dass durchdachtere Filme auch Arbeit schaffen und sogar eher auf Dauer, weil abgeschmackte die Lust auf Kino zerstören können, wäre wohl zu weit gedacht.
Gastbeitrag von I.W. und ihrer Tochter ohne Daumen-Bewertung
Kinostart: 25.05.2017
Die Vorstellung, den Rest des Schuljahres im Internat zu verbringen statt daheim in Berlin, finden die Zwillinge Hanni (Laila Meinecke) und Nanni (Rosa Meinecke) mehr als uncool. Aber ihre Mutter Susanne (Jessica Schwarz) bleibt hart: Sie selbst ist beruflich unterwegs, und wenn Hannis und Nannis Vater Charlie (Sascha Vollmer) allein auf die Zwillinge aufpassen muss, kommt nur Chaos dabei heraus … So landen die beiden Mädchen im Internat Lindenhof. Die Zwillinge beschließen, so viel Unsinn wie möglich anzustellen, damit sie noch innerhalb der Probezeit wieder von der Schule fliegen. Doch dann findet Nanni unter den Reitschülerinnen neue Freunde und im Pferd Pegasus eine Aufgabe, während Hanni weiter an ihrem Rausschmiss arbeitet. Zum ersten Mal in ihrem Leben gehen die Zwillinge getrennte Wege. Als Hanni im Wald auf den grummeligen Godehard (Henry Hübchen) mit seinem Hund Lochness trifft, ahnt sie nicht, dass in Godehards Haus der Schlüssel zu dem Geheimnis versteckt ist, das den Lindenhof vor dem drohenden Verkauf bewahren kann… Werden die Zwillinge sich wieder zusammen raufen? Und können sie das Internat retten?
Darsteller: Laila Meinecke, Rosa Meinecke, Katharina Thalbach, Maria Schrader, Henry Hübchen, Jessica Schwarz, Sascha Vollmer, Julia Koschitz, Lucas Reiber, Luise Wolfram, Lia Huber, Lynn Dortschack, Shenia Pitschmann, Ella Lee, Faye Montana, Maja Meinhardt u.v.m.
Regie: Isabell Šuba
Drehbuch: Katrin Milhahn und Antonia Rothe-Liermann
Produzenten: Sebastian Werninger (UFA FICTION) und Hermann Florin (FEINE FILME)
Wer noch mit der (damals) pädagogisch wertvollen Sesamstraße aufgewachsen ist, dem streuben sich die Haare. Insbesondere der unkritische Umgang mit fremden, persönlichen Daten lässt schaudern. Jüngere, weibliche Hanni und Nanni Fans kommen jedoch laut eigenen Aussagen voll auf ihre Kosten.
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Wertung für OmU (teils falsch übersetzte Untertitel)
Kinostart: 01.06.2017
Mit 15 beginnt Tarquin Ramsay sein Projekt zum Thema Meinungsfreiheit. Fünf Jahre später ist daraus ein Dokumentarfilm geworden, in dem Datenschutz- und Anti-Überwachungsaktivisten wie Julien Assange und Jacob Appelbaum, aber auch der Schauspieler Jude Law ihre Sicht zum aktuellen Status der Meinungsfreiheit und ihrer Bedrohung in verschiedenen westlichen Ländern äußern.
Diese reportageartige Dokumentation über Meinungsfreiheit ist derart misslungen, dass Paranoide glauben könnten, es handele sich um absichtliche Diffamierung kritischer Berichterstattung. Zumal auch hier wieder der Protagonist aus „The Love Police“ auftritt, der im Verdacht stand, unter falschem Anschein fragwürdige Botschaften zu verbreiten. Die teils sehr guten, anregend informativen Statements der Interviewten werden durch die unsympathische Machart und geistlose Kommentare in den Hintergrund gedrängt. Tragisch, dass über das Schwinden der Voraussetzungen demokratischer Strukturen kaum noch professionell berichtet wird. Wie schwierig das Publizieren fundierter Staatskritik in den Massenmedien geworden ist, dringt nicht an die Öffentlichkeit, im Verborgenen wird Vieles schon im Keim erstickt. Die Zahl der Länder, in denen Pressefreiheit nicht eingeschränkt wird, schrumpft kontinuierlich. Das Wissen darüber, dass Demokratie ständig verteidigt werden muss, scheint verloren zu gehen.
