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In einer Welt der Zukunft, in der die Erde von Aliens bedroht wird, sucht das internationale Militär verzweifelt nach einem militärischen Genie, dem es gelingen kann, die überlegene Flotte des übermächtigen Gegners zu besiegen. Dazu rekrutiert Commander Mazer Rackham (Ben Kingsley) potentielle Kandidaten bereits im Kindesalter, um sie in einer Militärschule im All isoliert auf den Kampf gegen die Außerirdischen vorzubereiten. Trainiert werden die Kinder vom hochdekorierten Colonel Hyrum Graff (Harrison Ford), der immer auf der Suche nach einem würdigen Nachfolger für den legendären Commander Mazer Rackham ist. Unter den Kindern ist auch Andrew „Ender“ Wiggin (Asa Butterfield), ein ganz normaler Junge. Schon in kürzester Zeit meistert er die kompliziertesten und schwierigsten Aufgaben im Kampfsimulator und beweist großes strategisches Geschick. Plötzlich ruhen alle Hoffnungen auf die Rettung der Erde auf den Schultern dieses schüchternen und verschlossenen Jungen, der sich nichts sehnlicher wünscht als eine normale Kindheit. Wird die Rechnung des Militärs aufgehen? Oder wird das Kind unter der Last des Drills, der Einsamkeit und der Verantwortung zerbrechen?
Kinostart: 24.10.2013
Technisch gut gemachter Sci-Fi mit Denkansätzen. Ein elfjähriges „militärisches Genie“, das sogar rückwärts bis drei zählen kann, durchläuft eine militärische Ausbildung inklusive immer gleicher Stereotype. Das zieht sich über 2/3 der Gesamtlänge. Immerhin hat man sich ein paar unreife Gedanken über psychische Vergewaltigung in Kinderbootcamps, zukünftige Militärtechnik und Manipulation der Bediener gemacht. Jedoch nur bedingt kritisch und kaum emotional nachvollziehbar inszeniert. Monstrosität wird verharmlosend dargestellt und könnte schlimmstenfalls sogar als Notwendigkeit verstanden werden, es bleibt ein ungutes Gefühl.
Das kindliche „Genie“, mit Kommandogewalt über die gesamte irdische Weltraumflotte, findet heraus, dass es gut gewesen wäre, mit den Aliens einfach mal zu kommunizieren, bevor ihr Heimatplanet, auf dem sie friedlich gewohnt haben, von ihm präventiv vernichtet wurde. Er selbst wurde manipuliert, ansonsten hätte er natürlich niemandem Aua gemacht, das wäre ja auch völlig unmilitärisch. So weit so naiv harmlos das gedimmte Licht im Offiziersoberstüberl, würde nicht dauernd wiederholt, dass das Opfern der eigenen Leute (für eine coole Taktik) eine prima Sache sei. Die Romanvorlage wird Offiziersanwärtern vom US-Marine-Corps offiziell als Lesestoff empfohlen.
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Wertung für OV
DIANA takes audiences into the private realm of one of the world’s most iconic and inescapably public women – the Princess of Wales, Diana (NAOMI WATTS) — in the last two years of her meteoric life. Oliver Hirschbiegel explores Diana’s final rite of passage: a secret love affair with Pakistani heart surgeon Hasnat Khan (NAVEEN ANDREWS), the human complications of which reveal the Princess’s climactic days in a compelling new light.
Kinostart: 09.01.2014
Einen Film über die aufregenden und herzzerreißenden Aspekte in Dianas Leben darf man nicht erwarten, einen Kinobesuch ohne Fremdschämen auch nicht, eigentlich auch keinen Kinofilm. Dafür das allseits beliebte Benimmtrainingsquiz in Sachen Hand-vor-den-Mund-beim-Gähnen: Can-you-spot-the-Pöbel?
Diana und der Herzchirurg – nur darum geht es und soll wohl so etwas sein wie ein Liebesfilm, nur eben viel schlechter inszeniert. Eine bewusste Demontage der Königin der Herzen? Jede Doku ist spannender, auch die neuen Erkenntnisse über den Unfall, der möglicherweise keiner war. Hoffentlich spendiert Mohamed Al-Fayed den entsprechenden Kinofilm.
