Juni 15th, 2013 by kritiker

 

Der ehemalige Superschurke Gru ist Familienvater geworden und lebt ein beschauliches Leben mit seinen drei Adoptivtöchtern Margo, Edith und Agnes. Nachdem er scheinbar mit seiner dunklen Vergangenheit abgeschlossen hat, muss er sich nun mit der Organisation von Kindergeburtstagen, ersten unliebsamen Verehrern seiner Töchter und aufdringlichen Verkupplungsversuchen seiner Nachbarin herumschlagen. Doch als mysteriöse Vorfälle auf spektakuläre Pläne eines neuen Superschurken hinweisen, wird Grus Idylle jäh gestört. Eine ultrageheime Organisation schickt ihre beste Agentin Lucy, um seine Hilfe einzufordern – ob er nun will oder nicht. Nach erster Skepsis stürzt sich Gru voller Eifer in seine neue Aufgabe: Die Welt zu retten. Bei diesem nicht ganz ungefährlichen Unterfangen kann er sich voll und ganz auf seine Minions verlassen, die ihn hochmotiviert und mit blinder Begeisterung unterstützen. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten merkt Gru schnell, dass ihn mit Lucy nicht nur die Jagd nach dem neuen Superschurken verbindet, sondern die beiden auch außerhalb der Verbrecherbekämpfung ein gutes Duo abgeben könnten. Das stellt ihn allerdings vor ganz neue Herausforderungen, in denen Gru über sich selbst hinauswachsen muss….

Kinostart: 04.07.2013

www.unverbesserlich2-film.de

Das Charakter-Design ist mal wieder zauberhaft, die Details sind herzallerliebst. Das vermittelte Weltbild ist verglichen mit anderen Animationsfilmen (z.B. Die Croods, Der Lorax) altbacken und die Story des ersten Teils war wesentlich spannender.

 

 

 

Juni 14th, 2013 by kritiker

 

Harry Deane (COLIN FIRTH) hat es satt. Jahrelang wurde der nüchtern-korrekte Kunstkurator von seinem exzentrischen, arroganten Boss Lionel Shahbandar (ALAN RICKMAN) gedemütigt. Jetzt will es Harry dem besessenen Kunstsammler und reichsten Mann Englands, heimzahlen und ihm für ein gefälschtes Meisterwerk von Claude Monet, das als verschollen galt, ein Vermögen abnehmen. Harrys alter Freund, Major Wingate (TOM COURTENAY), ein Meisterfälscher, wird das Bild malen, die Texanerin PJ Puznowski (CAMERON DIAZ) den Kauf als attraktiver Lockvogel anheizen. Dem Charme der quirligen Rodeokönigin, bei deren Großmutter das Meisterwerk „zufällig“ entdeckt wird, kann Shahbandar genauso wenig widerstehen wie der Anziehungskraft des lange gesuchten Gemäldes. Davon ist Harry überzeugt. Und so läuft die Verwirklichung seines gewagten Plans perfekt, doch nur in seinem Kopf scheint die Rechnung bis ins kleinste Detail aufzugehen. Denn das Leben, die Liebe und auch sein Boss bleiben unberechenbar…

Kinostart: 20.06.2013

http://gambit-derfilm.de

Sehr leichte, charmante Oldschool-Kriminal-Komödie mit Cameron Diaz und Colin Firth. Auf den Punkt besetzt, geschrieben von den Coen-Brüdern. Nett.

 

 

 

 

Juni 13th, 2013 by kritiker

 

Einmal im Jahr ist jedes Verbrechen erlaubt und es gibt nur ein Ziel: überlebe diese Nacht! Die Kriminalität in Amerika lässt sich nicht mehr eindämmen und die Gefängnisse sind überfüllt. Um die Lage in den Griff zu bekommen, etabliert der Staat den sogenannten Purge-Day, das heißt, er gewährt jedes Jahr eine zwölfstündige Generalamnestie: In dieser Zeitspanne bleiben alle illegalen Aktivitäten straffrei, Mord eingeschlossen. Die Polizei kommt niemandem zu Hilfe. Alle Krankenhäuser werden geschlossen. Eine Nacht lang bestimmen die Bürger ihre eigenen Regeln, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Der alljährliche Purge-Day steht kurz bevor und das heißt Hochbetrieb für James Sandine (Ethan Hawke), einem Spezialist für Sicherheitssysteme. Denn um der ausbrechenden Anarchie zu entfliehen, verbarrikadiert sich jeder, der es sich leisten kann, mit Hilfe modernster Technik in seinen eigenen vier Wänden. Es gilt 12 Stunden unbeschadet zu überstehen, so auch für James, seine Frau Mary (Lena Headey) und ihre beiden Kinder. Alles scheint sicher zu sein, bis plötzlich ein um Hilfe rufender Fremder vor ihrem Haus auftaucht. Als dieser Unterschlupf in deren Haus findet, gerät die bedrohliche Situation außer Kontrolle. Eine Kettenreaktion schrecklicher Ereignisse, die das Leben von Familie Sandine für immer verändern wird…

