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Gut besetztes Politdrama über die Geplänkel hinter den Wahlkampfkulissen. Ein irreligiöser US- Präsidentschaftskandidat, der überzeugend ethisch korrekte Standpunkte vertritt – schön wärs ja. Leider lassen sich auch hier immer noch zu viele Wähler vom ewigen Intrigentheater verwirren, anstatt den Blick auf dem Ball zu halten: den vernünftigen, idealistischen Inhalten jenseits gieriger Verlogenheit.
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Kinostart: 05.01.2012
Mockumentary. Christian Ulmen drückt die Schulbank mit echten Schülern und Lehrern. Einsichten in Lehrmethodik, die Dressur Motivation vorzuziehen scheint. Ulmen zeigt mal wieder, dass dümmlich clowneskes Verhalten, das sich mit Themen nicht wirklich auseinandersetzt, (bei Schülern) gut ankommt, zum Preis der Verunmöglichung differenzierter Stellungnahmen. Die dauernden krampfhaften Versuche Ulmens, Gottesglaube einzubringen, stoßen bei den Schülern auf Ablehnung. Glücklicherweise glauben Schüler heutzutage nicht mehr an Schöpfung und erkennen Religion als etwas Gestriges für Ungebildete. Die Ethiklehrerin wird daraufhin in einer Kirche von Ulmen vor laufenden Kameras genötigt, das Vaterunser aufzusagen – widerlich. So wird, möglicherweise ungewollt, auf die größte Bedrohung für das deutsche Bildungssystem hingewiesen. In Hessen beispielsweise wollte die CDU- Bildungsministerin Kreationismus als Pflichtlehre im wissenschaftlichen Unterricht einführen.
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Kinostart: 22.12.2011
BOUM! Guy Ritchie zeigt wo der Hammer hängt und trifft immer wieder den Nagel tief im Sehnerv. Hier stimmt alles: Tempo, Witz, Action, Stil, Schauspiel, Waffenhändler, die um des Profites willen Kriege provozieren – etwas mehr Philosophie, Erleuchtung und höhere Erkenntnisse – der Film wäre schwer zu toppen. An diesem Weltklasse-Popcornkino-Feuerwerk wird sich Zukünftiges messen müssen. Unbedingt auf großer Leinwand gucken.
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Schöne Bilder, in denen sich die Dramaturgie verliert. Wenn auch filmtechnisch gut umgesetzt, bleibt die Geschichte platt, grob klischeehaft und berührt zu wenig. Shakespeare als dummen Proleten darzustellen ist primitiv, vieles wird entgegen historischer Beweise einfach plump behauptet. Das Thema an sich ist interessant: der Blick hinter die Kulissen offenbart Zensur und Kampf um Wahrheit, der bis heute andauert. Emmerich musste sich auch selbst schon Plagiatsvorwürfen bzgl. „The Day After Tomorrow“ stellen. Meist wird leichtfertig übersehen, dass nichts mehr wirklich Herausragendes erschaffen wird, wenn Diebstahl geistigen Eigentums nicht sanktioniert wird, bzw. die wahren Urheber nicht entlohnt und originale Gedanken banalisiert werden. Der Wert neuer Ideen für die Gesellschaft wird fatalerweise völlig unterschätzt.
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Remake des schwedischen Vampirfilms „So finster die Nacht“. Von der Freizügigkeit, Subtilität und den feinen Zwischentönen des Originals ist der simpel grobschlächtige US-Nachahmungsversuch weit entfernt. Die dünne Story schleppt sich dahin, das Ende entschädigt einigermaßen. Und mal wieder wurde eine Geschichte banalisiert.
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Originaltitel: How to Train Your Dragon
www.howtotrainyourdragonintl.com
3D: gutes plastisches, konvexes und konkaves 3D.
Wunderschöner Animationsfilm, der alle Erwartungen übertrifft.
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Oberflächliche 60er-Jahre-Südstaaten Idealisierung, die sich als Sozialkritik tarnen will, in der übelster Rassismus irgendwie nicht ganz OK ist, aber als Teil eines konstruierten Klischee-Lifestyles trotzdem durchzugehen scheint. Das „Master and Servant“ Denken wird prinzipiell nicht in Frage gestellt, solange die „Neger“ nur etwas besser behandelt werden.
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Download per Videoload (kostenpflichtig)
40-minütiges Experiment zur Überwindung der Gedankenkontrolle, die den deutschen Film erstickt. Absurd ist, dass man den groß angekündigten Penis des Hauptdarstellers nicht in voller Länge zu sehen bekommt. Auch wenn in diesem Fall die erotische Story banal ist und das Werk größtenteils von der Werbefilmästhetik der Bilder lebt, könnte Finanzierung durch crowd-funding eine Chance für frischere deutsche Filme werden. Eine andere Möglichkeit wäre, dass die Filmbehörden sich ihrer eigentlichen Aufgabe rückbesinnen und von verhindernden Zensurbehörden wieder zu Förderern neuer Ideen werden und unangepasste, Grenzen erweiternde Kunst als wichtigen Impulsgeber für eine gesunde Gesellschaft erkennen.
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Hier wird schmerzhaft klar, wie viel weiter im Denken die griechischen Geschichtenerzähler im Vergleich zu den amerikanischen Drehbuchautoren waren: Dieser erbärmliche Abklatsch strotzt nur so von Würdelosigkeit, Ignoranz und Ekelhaftigkeit. Zu allem Überfluss wurde die antike Welt geschichtsfälschend mit den viel später aufkommenden simplen christlichen Terminologien belegt, jeder noch so dumpfbackige europäische Grundschüler hätte sich gegen derartigen Quatsch gesträubt. Den Film mit dem gelungenen 300 von Zack Snyder in Verbindung zu bringen, ist eine irreführende Dreistigkeit. Selbst wer nur auf hirnlose Action aus ist, wird vom billigen Schmierentheater schwer enttäuscht. Die völlig lächerlichen, eigentlich nicht vorhandenen 3D-Effekte runden das Bild dieses Übelkeit erregenden Schwachsinns ab.
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Die Spezialisten für Verklemmungen, hirnerweichende Spießigkeit und unterschwelligen Rassismus haben wieder zugeschlagen. Kein Vampirfilm, sondern zwei Stunden öde Abtreibungsgegnerwerbung auf schlechtem Fernsehserienniveau.
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www.atemlos-gefaehrlichewahrheit.de
Prüder Teenie-Thriller, gespickt mit Versatzstücken der immer gleichen Dialoge. Story und Details sind haarsträubend unlogisch. Gekonnte Action-Kameraarbeit von Peter Menzies Jr.
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Basierend auf wahren Begebenheiten. Ein drogensüchtiger Anwalt kämpft für die Einführung von Sicherheitsspritzen, die Millionen Leben retten, aber den Gewinn der Hersteller geringfügig schmälern würden. Die Widerstände auf die er stößt, offenbaren generelle Probleme im Gesundheitswesen. In Deutschland würden spezielle Türklinken Infektion und Tod verhindern, aber überflüssige Steuermilliarden werden lieber sinnlos auf den Scheiterhaufen der Banken verbrannt.
Leider verleiden unpointierte Umsetzung und uninspirierte Kamera mit unentschlossenen, charackterlosen Bildern den Sehgenuss.