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Wertung für OV
Mit einem gewaltigen Donnerschlag kehrt er zurück – der mächtige Thor (Chris Hemsworth)! Denn nicht nur die Erde, sondern alle Neun Reiche werden von einem dunklen Feind bedroht, ein Gegner, der älter ist als das Universum selbst: Malekith, der Verfluchte (Christopher Eccleston)! Der unerbittliche Herrscher der dunklen Elfen setzt alles daran, das Universum zu zerstören. Nicht einmal Thors Vater Odin (Anthony Hopkins), König von Asgard, vermag es, ihn aufzuhalten. Um Malekith zu besiegen und die Kräfte des Kosmos wieder in Einklang zu bringen, tritt Thor seine gefährlichste Reise an. Diese wird ihn mit seiner großen Liebe Jane Foster (Natalie Portman) wiedervereinen – sie wird ihn jedoch auch dazu zwingen, alles zu opfern, um die Welten zu retten…
Kinostart: 31.10.2013
Und das kommt dabei heraus, wenn anstatt eines Kenneth Branagh ein Fernsehserien-Regisseur und fünf uninspirierte Schreiber engagiert werden – parkinsonsches TV-Zapping ist zusammenhangsvoller. Wenn wenigstens die Bilder irgendwelche Inhalte transportieren würden, auf welcher Ebene auch immer – so aber bleibt nur mechanisierte Storyboardtechnik, die den Trailer aufbläht. Wer allerdings nach drei Sekunden vergessen hat, was eben war, ist klar im Vorteil und fährt auf die „Sprüche“ und 08/15-Bombastik möglicherweise voll ab.
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Als der 17-jährige Ben (Samuel Schneider) seinen Vater Heinrich (Ulrich Tukur), den gefeierten Regisseur, der in Marrakesch an einem internationalen Theaterfestival teilnimmt, besucht, beginnt für ihn kein Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Seine Umgebung ist ihm genauso fremd wie sein geschiedener Vater, mit dem er zum ersten Mal seit langer Zeit wieder seine Sommerferien verbringen soll. Während die beiden immer weiter auseinanderdriften, öffnet sich Ben mehr und mehr dem ihm fremden Land und sucht sich, fernab von Vaters Luxushotel, seine eigenen Wege in der unbekannten Welt. Er verliebt sich in die junge Karima (Hafsia Herzi) und folgt ihr in ihr entlegenes Heimatdorf im Atlasgebirge. Als Ben sich tagelang nicht meldet, macht sich Heinrich erst widerwillig, dann zunehmend besorgt, auf die Suche nach seinem verschwundenen Sohn. Während sie beide das ihnen fremde Land bereisen, scheint alles möglich zu sein: sich endgültig zu verlieren oder einander wieder neu zu finden…
Kinostart: 24.10.2013
Newcomer Samuel Schneider spielt passabel, Ulrich Tukur erwartungsgemäß solide. Die Story – wenn man die hingehauenen, unglaubwürdigen Belanglosigkeiten überhaupt so nennen will – ist eine Qual. Die landestypischen Bilder retten nicht über die lieblose Aneinanderreihung kleinbürgerlicher Klischees.
Bei der einheimischen Prostituierten findet sich spontan zärtliche Zuneigung, inklusive Fahrt zu ihrer Familie. Spaß bedeutet sinnloses Gas geben im Geländewagen. Und damit es um irgendetwas geht, Vater-Sohn-Bla und „dramatische“ Diabetesspritzen.
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WOLKIG MIT AUSSICHT AUF FLEISCHBÄLLCHEN 2 macht genau da weiter, wo die köstliche Erfolgskomödie von Sony Pictures Animation aufgehört hat. Erfinder Flint Lockwood dachte, er hat die Welt gerettet, als er seine berühmteste Erfindung zerstörte – eine Maschine, die Wasser in Essen verwandelte und dadurch Cheeseburger-Regen und Spaghetti-Tornados verursachte. Doch Flint muss schnell feststellen, dass seine Erfindung überlebt hat und nun aus Essen lebende Tiere erschafft – sogenannte „Naschtiere“! Um das drohende Chaos abzuwenden, begibt sich Flint gemeinsam mit Reporterin Sam Sparks (PALINA ROJINSKI) und ihren Freunden auf eine ebenso delikate wie gefährliche Mission: Sie müssen hungrige Tacodile, Shrimpansen, Nilpfertoffeln, Frittantulas und andere Naschtiere bekämpfen, um die Welt zu retten – schon wieder! Dabei bekommen sie tatkräftige Hilfe von Barb (CINDY AUS MARZAHN), einer hochentwickelten, aber recht verschlagenen und manipulativen Orang-Utan-Dame mit einer Schwäche für Lippenstift.