Kinostart: 13.06.2013

http://upig.the-purge

Beeindruckend fesselnd verstörende Gesellschaftskritik, die hoffentlich auch als solche vom US-Durchschnittszuschauer verstanden wird. Gutes Konzept mit kleinen Mängeln – insbesondere der erste Plotpoint hätte besser durchdacht sein dürfen. Die Umsetzung leidet unter der mangelnden Schauspielbegabung des Sohndarstellers. Wäre dieser anders besetzt und inszeniert worden, hätte das Werk ganz andere Höhen erreichen können.

Juni 11th, 2013 by kritiker

 

Wertung für OV

Das Ende steht unaufhaltsam bevor. Eine tödliche Pandemie breitet sich über Kontinente hinweg aus. Das Ausmaß der weltweiten Katastrophe mit unzähligen Toten und Infizierten ist kaum fassbar. Keine Regierung kann dem alltäglichen Chaos und Sterben noch etwas entgegensetzen. Eine Welt, wie wir sie kannten, gibt es nicht mehr und die gesamte Zivilisation steht am Rande des Untergangs: Es herrscht ein globaler Krieg – es herrscht der WORLD WAR Z!

Kinostart: 27.06.2013

www.worldwarz-film.de

Das lahme Rumgelatsche hat ein Ende: endlich schnelle Zombies in 3D. Brad Pitt versucht zu überleben und ist immer wieder sehenswert. Dass „die einzige Hoffnung Krieg“ sei, ist zwar nur ein reißerischer Werbespruch zum Film, zugleich aber auch Hinweis auf das, was Unbehagen auslöst.

Das Ende ist einigermaßen unbefriedigend, möglicherweise wird auf eine Fortsetzung spekuliert.

 

Juni 10th, 2013 by kritiker

 

Wertung für OV

Ein kleiner Junge erfährt, dass er über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt und nicht von der Erde stammt. Als junger Mann will er herausfinden, woher er kommt und welche Aufgabe ihn hier erwartet. Doch er muss zunächst den Helden in sich entdecken, um die Welt vor der Vernichtung zu bewahren und selbst zum Symbol der Hoffnung aller Menschen aufzusteigen.

Kinostart: 20.06.2013

www.ManOfSteel.de

Für einen kurzen Moment keimt die Hoffnung, dass ein anderer, tiefgründiger Blick auf die Superheldensaga eröffnet wird – die restlichen knapp zweieinhalb Stunden herrscht Zack Snyder mit stählerner Bildgewalt: Explosionen, sehr große Explosionen, einstürzende Häuser, abstürzende Flugzeuge. Eingebettet in hirnbefreiten Quark, gespickt mit extra hohlem Gequake. Auch wenn es mächtig bumst, erinnert ein Großteil des Feuerwerks an Transformers 3, der Kameramann ist derselbe. Und wenn schon 225-Mio-Kawumms in 3D, dann doch bitte auch wenigstens ein paar Trümmerteile Richtung Publikum.

Juni 4th, 2013 by kritiker

 

Wertung für OV

Nach einer Bruchlandung stranden der Teenager Kitai Raige (JADEN SMITH) und sein legendärer Vater Cypher (WILL SMITH) auf der Erde – 1000 Jahre nachdem katastrophale Ereignisse die Menschheit dazu gezwungen haben, diese zu verlassen. Da Cypher schwer verletzt wurde, muss sich Kitai auf einen gefährlichen Weg machen, um ein Notrufsignal abzusenden. Dabei muss er das feindliche und ihm fremde Gelände erkunden und sich gegen hochentwickelte Tiere zur Wehr setzen, die jetzt die Erde beherrschen. Und auch eine unaufhaltsame Alien-Kreatur, die bei dem Absturz entkommen ist, ist ihm dicht auf den Fersen. Vater und Sohn müssen lernen, zusammenzuarbeiten und einander zu vertrauen, wenn sie je wieder heil nach Hause zurückkehren wollen.

