März 7th, 2013 at 19:09 by kritiker

 

Wertung für OV

Von Kindesbeinen an sind Brit (ASHLEY BENSON), Candy (VANESSA HUDGENS), Cotty (RACHEL KORINE) und Faith (SELENA GOMEZ) beste Freundinnen. Jetzt stehen die Spring Breaks vor der Tür und die Girls wollen, wie so viele Mädchen in ihrem Alter, nach Florida und dort richtig abgehen. Das nötige Kleingeld, um den Trip zu finanzieren, beschaffen sie sich kurz entschlossen durch einen Überfall – und überschreiten damit eine gefährliche Grenze, von der es kein Zurück gibt. Euphorisch stürzen sich die Girls ins Abenteuer, taumeln von einem Exzess zum nächsten, bis sie auf einer Drogenparty festgenommen werden und im Knast landen. Rettung naht in Gestalt des unberechenbar-charismatischen Drogendealers Alien (JAMES FRANCO), der die Mädchen aus dem Gefängnis holt. Durch seinen exzessiven Lebensstil beeindruckt er die Vier und schnell stellt sich eine gefährliche Verbundenheit zwischen Alien und den „Spring Breakers“ ein. Gemeinsam erleben sie den wildesten Trip ihres Lebens – voller Alkohol, Drogen, Sex und Gewalt.

Kinostart: 21.03.2013

http://springbreakersfilm.com

Greller pink-Pop-Artiger Girliefun. Die teils primitiven, gewalttätigen Fantasien entsprechen einem „American Dream“ für Arme und erfrischen mit gnadenlos knalliger, wenn auch äußerlicher Sozialkritik.
Die für US-Verhältnisse unverklemmte Darstellung amerikanischer Geilheit überrascht positiv.

 

 

März 2nd, 2013 at 19:31 by kritiker

 

Wertung für OV

Der Spielfilm KON-TIKI erzählt in atemberaubenden Bildern und spannenden Actionszenen die waghalsige und wahre Geschichte des jungen Teams um Thor Heyerdahl, das eines der großen Geheimnisse der Völkerwanderung lösen will: Wer hat zuerst die abgelegenen Archipele Polynesiens besiedelt und wie sind die Menschen einst dorthin gelangt? Schauplatz der weltberühmten Expedition von Thor Heyerdahl ist der halbe Erdball: Norwegen, USA, Peru, Polynesien – und der gefährlich-schöne Pazifik. Vor 65 Jahren landete die in Peru gestartete Crew der KON-TIKI nach 101 Tagen Seereise auf dem Tuamotu-Archipel. Heyerdahls Buch über seine Expedition wurde in über 67 Sprachen übersetzt und über 50 Millionen Mal verkauft. Sein Dokumentarfilm „KON-TIKI“ gewann 1952 den Oscar. Thor Heyerdahl (1914-2002) wurde der berühmteste Norweger der Gegenwart.

Kinostart: 21.03.2013

www.rpc.kontikifilmen.no

Thor Heyerdahls Reise auf einem Floß. Wunderschöne natur- und erdverbundene Momente, wissenschaftlicher Forschergeist, Mut und Vertrauen in eine Idee werden in dieser norwegischen Großproduktion glänzend in Szene gesetzt.

 

 

 

März 2nd, 2013 at 18:29 by kritiker

 

Eigentlich ist Gwendolyn Shepherd (MARIA EHRICH) ein ganz normaler sechzehnjähriger Teenager – ärgerlich nur, dass ihre Familie definitiv einen Tick zu viele Geheimnisse hat. Allesamt ranken die sich um ein Zeitreise-Gen, das in der Familie vererbt wird. Jeder ist sich sicher: Gwens Cousine Charlotte (LAURA BERLIN) trägt das Gen in sich und so dreht sich alles ständig um sie. Bis sich Gwen eines Tages aus heiterem Himmel im London Anfang des 20. Jahrhunderts wiederfindet. Ihr wird schlagartig klar, dass stattdessen sie zur Zeitreisenden geboren wurde. Und das, obwohl sie darauf gut verzichten könnte. Genauso wie auf Charlottes arroganten Freund Gideon de Villiers (JANNIS NIEWÖHNER), mit dem sie sich nun zusammentun muss, um das größte Geheimnis ihrer Familiengeschichte aufzuklären. Eins steht für sie fest: Sie wird alles daran setzen die uralten Mysterien zu lösen. Was ihr dagegen nicht klar ist: Dass man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!