Kinostart: 24.10.2013
An und für sich wird eine kinderkompatible Geschichte erzählt, die zum Denken und zu Misstrauen gegenüber Konzernbossen und hinduistischen Grüßen anregt. So sinnvoll Vorsicht vor Religion ist – dass ausgerechnet der Friedensgruß „Namaste“, den auch Gandhi verwendet hat, in Misskredit gebracht wird, ist in Zusammenhang mit dem vermittelten – eher martialischen – Weltbild bedenklich. Das FSK Prädikat „ab 0 Jahren“ ist mehr als fragwürdig. Feinfühligkeit wird nicht unbedingt vermittelt. Empfindliche Kindergemüter könnte die aufgedrehte Poppigkeit nerven.
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Irgendwo am Rande eines Schlachtfeldes im englischen Bürgerkrieg. Vier Männer schließen sich hier zu einer Gruppe zusammen. Doch einer von ihnen verfolgt einen Plan, in dem ein Schatz, magische Pilze, dunkle Mächte und ein tot geglaubter Ire entscheidende Rollen spielen. Das kann nur in Wahnsinn und Blut enden … .
DVD, Blu-Ray Start: 28.10.2013
UK-Low-Budget schwarzweiß Mushroom-Historien-Trip. Eine (für Non-Experienced-Viewers) stringent nachvollziehbare Handlung darf man nicht erwarten, dafür Einstellungen mit Experimentalfilmtouch. Trotz bestechender Einfachheit leider weder ausreichend durchdacht noch virtuos gemacht – dennoch ein eigenwilliger Versuch, der Seh- und Denkgewohnheiten aufbricht und inspiriert.
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Nach den schrecklichen Ereignissen in ihrem Haus suchen die Lamberts Schutz bei Großmutter Lorraine. Doch die Dämonen folgen der Familie und suchen sie weiter heim. Dieses Mal ergreifen sie Besitz von Vater Josh Lambert (Patrick Wilson) und langsam wird der Familie bewusst, dass sich ein weit größeres Geheimnis hinter der Verbindung zur Welt der rastlosen Geister verbirgt.
Kinostart: 17.10.2013
Viele gute Ansätze und Ideen, die aber weder aufgehen noch ernsthaft weiterverfolgt oder gut umgesetzt werden. Irgendwann hatte der Regisseur/Autor wohl einfach keine Lust mehr. Schade eigentlich.
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Bullock spielt die brillante Ingenieurin Dr. Ryan Stone, deren erste Shuttle-Mission vom erfahrenen Astronauten Matt Kowalski (Clooney) geleitet wird. Doch während eines scheinbar ganz normalen Weltraumspaziergangs kommt es zur Katastrophe: Der Shuttle wird zerstört – völlig haltlos bis auf das Band zwischen ihnen trudeln Stone und Kowalski mutterseelenallein in die Finsternis. Aufgrund des ohrenbetäubenden Schweigens wissen sie, dass sie den Kontakt zur Erde verloren haben … und damit jede Chance auf Rettung. Ihre Angst schlägt um in Panik, während jeder Atemzug ihren kleinen Vorrat an Sauerstoff reduziert. Dennoch erfordert die einzige Möglichkeit einer Rückkehr zunächst einen weiteren Vorstoß in die grausige Grenzenlosigkeit des Raums.
Kinostart: 03.10.201
www.gravity-derfilm.de
Voraussetzung für diesen Film ist die richtige Ausrüstung – Ohrenschützer sind definitiv Pflicht. Ohne das dümmliche Gelaber und die mannigfaltigen Logikfehler wird das Astronautenspektakel erträglich und ein Genuss der Bilder möglich. So kann man die Zeit sinnvoll nutzen, sich an der Schönheit unseres Planeten erfreuen und über die Tatenlosigkeit der Menschheit gegenüber der Bedrohung durch Meteoriteneinschläge sinnieren.