Kinostart: 06.06.2013

www.sony.afterearth-film.de

Will Smiths Sohn: „Das von Dir geschriebene Skript ist doch nur die dümmliche Nacherzählung der dümmsten Mission meines dümmlichsten Videospiels.“ Will Smith: „Wie heißt das?“ Sohn: „Videospiels, Sir. Jawohl, Sir!“

 

 

 

Juni 3rd, 2013 by kritiker

 

Wertung für OV

Planet Erde, irgendwann in der Zukunft. Fast die gesamte Menschheit ist von sogenannten Seelen besetzt. Diese nisten sich in die menschlichen Körper ein und übernehmen sie vollständig – nur wenige Menschen leisten noch Widerstand und überleben in den Bergen, Wüsten und Wäldern. Eine von ihnen ist Melanie (SAOIRSE RONAN). Als sie schließlich doch gefasst wird, wehrt sie sich mit aller Kraft dagegen, aus ihrem Körper verdrängt zu werden und teilt ihn fortan notgedrungen mit der Seele Wanda. Verzweifelt kämpft sie darum, ihren Geliebten Jared (MAX IRONS) wiederzufinden, der sich mit anderen Rebellen in der Wüste versteckt hält – und im Bann von Melanies leidenschaftlichen Gefühlen und Erinnerungen sehnt sich auch Wanda mehr und mehr nach Jared, den sie nie getroffen hat … Der ungewöhnliche Kampf zweier Frauen, die sich einen Körper teilen müssen, eine hinreißende Liebesgeschichte und die wohl erste Dreiecksgeschichte mit nur zwei Körpern.

Kinostart: 13.06.2013

www.concorde.seelen-derfilm.de

Auf die Gefühls- und Tränendrüse wird permanent gedrückt, Logik spielt keine große Rolle – weder in Details noch im Großen. Das hat einige unfreiwillige Komik und B-Movie-Feeling zur Folge.

 

 

 

Mai 29th, 2013 by kritiker

 

Der Vorzeige-Student Jeff Chang hat immer die Erwartungen seines Vaters erfüllt. Als ihn seine Freunde Casey und Miller an seinem 21. Geburtstag überraschen, lässt er sich von ihnen dazu überreden, an diesem Abend seine Volljährigkeit zu feiern, obwohl ihm am nächsten Morgen ein wichtiges Vorstellungsgespräch an der medizinischen Fakultät bevor steht. Die Tour durch die Bars wird zu einer chaotischen Nacht voller Ausschweifungen mit wild gewordenen Mädchen, verärgerten Typen und einer Verfolgungsjagd über den Campus, bei der nicht nur ihre Freundschaft, sondern auch ihr Lebenskonzept in Frage gestellt wird.  

Kinostart: 11.07.2013

www.falcom.21andover.de

Eindrucksvoller Beweis der zwei erstmals auch regieführenden Drehbuchschreiber, wer für die lustigen und originellen Momente der Hangover Reihe verantwortlich war: sie wohl eher nicht.

 

 

 

Mai 22nd, 2013 by kritiker

Ursprünglicher Titel: Something in the Air

 

Wertung für OmU, französischer Originaltitel: Après Mai

Paris in den frühen 1970er Jahren. Gilles (Clément Métayer), ein junger Student, lässt sich von der politisch aufgeladenen und kreativen Aufbruchstimmung seiner Zeit mitreißen und engagiert sich mit seinen Freunden für eine neue Gesellschaftsordnung. Dabei lernt er Christine (Lola Créton) kennen, die für die gleiche Sache kämpft wie er, und verliebt sich in sie. Neben der Liebe entdeckt er die Welt der Kunst und sein Interesse für Malerei und Film. Selbst sehr talentiert erkennt Gilles, dass die Zeit gekommen ist, seinem Leben eine Richtung zu geben – und er sucht, hin und her gerissen zwischen der Liebe zu Christine, seinen Freunden, seinen politischen Überzeugungen und seinen ganz persönlichen Träumen seinen eigenen Weg. Es sind bewegte Zeiten, und er muss klare Entscheidungen treffen, um den richtigen Platz im Leben zu finden…

Kinostart: 30.05.2013

www.diewildezeit-derfilm.de 

Angenehm nüchtern und unaufwändig, fast dokumentarfilmartig gefilmt. Gelassen, keine aufgebauschte Storyline, ungewöhnlich simpel – französisch zurückgenommen eben, so dass auffällt, wie sehr Hollywood mit am Fließband, nach Schema F produzierten künstlichen „Gefühlen“ inhaltliche Leere kaschiert. Mittlerweile ist es leider schwer vorstellbar geworden, dass ein solcher Film mit derartigen politischen Anklängen in Deutschland produziert werden könnte, deshalb ragt dieser, in einigen Belangen eher mediokre Film, momentan so liebenswürdig heraus. Leider bis jetzt kaum beworben vom deutschen Verleih.