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Kinostart: 04.05.2017
Ein Landhaus im Grünen, ein Wochenende bei den Schwiegereltern in spe, der Empfang ist herzlich – vielleicht eine Spur „zu herzlich“. Schnell muss Chris (Daniel Kaluuya; Sicario) feststellen, dass mit der Familie seiner Freundin Rose (Allison Williams; Girls) etwas nicht stimmt. Bizarre Zwischenfälle verwandeln den vermeintlich entspannten Antrittsbesuch unversehens in einen ausgewachsenen Alptraum für den Familien-Neuling.
Besetzung: Daniel Kaluuya, Allison Williams, Bradley Whitford, Caleb Landry Jones, Stephen Root, Lakeith Stanfield und Catherine Keener
Regie & Drehbuch: Jordan Peele
Produzenten: Sean McKittrick, Jason Blum, Edward H. Hamm Jr., Jordan Peele
Wer nicht zu viel erwartet, wird nicht enttäuscht. Detailreich durchdacht – funktioniert. Ein angenehm unangehmes Gefühl bleibt, das zum Nachdenken anregt: Die allgegenwärtigen Hypnose- und Einlullversuche, denen wir tagtäglich ausgesetzt sind, werden so möglicherweise hinterfragt.
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Kinostart: 23.03.2017
15 Jahre sind vergangen, seitdem Stefan (LUCAS GREGOROWICZ) seiner Heimatstadt Würzburg den Rücken gekehrt hat. Eigentlich wollte er sich den Wunschtraum erfüllen, in der Karibik eine Strandbar zu eröffnen. Stattdessen hat er als Anwalt Karriere gemacht und steht nun in Dubai kurz davor, die toughe Geschäftsfrau Yasemin (MELANIE WINIGER) zu heiraten, deren Vater einer der einflussreichsten Männer der Emirate ist. Allerdings braucht er schnell noch seine Geburtsurkunde, die er sich in Deutschland abholen muss. Kein Ding. Kurz einfliegen und gleich wieder raus. Denkt sich Stefan. Doch dann trifft er seinen alten Kumpel Kai (MORITZ BLEIBTREU) wieder, mit dem er damals den Cannabis-Pizzalieferservice „Lammbock“ betrieben hat. Kai lebt jetzt in einer Kleinfamilie und schlägt sich mit einem neuen Asia-Lieferservice durch, den er „Lommbock“ nennt. Ein letzter gemeinsamer Joint bringt ungeahnte Probleme und wird für die Freundschaft der beiden zur echten Herausforderung: Denn die Vergangenheit kickt mitunter zeitverzögert…
Herrlich tiefenentspannendes Gegenmittel zur derzeitigen verantwortungslosen Drogenpolitik. Die zuständige Ministerin bewirbt im Amt eine Droge, die in Deutschland jährlich ca. 15.000 Tote plus schwere Krankheiten verursacht und verteufelt eine uralte Heilpflanze, deren Nutzung (auch noch nach der Gesetzesänderung) selbst für Schwerkranke durch schikanöse Bürokratie erschwert wird. Hier zeigt sich exemplarisch die ewig gestrige Inkompetenz, Heuchelei, Klientelpolitik und Bürgerrechtsfeindlichkeit der jetzigen Regierung. Lommbock umgarnt mit locker flockigem Charme ohne sich verlogen schleimig an herrschende Verhältnisse anzubiedern. Die Kritik am Saudi-Regime hätte schärfer ausfallen können. Trotzdem bemerkenswert für eine deutsche Produktion.
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Wertung für OV
Die Forschungsmission einer Gruppe Wissenschaftler auf einer internationalen Raumstation wird zu einem Trip in schlimmste Urängste: Eines Tages entdeckt das sechsköpfige Team einen sich rapide entwickelnden Organismus, der für die Auslöschung allen Lebens auf dem Mars verantwortlich ist und bald nicht nur die Crew, sondern auch den gesamten Planeten Erde bedroht.
Regisseur: Daniel Espinosa („Kind 44“, „Safe House“)
Darsteller: Jake Gyllenhaal („Southpaw“, „Prisoners“), Ryan Reynolds („Deadpool“, „Buried – Lebend begraben“), Rebecca Ferguson („Girl on the Train“, „Mission Impossible – Rogue Nation“)
Drehbuch: Paul Wernick, Rhett Reese
Kinostart: 23.03.2017
Horror auf der ISS – gespickt mit Unlogiken und potentiell rassistischen, unangenehm unausgegorenen Untertönen und Metaebenen. Die penetrant wiederholte Botschaft: Helfen ist tödlich. Hilfereflexe sind aber nie das eigentliche Problem, sondern fehlender Überblick, mangelndes Verständnis für möglicherweise weitreichende fatale Folgen, unzureichende Selbstdisziplin oder andere Absichten, die als Hilfe getarnt werden. Die Autoren von „Alien“ (1979) haben weiter gedacht und noch verstanden, dass es vorgeschobene und wirkliche Motivationen gibt, dass triebhafte, undurchdachte Gier stärker als Vernunft und verheerend sein kann; Sabotage sinnvoller Maßnahmen kann aus niederen Beweggründen von höchster Ebene gewollt sein. Life bleibt eindimensional und verschenkt Spannungspotential.
