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Trauerbewältigung eines Kindes in New York nach 9/11. Der Vater wurde wie viele daran gehindert das brennende WTC zu verlassen. Traurig, dass sich in Hollywood niemand traut die wahren Hintergünde der Sprengungen aufzuarbeiten. Auch wenn angedeutet wird, dass die Suche nicht aufgegeben werden sollte, bleibt der Film in quälend nervenden Symptomen psychischer Störungen stecken.
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Gelungene Inszenierung von Cary Fukunaga, die Platz für Empfindungen zwischen den Zeilen lässt. Vorzüglich filigranes, zurückgenommenes Schauspiel.
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Nach der wahren Geschichte eines Baseballteam-Managers, mit einem überzeugenden Brad Pitt. Das Plädoyer für Mut zu neuem Denken ist, trotz einiger Längen, gelungen. Ginge es nicht um ohnehin lahmen Baseball, könnte man fragen, ob die Spannung spielerischer Unterhaltung unter der propagierten kühlen Kalkulation leidet. Der Widerstand gegen neue Methoden ist selbst dann groß, wenn sie sich in klingelnden Kassen niederschlagen, um wie viel schwieriger sind neue Wege durchzusetzen, wenn sich gesellschaftliche Erfolge erst auf lange Sicht einstellen?
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DVD, Blu-Ray
Deutscher Zombie Horror. Technisch und stilistisch (für deutsche Verhältnisse) erstaunlich gut gemacht, leider hirnlos. Ohne professionelle Drehbuchentwicklung und gute Köpfe nutzen die besten Crews nichts.
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Kinostart: 16.02.2012
Der englische Originaltitel „War Horse“ sagt eigentlich alles. Man denke sich die kitschigste, naheliegendste Geschichte eines Pferdes, das Anfang des letzten Jahrhunderts als Kriegspferd endet, ergänze alles mit Abziehcharakteren aus Pferdecomics für kleine Mädchen und würze mit Kriegsbildern. Dann verliere man ein paarmal den Faden und fertig ist der Spielbergfilm. Man könnte einwenden, dass es sich um ein Märchen für Kinder handelt, das unlogisch und klischeehaft sein darf, aber dagegen sprechen Brutalität und das Fehlen von Zauberhaftigkeit, Erkenntnis und Metaebenen.
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Kinostart: 09.02.2012
Mit deutschen Fördergeldern finanzierter polnischer Film über Juden, die sich während der deutschen Besatzung in der Kanalisation verstecken – nach einer wahren Geschichte. Teilweise überinszeniert und sehr lang. Die gleichzeitige staatliche Finanzierung und Unterstützung gegenwärtiger deutscher Rechtsextremer und Verhinderung eines NPD-Verbots ist grausam und absurd.
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Kinostart: 16.02.2012
http://universal.derrufderwale
Denkmal für eine Walrettungsaktion Ende der Achtziger, mit Drew Barrymore, nach einer wahren Geschichte. Mitgefühl für andere Lebewesen wird heutzutage leider immer seltener. Der Film regt Gefühle an, die aus denjenigen, die bisher nur schädlicher Teil der Probleme des Planeten sind, vielleicht sinnvolle Mitglieder der irdischen (Über-)Lebensgemeinschaft machen könnten. Dass die Unterstützung der Aktion durch eine Ölfirma aus PR-Zwecken die Tolerierung neuer Ölplattformen zur Folge hatte, die wesentlich mehr Meeresbewohner killen als die drei Wale im Rampenlicht, wird selbstverständlich verschwiegen. Zu große Erkenntnisse werden vermieden, aber immerhin wird einiges angedeutet.
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Kinostart: 23.02.2012
Agententhriller mit Denzel Washington. Eine Ungereimtheit jagt die nächste. Schade, denn das Thema an sich – die dreckigen Machenschaften der CIA – ist interessant. In großen Kinos sollte man nicht zu weit vorne sitzen, der überbetonte Handkamera Einsatz macht schwindlig.
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Trotz unprätentiöser Erzählweise und George Clooney, dem man sogar beim Schlafen gerne zugucken würde, entwickelt sich aufrgund mangelnder Ausdifferenziertheit nichts Bedeutsames, die Tragödien-Bewältigungsstory bleibt vordergründig.
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Die Originalwebseite wurde gehackt: http://ledgemovie.com
Filminformationen auf Wikipedia: https://en.wiki/The_Ledge
Video on Demand, in Kinos on demand
Für einen amerikanischen Film geradezu revolutionär: es werden in den religiös verblendeten USA tabuisierte Themen angesprochen. Der unaufgeklärte christliche, verlogene, meist real hochgradig amoralisch handelnde Teil der Gesellschaft wird mit einer höherentwickelten religionslosen, wahrheitsliebenden Ethik konfrontiert. Einfach, aber einfühlsam erzählt. Gut besetzt, mit einer anziehend spielenden Liv Tyler, die sich hüllenlos zeigt. Der Handlungsverlauf ist für aufgeklärte Europäer evtl. enttäuschend, weil nicht weitgehend genug, aber dieser kleine Schritt ist ein sehr großer für US-Amerikaner.
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Kinostart: 26.01.2012
Ergreifende Ode an die Ausdrucksstärke einfacher Schwarzweiß-Bilder ohne Ton mit Jean Dujardin. Erstaunlich, dass eine simple Stummfilmliebesgeschichte so berühren kann. Effekthascherei und sinnloses Blabla verstellen zunehmend den Blick aufs Wesentliche, The Artist überwältigt durch Befreiung von diesem Ballast, umgarnt charmant und weckt Emotionen.
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Kinostart: 09.02.2012
Kindergeschichte mit Ben Kingsley, Jude Law und Sacha Baron Cohen, inszeniert von Martin Scorsese in 3D. Die Story ist sympathisch und wurde liebevoll detailreich umgesetzt – leider aber auch etwas hölzern. Ein verträumter französischer Regisseur hätte der Poesie vielleicht noch besser Ausdruck verleihen können. Die Liebeserklärung an George Méliès und die Anfänge des Kinos bezaubert.