Mai 22nd, 2013 by kritiker

 

Niko ist Ende zwanzig und hat vor einiger Zeit seinem Studium ade gesagt. Seitdem lebt er in den Tag hinein, driftet schlaflos durch die Straßen seiner Stadt und wundert sich über die Menschen seiner Umgebung. Niko ist ein Flaneur und Zuhörer, dem die Menschen ihre Geschichten erzählen. Mit stiller Neugier beobachtet er sie bei der Bewältigung des täglichen Lebens. Bis zu diesem turbulenten Tag: Seine Freundin zieht einen Schlussstrich, sein Vater dreht ihm den Geldhahn zu und ein Psychologe attestiert ihm „emotionale Unausgeglichenheit“. Eine sonderbare Schönheit namens Julika konfrontiert ihn mit den Wunden der gemeinsamen Vergangenheit, sein neuer Nachbar schüttet ihm bei Schnaps und Buletten sein Herz aus und in der ganzen Stadt scheint es keinen „normalen“ Kaffee mehr zu geben. Sollte Niko nach diesem Tag wirklich seine „Komfortzone“ verlassen und sein Leben ändern? Kriegt er am Ende vielleicht Julika? Und sogar die heißersehnte Tasse Kaffee?

DVD, Blu-ray Start: 24.05.2013

www.ohboy.x-verleih.de

Gerster trifft den Ton, das Werk ist in seiner Einfachheit stimmig. Resignation und Depression in schwarzweiß, anstatt energiegeladener Änderungsversuche, entsprechen staatlich verordneter Unterordnung und Angepasstheit. Der Spiegel, der hier vorgehalten wird, kratzt an keinen unbequemen Wahrheiten und ist prädestiniert für größtmöglichen Konsens. Die Genauigkeit der Adaption an momentane Umsetzungsmöglichkeiten lässt auf Zukünftiges, wünschenswerterweise Mutigeres hoffen.

Mai 15th, 2013 by kritiker

 

In „Der große Gatsby“ kommt der hoffnungsvolle Nachwuchsautor Nick Carraway im Frühjahr 1922 aus dem Mittelwesten nach New York City, das von lockeren Moralvorstellungen, Jazz-Glamour, mächtigen Alkoholschmugglern und ins Astronomische steigenden Aktien geprägt wird. Auf seiner Suche nach dem amerikanischen Traum wird Nick der Nachbar des geheimnisvollen, rauschende Feste feiernden Millionärs Jay Gatsby. Auf der anderen Seite der Bucht wohnt seine Cousine Daisy mit ihrem Mann, dem blaublütigen Frauenhelden Tom Buchanan. So erlebt Nick die faszinierende Welt der oberen Zehntausend und lernt ihre Illusionen, Romanzen und Täuschungsmanöver kennen. Von außen und von innen beobachtet Nick diese Welt, die ihn zu der Geschichte einer unmöglichen Liebe, unzerstörbarer Träume und eines tragischen Autounfalls inspiriert – womit er auch uns, unserer Gegenwart und unseren aktuellen Problemen den Spiegel vorhält.

Kinostart: 16.05.2013

wwws.warnerbros.de/thegreatgatsby

Die erste Hälfte überschlägt sich vor überambitionierter Poppigkeit – ohne Gespür für die Plotpoints. Später schimmert, wie unabsichtlich, die Story durch, als ob der Regisseur kurzzeitig vergessen hat seine stillosen Aufdringlichkeiten in den Vordergrund zu spielen – dann entfalten Fitzgeralds Erzählung und das Ensemble die größte Kraft.

 

 

Mai 7th, 2013 by kritiker

 

SCHIMPANSEN ist eine beeindruckende, humorvolle Geschichte von individuellem Triumph, Familienbanden und einem Baby-Schimpansen namens Oskar. Seine spielerische Neugier und Entdeckerlust zeigen die Intelligenz und den Einfallsreichtum dieser unserer engsten Verwandten im Tierreich. Das Leben nimmt eine dramatische Wende, als Oskar nach einer Begegnung mit einer rivalisierenden Schimpansenbande allein und verloren zurückbleibt. Er wird durch eine Überraschung gerettet, die sein Leben für immer verändern wird.

Kinostart: 09.05.2013

www.disneynature.schimpansen.de

Drei Jahre Drehzeit im Dschungel: Herausgekommen sind wunderschöne Naturbilder und das märchenhafte Portrait einer Affengruppe. Auch wenn der Kern der Geschichte tatsächlich so stattgefunden haben soll, ist vieles nicht dokumentarisch und wurde Disney-tauglich arrangiert: kein Sex, keine Grausamkeiten und keine Menschen, die Affenfleisch essen und den Lebensraum der Tiere abholzen. Der deutsche Kommentar lässt zu wünschen übrig. Es bleibt zu hoffen, dass die letzten wildlebenden Schimpansen vor der Ausrottung geschützt werden können.