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Wertung für OV
Kinostart: 09.03.2017
Jordan Vogt-Roberts’ („Kings of Summer“) Film erzählt die Story eines sehr vielfältigen Teams aus Wissenschaftlern, Soldaten und Abenteurern, die sich gemeinsam auf eine unerforschte Pazifikinsel wagen: Die Insel birgt nicht nur Naturschönheiten, sondern auch große Gefahren, weil die Entdecker nicht ahnen, dass sie in das Revier des gewaltigen Kong eindringen. Weitab von der Zivilisation kommt es dort zur ultimativen Konfrontation zwischen Mensch und Natur. Schnell entwickelt sich die Forschungsreise zum Überlebenskampf, in dem es nur noch darum geht, dem urweltlichen Eden zu entkommen. Denn Menschen haben dort nichts verloren.
Die Hauptrollen in „Kong: Skull Island“ spielen Tom Hiddleston („The Avengers“, „Thor: The Dark Kingdom“), Samuel L. Jackson (Oscar®-Nominierung für „Pulp Fiction“, „Marvel’s The Avengers 2: Age of Ultron“), John Goodman („Transformers 4: Ära des Untergangs“, „Argo“), Oscar-Preisträgerin Brie Larson („Raum“, „Dating Queen“), Jing Tian („Police Story – Back for Law“), Toby Kebbell („Planet der Affen: Revolution“), John Ortiz („Steve Jobs“), Corey Hawkins („Straight Outta Compton“), Jason Mitchell („Straight Outta Compton“), Shea Whigham („The Wolf of Wall Street“), Thomas Mann („Ich und Earl und das Mädchen“) sowie Terry Notary („Planet der Affen: Revolution“) und John C. Reilly („Guardians of the Galaxy“, Oscar-Nominierung für „Chicago“).

Immer wenn man glaubt, blöder geht´s nicht mehr, kommt was noch Bekloppteres daher. Verhütung ist komplizierter als Kinder zeugen, deshalb wird Wrestling vielleicht schon in naher Zukunft als Höhepunkt US-amerikanischer Kultur gelten. Aber man sollte sich hüten, das dann als Tiefpunkt zu bezeichnen, denn es gibt ja auch noch die, die ernsthaft glauben, dass die Erde vor 7000 Jahren erschaff Trivial eklektisch.
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Wertung für OmU
Kinostart: 09.03.2017
MOONLIGHT erzählt die berührende Geschichte des jungen Chiron, der in Miami fernab jeglichen Glamours aufwächst. Der Film begleitet entscheidende Momente in Chirons Leben von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter, in denen er sich selbst entdeckt, für seinen Platz in der Welt kämpft, seine große Liebe findet und wieder verliert. MOONLIGHT ist ein einzigartiges Stück Kino über persönliche Augenblicke und Menschen, die uns prägen, Homosexualität und den Schmerz der ersten Liebe, der ein Leben lang nachhallen kann.
Drehbuch, Regie: Berry Jankins
Produktion: Brad Pitt, Adele Romanski, Dede Gardner, Jeremy Kleiner
Cast: Drei Schauspieler verkörpern die Hauptfigur Chiron in drei Phasen seines Lebens – Alex Hibbert, Ashton Sanders, Trevante Rhodes. In weiteren Rollen: Naomie Harris (SPECTRE, MANDELA), Mahershala Ali („Luke Cage“, „House of Cards“).
Coming of-Age. Unprätentiöse Annäherung an die affektiven Schichten einer Psyche. Je weniger über die einfach erzählte Handlung bekannt ist, desto intensiver das Verstrickungspotential. Berry Jankins spinnt ein emotionales Netz, gräbt sich in versteckte Gefühlslabyrinthe und drückt tief liegende Knöpfe.
Etwas zu klischeebeladen.
