![]()
3D: gutes plastisches konkaves und konvexes 3D. Die Bewegungsauflösung ist unbefriedigend, Nachzieher und Bewegungsghostings stören, der klare 3D Kinoeindruck wird nicht erreicht.
3D Science-Fiction. Ridley Scott fliegt uns auf einen anderen Planeten und erzählt eine nicht ganz ausgereifte Geschichte in beeindruckenden Bildern. Das Design ist erstklassig. Unlogiken und Andeutungen, die nicht konsequent genug weitergedacht wurden und die dadurch verschenkten Spannungsmomente fallen nicht weiter ins Gewicht, falls man gewillt ist die geistigen Schwächen der Macher zu ignorieren und das Alien-Prequel gedanklich selbst zu vervollkommnen.
Kreationisten könnten den Film als Bestätigung ihres kruden Weltbildes missverstehen, aber sofern man sich dazu inspirieren lässt, die eigene schöpferische Kraft als erstrebenswerten Weg und Ziel zu erkennen, kann man auf Metaebenen anregende Botschaften konstruieren. Und sogar simpel gestrickte Gläubige müssten die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass das was sie als „Gott“ ansehen auch feindlich gesonnen oder imbezil sein könnte. Das Ende ist in vielfacher Hinsicht enttäuschend, die Schönheit realer evolutionärer (glaubensunabhängiger) Autopoiesis darf wohl noch nicht dargestellt werden – in Anbetracht momentaner Filmfinanzierungs-Machtstrukturen ist das wenig überraschend. Anhand der Audiokommentare und deleted scenes lässt sich erahnen, wie lächerlich, diffus und wenig durchdacht der eigentliche Kern der Geschichte ist und wie effektiv Blenderei das überspielen kann.
![]()
Kinostart: 25.10.2012
Leidlich unterhaltsam was Kehlmann und Buck da so zusammenfabulieren – für einen deutschen Film gar nicht mal schlecht, aber viel zu langatmig. Schade auch, dass man adaptiert hat und die Chance vertan wurde historisch korrekt vom Entdecker Humboldt zu erzählen – Fachwissen wäre in diesem Fall interessanter gewesen als schlaffe Imagination mit Hang zu kleingeistigen Vorurteilen. Die 3D Bilder sind keinesfalls spektakulär, aber gelungen.
![]()
Mit Abstand der schlechteste Film der Reihe, wenn nicht sogar des gesamten Found-footage Genres. Hier wurde wirklich alles falsch gemacht – eingeschlafene Füße sind spannender.
Kinostart: 01.11.2012
Dokumentation über den Künstler und Komiker Heino Jäger, den Eckhard Henscheid als „Mozart der Komik“ bezeichnete. Ohne Vorwissen lässt sich leider nur erahnen wie faszinierend eigenwillig Jäger gewesen sein musste – die exzeptionell schlecht gemachte, triste Doku verärgert mit hirnzermalmend öden Interviews und präsentiert die außergewöhnlichen Originalwerke nur unzureichend. Alleine die durch seine bloße Erwähnung angeregte Erinnerung an – respektive Neugier auf – Jäger ist wohltuend.
![]()
Kinostart: 18.10.2012
New Yorker Biker Film. Temporeiche Fahrradaction in schlanker Story, originell zubereitet. Die Lust aufs Biken wirkt über das Kinoerlebnis hinaus positiv nach.
![]()
Kinostart: 11.10.2012
Drogenthriller von Oliver Stone mit Benicio Del Toro, John Travolta und Salma Hayek in Nebenrollen. Ganz nett, sympathisch, aber zu simpel – nicht Stones bestes Werk. Immerhin sind die Andeutungen bezüglich Legalisierung, die wahrscheinlich eine Entschärfung des Drogenkriegs in Mexiko (120.000 Tote seit 2006) bewirken würde, bedenkenswert.
![]()
Kinostart: 11.10.2012
Actionthriller mit Liam Neeson. Ein unlogischer Schwachsinn jagt den nächsten – Schade auch, dass sich französische Action in nichts mehr vom US Fastfood unterscheidet.
![]()
Kinostart: 03.10.2012
Unaufwendig gefilmter Science-Fiction mit Bruce Willis. Wenn man sich auf die absonderliche Prämisse einlässt, entfaltet die Erzählung, trotz Einfachheit, unnötiger Längen und Brutalität eine mitreißend gedankenverlorene Kraft.
![]()
Kinostart: 20.09.2012
www.constantin.residentevil.com/5
Videospiel-Horror-Action. Die Kunst, jedes Detail in unlogischen Quatsch zu verwandeln, findet hier ihren Höhepunkt. Die Qualität der 3D-Effekte ist erfreulich hoch und die Bilder sind gekonnt gestoryboarded, aber es fehlt jeglicher Sinnzusammenhang, sogar in Actiondetails – ein 95minütiger Trailer für Teil 6. Erstaunlich, wie viel Geld die Produzenten verschenken, indem sie offensichtlich rein gar nichts in die Entwicklung einer Story investieren: dem Zielpublikum wäre es egal, aber man könnte zusätzliche Zuschauer locken. So bleibt ein zusammenhangloser Bilderhaufen, der ob seiner abstrusen Beknacktheit teils amüsiert, aber auch einen leichten Würgereiz hinterlässt.
![]()
Kinostart: 03.10.2012
www.abrahamlincoln-vampirjaeger.de
Bildgewaltiges Popcornkino, das trotz der beeindruckend inszenierten Action nach dem zigsten herumfliegenden Kopf und Bibelspruch gähnen macht – primitives, seelenloses Dauerfortissimo und lahmes 3D.
![]()
Kinostart: 13.09.21012
www.parada-film.de
Gefühlvoller Balkanfilm über die gefahrvolle Organisation einer Homosexuellenparade in Belgrad. Obwohl der Film vor altbackenen Klischees nur so trieft und Dragojevic fragwürdig anachronistische Archetypen konstruiert, könnte er in Serbien Positives bewirken. Die Anregung zu aktiver, entschiedener Einforderung von Grundrechten tut gut.
![]()
Kinostart: 13.09.2012
http://movies.universal/bourne
Wer auf endlose Verfolgungsjagden und wichtigtuerisches Geheimdienstlblabla steht, ist hier richtig – filmisch gut gemacht, aber die Geschichte wirkt uninspiriert und hohl.