Kinostart: 14.03.2013

www.rubinrot-derfilm.de

Deutsche Fantasy-Romanze für 8 bis 13-jährige Mädchen. Wer mehr als Soap-Niveau erwartet, wird bitter enttäuscht.

 

 

 

 

März 1st, 2013 at 00:01 by kritiker

 

Oscar Diggs (JAMES FRANCO) ist ein kleiner Zirkusmagier mit fragwürdiger Moral. Als er sich eines Tages in der fantastischen Welt von Oz wiederfindet, denkt er, einen Volltreffer gelandet zu haben: Ruhm und Reichtum scheinen greifbar nah – zumindest bis er den drei Hexen Theodora (MILA KUNIS), Evanora (RACHEL WEISZ) und Glinda (MICHELLE WILLIAMS) begegnet. Die sind nämlich überhaupt nicht davon überzeugt, dass er der große Zauberer ist, für den ihn alle halten. Widerstrebend wird Oscar in die Schwierigkeiten von Oz und seinen Bewohnern hineingezogen und muss herausfinden, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört, bevor es zu spät ist. Mit Illusionen, Einfallsreichtum und auch ein bisschen echter Zauberei schafft es Oscar schließlich, nicht nur zum großen Zauberer von Oz zu werden, sondern auch zu einem besseren Menschen.

Kinostart: 07.03.2013

www.disney.de/oz

Vielleicht der schlechteste Disney Film aller Zeiten. Langweilig und dümmlich bis weit über die Schmerzgrenze, dazu technisch schlecht gemacht – sehr viele Bilder sind unscharf. So reaktionär, dass die Konservativsten aus den Fünfzigern wie progressive Revoluzzer wirken. Und sogar gegen die Grundregel von Walt Disney – keine Religion – wurde auf der Mataebene verstoßen. Die Grundidee des Zauberers von Oz wurde ins Gegenteil pervertiert: von „blicke hinter die Kulissen und misstraue der Maschinerie der Mächtigen“ zu Propagierung blinden Glaubens. Das erinnert an Südstaaten-Radiosender, die Lennons „Imagine“-Liedzeile „… and no religion too“ zu „and one religion too“ gefälscht haben. Gegen derart perfide Kunstfälschungen sollten Gesetze erlassen werden.

Februar 25th, 2013 at 17:08 by kritiker

 

Überraschend wird das ehemalige RAF Mitglied Jens Kessler aus jahrelanger Haft entlassen. Aus diesem Anlass lädt seine Schwester Tina alte Weggefährten in ihr Gutshaus auf dem Land. Nach und nach treffen die Gäste ein und als Inga Lansky mit ihrem Ehemann Ulrich ankommt, entpuppt sich Tinas gut gemeinte Idee als tickende Zeitbombe. Alte Emotionen und Gefühle brechen wieder durch und hinter allem steht die brennende Frage, wer damals der Polizei den entscheidenden Wink gegeben hat, die zu Jens’ Verhaftung führte. Nach und nach kommt die ganze Wahrheit ans Licht und lässt alle Beteiligten für immer gezeichnet zurück.

Kinostart: 11.04.2013

www.ufa.de/das_wochenende

Typisch deutscher Klassiker der Neuzeit: Fernsehniveau, nichtssagend, unglaubwürdig und natürlich: dröge bis zur Depression – möglicherweise inzwischen Voraussetzung für das Förderprädikat „anspruchsvoll“. International gesehen einfach nur lächerlich (deshalb wenigstens nicht ärgerlich). Immer wieder schade um die Schauspieltalente.

 

 

Februar 19th, 2013 at 23:41 by kritiker

 

Als Ex-Soldat Freddie (JOAQUIN PHOENIX) den charismatischen Lancaster Dodd (PHILIP SEYMOUR HOFFMAN) kennenlernt, ändert sich sein Leben schlagartig. Bisher ertränkte der heimgekehrte Kriegsveteran seine innere Leere mit Alkohol und Frauen, aber durch Dodd findet Freddie wieder Halt im Leben: Der selbsternannte Philosoph hat eine eigene, rasch wachsende Glaubensgemeinschaft gegründet und wird von seinen Anhängern nur „The Master“ genannt. Der labile Freddie ist fasziniert von seinen Lehren und steigt zu Dodds rechter Hand auf – scharf beobachtet von dessen berechnender und eiskalter Frau Peggy (AMY ADAMS). Doch bald entstehen bei Freddie erste Zweifel an den totalitären Methoden und Lehren des „Masters“…

 www.senator.themasterfilm.com

Paul Thomas Anderson stellt die Geduld der Zuschauer auf eine harte Probe. Trotz außergewöhnlichem Blick, guten Performances und einfühlsamen, verständigen Schlüssen setzt er zu viel Sitzfleisch voraus und gibt – im Vergleich zu seinen anderen Filmen – relativ wenig.