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Wertung für 3D im IMAX
Kinostart: 23.02.2017 im IMAX
A BEAUTIFUL PLANET ist ein atemberaubendes Porträt unserer Erde aus dem Weltall, das uns aus einem einzigartigen Blickwinkel ein neues Verständnis unseres Planeten und unserer Galaxie vermittelt. Der Film, der in Zusammenarbeit mit der National Aeronautics and Space Administration (NASA) gedreht wurde, zeigt beeindruckende Aufnahmen unseres wundervollen blauen Planeten, und welchen Einfluss die Menschheit im Lauf der Zeit auf ihn genommen hat. Die Bilder wurden von Astronauten an Bord der International Space Station (ISS) aufgenommen. Vom All aus gesehen strahlt die nächtliche Erde im elektrischen Licht und man sieht, wie sich die Menschheit auf dem Planeten ausbreitet – eine unmittelbare Visualisierung der Veränderungen in unserer Welt. Aber es liegt in unserer Hand, den Planeten zu beschützen. Indem wir unsere Galaxie weiter erforschen und zu neuen Erkenntnissen gelangen entwickeln wir auch eine tiefere Verbindung zu dem Ort, den wir unser Zuhause nennen. IMAX Entertainment und Toni Myers – die gefeierte Filmemacherin, die schon bei den IMAX-Dokumentarfilmen Blue Planet, Hubble 3D und Space Station 3D Regie geführt hatte — präsentieren mit A BEAUTIFUL PLANET einen Ehrfurcht einflößenden Blick auf unsere Erde und einen hoffnungsvollen Ausblick auf die Zukunft der Menschheit.
Erzählstimme in der Originalfassung: Jennifer Lawrence Kamera / Astronaut Training Manager: James L. Neihouse, ASC Space Operations: Marsha Ivins Drehbuch und Schnitt: Toni Myers Musik: Micky Erbe und Maribeth Solomon Sound Design: Peter Thillaye Executive Producer: Graeme Ferguson Co-Producer: Judy Carroll Produktion und Regie: Toni Myers Filmlänge: 45 Minuten http://abeautifulplanet.imax.com/
45-Minuten-IMAX-Doku: Der Blick von der ISS auf die Erde. Was real viele Millionen und jahrzehntelange Astro- und Kosmonautenausbildungen kostet, kann man im IMAX risikolos erleben. Ähnliche Bilder sind bekannt und der Kommentartext wirkt zuweilen ungenau bis undurchdacht apodiktisch. Das Faszinierende ist die Möglichkeit sinnlicher Erfahrung von Objektivierung – ein gesunder Perspektivwechsel, der natürliches Verantwortungsbewusstsein für einen bedrohten, einzigartigen Planeten reaktivieren kann.
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Wertung für OmU (teils ungenau übersetzt)
Kinostart: 23.02.2017
Der packende Doku-Thriller DO NOT RESIST enthüllt die rasante Militarisierung der US-Polizei und gibt einen schockierenden Ausblick auf die Zukunft der Polizeiarbeit unter der globalen Terrorgefahr. Regisseur Craig Atkinson begleitet SWAT-Spezialeinheiten auf ihren adrenalingeladenen Einsätzen, gerät mit der Kamera zwischen die Fronten der Ausschreitungen in Ferguson und dringt bis tief in die Überwachungszentralen, die an Science-Fiction Filme erinnern, vor. Dabei entsteht das schockierende Bild einer sich im Wandel befindenden Weltmacht, die umstrittene Technologien wie Predictive Policing Algorithmen und kriegsbewährte Taktiken und Überwachungsmethoden gegen ihre eigenen Bürger einsetzt. Ein aufrüttelnder Film, der eine düstere Zukunft unter „Law & Order“-Präsidenten Donald Trump erahnen lässt.
Dokumentation über die Militarisierung der US-Polizei. Atmosphärisch dicht, spannender als mancher Sci-Fi, Augen öffnend. Polizisten, die auch gegen Demonstranten eingesetzt werden, bekommen Kriegswaffen – von Panzerfahrzeugen bis zu Bajonetten. Die Ausbilder und Chefs der Polizeibehörden bereiten auf Krieg vor. Das geht bis zu Entmenschlichung des „Gegners“ mittels Bezeichnung von Zivilisten als „Monster“ durch FBI Chef Comey. Angegriffen werden vor allem Bürger, die versuchen zu demonstrieren oder des Grasrauchens verdächtigt werden – sofern sie nicht reich sind. Anstatt die Kluft zwischen arm und reich zu verringern, wird zum Bürgerkrieg gegen die eigene Bevölkerung aufgerufen, der mit immer brutaleren Mitteln geführt wird. Das ist der Abgrund, auf den sich jede Gesellschaft zubewegt, die Neoliberalen die Macht überlässt. Auf Ursachen, größere Zusammenhänge und Taktik der Profiteure geht die 72-Minuten-Doku kaum ein – Fortsetzungen wären sinnvoll. Leider erfüllen die ÖR ihren Auftrag diesbezüglich nur ungenügend, unabhängige Kinos müssen anscheinend wieder die Vorreiterrolle übernehmen, denn in den Weiten digitaler Angebote geht viel verloren.
