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Wertung für OV
Kinostart: 09.08.2012
3D Science-Fiction. Ridley Scott verwandelt das Kino in ein Raumschiff, fliegt uns auf einen anderen Planeten und erzählt eine unausgereifte Geschichte in beeindruckenden Bildern. Unlogiken und Andeutungen, die nicht konsequent genug weitergedacht wurden und die dadurch verschenkten Spannungsmomente fallen nicht weiter ins Gewicht, falls man gewillt ist die geistigen Schwächen der Macher zu ignorieren und das Alien-Prequel gedanklich selbst zu vervollkommnen.
Kreationisten könnten den Film als Bestätigung ihres kruden Weltbildes missverstehen, aber sofern man die eigene schöpferische Kraft als erstrebenswerten Weg und Ziel erkennt, lässt die Fabel Raum für Interpretationen und inspirierende Metaebenen, vor allem dann, wenn das Hirn vor den Absurditäten im Drehbuch zu entkommen versucht. Und sogar simpel gestrickte Gläubige müssen die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass das, was sie als „Gott“ ansehen, auch feindlich gesonnen oder imbezil sein könnte. Das Ende ist in vielfacher Hinsicht enttäuschend, die Schönheit realer evolutionärer (glaubensunabhängiger) Autopoiesis darf wohl noch nicht dargestellt werden – in Anbetracht momentaner Filmfinanzierungs-Machtstrukturen ist das wenig überraschend.
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Wertung für OV
Kinostart: 30.08.2012
www.constantin-film.de/kino/step-up-miami-heat
US-Tanzfilm mit Boygroup-Choreographien. Auch wenn die Bemühungen dem Wort „Revolution“ im Originaltitel auf irgendeine Weise Bedeutung zu geben unlogisch, naiv und unbeholfen wirken, sorgt sogar der tapsige Versuch politischen Denkens in einem US-Film mit anspruchslosem Zielpublikum für positive Überraschung. Trotz aller Einfalt wird Denken angeregt – über die Zerstörung von Lebensqualität durch skrupellose Unternehmer und korrupte Politiker.
Die Tanzcrew denkt letztendlich nur an ihr eigenes Wohl und verkauft sich bei erstbester Gelegenheit an einen Konzern, der Kinderarbeit duldet – aber alleine die Anregung zu Kritik und kreativem Protest, der selbstverständlich nicht zu sehr stören darf, ist heute selten. Nutzlose sterile Bürohochhäuser, die später leerstehen, die nur errichtet werden, damit sich Einzelne eine goldene Nase verdienen und die dafür in Kauf genommene Vernichtung lange gewachsener Kultur, Lebensqualität und den schönsten Nischen am Flussufer, sind nicht nur in Berlin Thema. Politik, die kurzfristigen Profit dem langfristigen Wohl der Allgemeinheit vorzieht, ist überflüssig.
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Kinostart: 12.07.2012
Verstörendes norwegisches Drama über eine geistesgestörte Mutter. Leider geht die Story nicht hundertprozentig auf. Der Zuschauer wird zu lange im Dunkeln gelassen, die Verknüpfungen zwischen Realität und Wahnvorstellungen hätten deutlicher sein können. Dennoch spannend und außergewöhnlich.
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www.snowwhiteandthehuntsman.com
Märchenverfilmung, die mit schönen Bildern und einer hypnotischen Charlize Theron überzeugt. Selbst teils schwache Dialoge, verschenktes Potenzial, Plattheit, kontraproduktive Verfälschungen der Vorlage und Kristen Stewart können den Genuss nicht trüben.
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http://projectxmovie.warnerbros.com
Verklemmte Teenie-Trottel schmeißen eine Party, die außer Kontrolle gerät. Die absurde Wunschvorstellung einer gelungenen Party bedeutet in einer restriktiven Gesellschaft wie der US-amerikanischen anscheinend Aggression und Zerstörung des Hauses des Gastgebers. Gemeinschaftliches Vergnügen, Genuss und Kreativität spielen kaum eine Rolle, die Vorstellungswelt der Filmemacher ist auf die ermüdende Bewunderung primitiver, sinnloser, unreflektierter Destruktion beschränkt.
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Kinostart: 7.06.2012
Unerträglicher Tanzfilm: altbacken, primitiv, schlecht gefilmt.
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Kinostart: 17.05.2012
www.ouridiotbrother.senator.de
Nette kleine, seichte Komödie über eine gutmütige Hohlbirne. Etwas zu gefällig.
Kinostart: 19.04.2012
Drei Jugendliche erlangen Superkräfte, durchgehend gefilmt mit subjektiver Handkamera. Die Ansätze sind OK, aber der Babyspeck der unterentwickelten Story und das verschenkte Potential trüben den ohnehin blassen Gesamteindruck. Trotz Klischees und Plünderungen bekannter Elemente geht der Film auf – für Newcomer beachtlich gut.
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Sci-Fi Thriller, in dem Jugendliche gezwungen werden gegeneinander zu kämpfen – familientauglich inszeniert. Trotz Andeutungen – wirklich spannend und revolutionär wird es wahrscheinlich erst im zweiten Teil, der erste bietet nur Survival-Action und eine gefällige Hauptdarstellerin. Schade, dass sich die deutsche Filmförderung gegen Sci-Fi sperrt, sonst könnten auch hierzulande zuschauerträchtige Visionen verwirklicht werden – hat man Angst vor Dystopien?
DVD, Blu-Ray
Junkfood ohne Magenverstimmung, auf Stephen Kings Geschichten ist Verlass.
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http://frauinschwarz-derfilm.de/
Horror mit Daniel Radcliffe. Trotz ansprechender old-school-Inszenierung ohne Wackelbilder, verärgern Licht-, Logikfehler, Radcliffes monotones Chargieren und die zu einfache, vorhersehbare Handlung.
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Kinostart: 29.03.2012
wwws.warnerbros.de/clashofthetitans2
Fette, aber wenig innovative Effekte und CGIs. Die Story könnte kaum blöder sein, man bekommt nur idiotisch zusammengewürfelte bunte Bilder serviert. Ob man ein Heer talentierter Künstler und Techniker ausgerechnet von Drehbüchern Lobotomisierter leiten lassen sollte, muss nicht nur die Filmindustrie hinterfragen.