Auch wenn Redundanzen Methodiken erkennen lassen, kosten sie – insbesondere die mit unübersehbaren Intentionen – zu viel wertvolle Zeit; so wie Sekten-Psycho-Tests, die Bindungen zum Zwecke der Ausbeutung beabsichtigen. Ein guter Fick kann Probleme effektiver lösen – da kann man Anderson nur zustimmen. Die kurz angedeutete Vision des  „Sexsüchtigen“ würde in der Realität womöglich viel Positives bewirken.

 

Februar 14th, 2013 at 00:01 by kritiker

 

John McClane ist zurück! Bruce Willis wieder in seiner Paraderolle als New Yorker Polizist, der zufällig immer zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Dieses Mal ist der knallharte Cop in Moskau, um seinen Sohn Jack (Jai Courtney), der ihm über die Jahre fremd geworden ist, und den Russen Komarov (Sebastian Koch) zu retten, denen die russische Unterwelt im Nacken sitzt. Zusammen kämpfen sie gegen die Zeit, um einen gefährlichen Machtwechsel in Russland zu verhindern und stellen dabei fest, dass sie im Doppelpack unschlagbar sind…

Kinostart: 14.02.2013

www.diehardmovie.com

Amtliche Action mit Bruce Willis in Russland. Die Story geht nicht wirklich auf, was aber wegen einwandfreier Materialschlacht nicht weiter auffällt.

 

 

 

 

Februar 7th, 2013 at 00:59 by kritiker

 

Wertung für die zensierte Kino- und deutsche Blu-ray Fassung

Episodenfilm aus Frankreich über Männer, die gerne fremdgehen. Neun szenische Beispiele mit mal mehr, mal weniger hintergründigem Humor, doch elegant und pointiert angerichtet. Mit Gilles Lelouch und Oscarpreisträger Jean Dujardin in unterschiedlichen Rollen.

DVD, Blu-Ray Start: 08.03.2013

www.lesinfideles-lefilm.com

Die Episoden sind bedauerlicherweise sehr unterschiedlicher Qualität und lange Strecken bleibt man ratlos, aber ungewöhnliche Trockenheit, das unvorhersehbare Französische und Jean Dujardin befriedigen.

Die in der Kino- und deutschen Blu-ray Fassung nicht gezeigte Episode von Regisseur Jan Kounen (39,90) wird evtl. nur auf einer späteren Uncut-Version inkludiert sein. Man darf gespannt bleiben, weshalb zensiert wurde.

 

Februar 2nd, 2013 at 00:26 by kritiker

 

Wertung für OV

Die Untoten beherrschen das Land, und er ist einer von ihnen: Zombie R (Nicholas Hoult) bewegt sich durch ein post-apokalyptisches Amerika der kollabierten Hochhäuser, verrosteten Autowracks und zerstörten Highways. R hat es vor allem auf eines abgesehen: auf die Gehirne der noch verbliebenen Menschen. Die Erinnerungen, die diese in sich bergen, sind sein Lebenselixier und erinnern ihn an das, was er auch einmal war: ein Mensch. Nachdem er eines Tages das Gehirn eines jungen Mannes verspeist hat, ändert sich sein Leben schlagartig. R wird überwältigt von Liebesgefühlen zu Julie (Teresa Palmer), der Freundin des Toten, und entbrennt in heißer Leidenschaft für sie. Dass er nicht sprechen kann, macht eine Kommunikation mit seinem menschlichen Schwarm nicht leicht, aber für ihre Rettung vor seinen Artgenossen braucht er auch nicht viele Worte. Es gelingt ihm, Julie vor dem schon sicheren Tod zu bewahren und sie in sein Versteck zu bringen. Im Zusammensein mit ihr wird R zunehmend menschlicher und probiert sich sogar in Zombie-untypischen Aktivitäten aus, dem Autofahren zum Beispiel. Als Julie jedoch eines Tages aus dem gemeinsamen Lager verschwindet, folgt R ihr – in die grüne Zone, die größte noch existierende Menschen-Kolonie…