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Wertung für OmU
Kinostart: 16.02.2017
Zuerst war da eine Gelegenheit…dann passierte ein Verrat. 20 Jahre sind inzwischen vergangen. Vieles hat sich geändert, vieles ist auch völlig gleich geblieben. Mark Renton kehrt zurück an den einzigen Ort, den er jemals sein Zuhause nennen konnte. Und sie warten auf ihn: Spud, Sick Boy, und Begbie. Aber auch andere gute, alte Freunde warten bereits: Leid, Verlust, Freude, Rache, Hass, Freundschaft, Liebe, Sehnsucht, Angst, Reue, Diamorphin, Selbstzerstörung und Lebensgefahr, alle stehen Schlange, um ihn zu begrüßen, bereit zum Tanz.
Danny Boyle („Steve Jobs“; „Slumdog Millionaire“) übernahm erneut die Regie für den Film, der auf Irvine Welshs Roman „Porno“ aus dem Jahre 2006 basiert. Und natürlich sind auch Ewan McGregor („Verräter wie wir“; „Star Wars – Das Erwachen der Macht“), Ewen Bremner („Ich sehe den Mann Deiner Träume“; „Sterben für Anfänger“), Jonny Lee Miller („Elementary“; „Dark Shadows“) und Robert Carlyle („Once Upon a Time“; „28 Weeks Later“) wieder mit an Bord.
Die Fortsetzung eines Klassikers, einer gesellschaftskritischen Ikone der Filmgeschichte, weckt hohe Erwartungen – insofern ist die Enttäuschung um so größer, wenn diese nicht erfüllt werden. Die Handlung ist unoriginell, dumpf und fake. Kein Charme, kein Witz, keine tieferen Einsichten und Erkenntnisse. Die Kuh soll offensichtlich ohne große Anstrengungen einfach nur noch mal gemolken werden. Das Potential der großartigen Schauspieler bleibt ungenutzt.
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Inhaltliche Wertung 2. Blick
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Technische Wertung 3D-Blu-Ray: Inakzeptable Ghostings, 3D streckenweise mangelhaft.
3D-Blu-Ray Start: 09.03.2017
Der egozentrische Neurochirurg Dr. Stephen Strange (Benedict Cumberbatch), kann nach einem Autounfall nicht mehr operieren, da seine Hände verletzt wurden. Verzweifelt begibt er sich nach Tibet zur Einsiedlerin The Ancient One (Tilda Swinton), von der er sich Heilung verspricht. The Ancient One verwehrt ihm jedoch seinen Wunsch und ist zudem nicht nur eine Eremitin, sondern auch die magische Verteidigerin der Welt. Sie unterrichtet Dr. Strange in den mythischen Zauberkräften und bildet ihn zum Obersten Zauberer, zum Sorcerer Supreme, aus. Doch ein weiterer Schützling von The Ancient One, Baron Mordo, könnte für Doctor Strange zu einer großen Gefahr werden.
Regie: Scott Derrickson
Drehbuch: Jon Spaihts,Scott Derrickson,C. Robert Cargill
Mit: Benedict Cumberbatch, Tilda Swinton, Mads Mikkelsen
Kreiert wurde die Comicfigur „Doctor Strange“ ursprünglich von Steve Ditko in den späten 1960ern.
„Es geht nicht nur um dich“ gibt einen wichtigen Hinweis darauf, was Vielen gegenwärtig fehlt. Bewusstseinserweiterung kann nur ein erster Schritt sein. Wer nie über sich selbst hinaus denkt, erlebt und empfindet, vergeht – ohne auch nur eine Ahnung vom Eigentlichen, dem millionenjahrealten, planetaren Leben, haben zu können. Auch wenn das Gefühl „Teil eines größeren Ganzen“ zu sein, leicht missbraucht werden kann, so durchbrechen in diesem Fall das ungebändigt magnetisierende Erkenntnisstreben und das Verlangen Heilen und Schützen zu wollen diese Falle. Es lauern noch andere und vieles wirkt diffus aufgedunsen ohne Vielschichtigkeit oder tiefere Bedeutung.