Kinostart: 21.02.2013

www.warmbodies-derfilm.de

Filmemachen extrem: Um vermindert Lebensfähige besser verstehen zu können, hat sich Regisseur/Drehbuchautor Levine sein Hirn von echten Zombies verputzen lassen – Uarrrrrrrrrgchrrrr …

 

 


Februar 1st, 2013 at 15:01 by kritiker

 

Schnee ziert die Dächer von Stockholm – Weihnachten steht vor der Tür. Ein plötzlicher Anruf reißt Erik Maria Bark (Mikael Persbrandt) schlagartig aus dem Schlaf. Kriminalkommissar Joona Linna (Tobias Zilliacus) bittet ihn, einen Jungen unter Hypnose zu verhören, dessen Familie kurz zuvor brutal ermordet aufgefunden wurde. Widerwillig lässt sich Bark auf die Sache ein. Was er dabei erfährt, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren…

Kinostart: 21.02.2013

www.fox.derhypnotiseur-derfilm.de

Nervtötender Schwedenkrimi auf Fernsehniveau, der schlechte Laune macht. Technisch und schauspielerisch annehmbar.

 

 

 

 

Januar 28th, 2013 at 10:25 by kritiker

 

Wertung für OV

„Hänsel und Gretel sind zum Kampf bereit, jetzt wird es blutig – Hexen, seid gefeit!“ Jahre nach den Ereignissen im Pfefferkuchenhaus ist das Geschwisterpaar nur von einem Gedanken besessen: Rache an allen Hexen – zielsicher und gnadenlos! Berühmt für ihr besonderes Geschick beim Auffinden und Vernichten ihrer Beute, ziehen Hänsel (Jeremy Renner) und Gretel (Gemma Arterton) als berüchtigte Hexenjäger durch die Welt. Als eines Tages die grausame Hexe Muriel (Famke Janssen) etliche Kinder entführt, um sie beim nächsten „Blutmond“ zu opfern, werden die Geschwister zu Hilfe gerufen. Die beiden haben allerdings nicht mit den brutalen Machenschaften von Sheriff Berringer (Peter Stormare) gerechnet, der ganz eigene Pläne verfolgt. Und als wäre der Wald nicht schon finster genug, gerät auch noch Gretel in die Fänge der blutrünstigen Hexen und eine barbarische Jagd beginnt. Doch das rachsüchtige Geschwisterpaar kann im düsteren Märchenland so schnell keiner stoppen…

Kinostart: 28.02.2013

www.haenselundgretel-film.de 

Eine simple Glorifizierung von Hexenjägern wäre wohl selbst als Märchen zu abartig gewesen – angesichts der historischen Tatsache, dass in der Realität überwiegend Heilerinnen von sadistischen, machtgierigen Christen brutalst gefoltert und sinnlos grausam ermordet wurden. Trotzdem wird natürlich wie gewohnt waffenversessen gemetzelt – der Brutalitätslevel steht auch im Mainstream den Erzählungen des Mittelalters in nichts mehr nach.

 

Januar 27th, 2013 at 19:03 by kritiker

 

Wertung für OmU, engl. Originaltitel: The Sweeney

Jack Regan (Ray Winstone) und George Carter (Ben Drew) sind das Beste, was die britische Polizei zu bieten hat, allerdings auch das Fragwürdigste: Polizisten der härteren Gangart, die keine Umwege nehmen. Als Teil der Eliteeinheit „Flying Squad“ von Scotland Yard greifen sie bei der Bekämpfung von Gewaltverbrechen in der Londoner Unterwelt hart durch. Ihre Methoden sind unorthodox und nicht selten arbeiten sie außerhalb des Gesetzes. Unter Zeitdruck und gegen den Willen ihres Vorgesetzten jagen sie diesmal eine osteuropäische Bankräuberbande, die London unsicher macht.

Kinostart: 28.02.2013

www.universum.facebook.com/thecrime.film

Tumb idealiserte Polizeigewalt in einfallslosem Plot – immerhin mit Ray Winstone.