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Wertung nur für Extended Cut, OV auf Blu-ray
Blu-ray Start: 2013
http://thecampaignmovie.warnerbros.com
Will Ferrell spielt einen wahlkämpfenden Kongressabgeordneten. Der furiose Spaß wird in der Kinofassung leider durch ein enttäuschendes letztes Drittel getrübt – dank massiver Zensur. Die unzensierte Fassung ist nur als Extended Cut auf der Blu-ray zu sehen.
Die anfangs couragiert witzige Komik wird durch das naiv märchenhafte Ende und einseitig gefärbte, realitätsfern unkomische Fantasievorstellungen – des doofen, aber herzensgut ehrlichen republikanischen Kandidaten – überschattet, doch ohne die wäre der Film möglicherweise nicht finanziert worden. Viele kleine Denkanstöße, wie der Hinweis auf die Manipulationsmöglichkeiten mittels elektronischer Wahlmaschinen zeugen jedoch von Relevanz.
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Wertung für OmU
In einer Welt, in der man auf einer Wolke durch die Luft reisen kann und Pianos Cocktails mixen können, je nachdem welche Töne man anschlägt, lebt der wohlhabende Fantast und Tagträumer Colin. Er liebt Partys, Jazz und den Müßiggang, doch zu seinem großen Glück fehlt ihm… die wahre Liebe. Da hilft es auch nichts, das sein Koch und Vertrauter Nicholas (Omar Sy) versucht, ihn mit kulinarischen Skurrilitäten aufzuheitern. Als Colin auf der Geburtstagsparty des Pudels einer Freundin die wunderschöne Chloé (Audrey Tautou) trifft, wendet sich das Blatt: Sie verlieben sich und feiern bald eine schillernd-schräge Hochzeit. Doch bereits auf der Hochzeitsreise erkrankt Chloé an einer rätselhaften Krankheit: Eine Seerose wächst in ihrer Lunge. Die Ärzte sind ratlos und nichts scheint zu helfen. Aber Colin ist entschlossen die Liebe seines Lebens zu retten, koste es was es wolle…
Kinostart: 03.10.2013
Michel Gondrys surreale Verfilmung von Boris Vians Roman entführt in handgefertigte Kunstwelten, die zunächst in viel zu süße, rührselige Antiquiertheiten abzugleiten scheinen. Doch weit gefehlt – der Bilderzirkus entfaltet abgründige Enblicke.
Die Millionen, die jedes Jahr an Lungenkrankheiten sterben (verursacht durch Umweltverschmutzung) lassen den existentiellen Aspekt über das Werk hinaus in einem noch bedeutungsvollerem Licht erscheinen.
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Blu-Ray 3D Start: 20.10.2013
3D: gutes plastisches, konvexes und konkaves 3D. Leider sind die 3D-Effekte (wie fast immer) nicht spektakulär. Es ist nicht nachvollziehbar weshalb keine Trümmerteile Richtung Zuschauer fliegen – technisch wäre das problemlos möglich und nicht mal teuer.
Knalliges 3D-Popcornkino mit kleinen Mängeln und Durchhängern, die aber in wohltuender Selbstironie untergehen. Selbst die schlichte, wenn auch immer öfter vergessene Erinnerung daran, dass Helden nicht zerstören, sondern reparieren und heilen sollten, wirkt aus Downeys Mund wie leckere Medizin. Trotz fragwürdiger Plattitüden schwingt hier ein überwiegend positiver Spirit, der aus bloßem Augenschmaus ein vergnügliches Erlebnis macht.
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Wertung für OmU
Die Schauspielerin Robin Wright, deren Stern verblasst, lässt sich auf einen folgenschweren und beispiellosen Deal ein: ein Hollywood Studio kauft die Rechte an ihrer Person, scannt ihren Körpers mit all ihren Emotionen ein und darf ihr digitales Abbild 20 Jahre lang für alle denkbaren Rollen besetzen. Im Gegenzug erhält Robin eine astronomische Summe und das Versprechen, dass ihr digitales Ich niemals altert. Als sie nach Ablauf des Vertrags aus ihrem Exil zurückkehrt und ein Comeback versucht, muss sie feststellen, dass sich die Welt in der Zwischenzeit vollkommen verändert hat…
Kinostart: 12.09.2013
http://congress.pandorafilm.de
Folmans wirre Adaption von Stanislav Lems Roman ist eine herbe Enttäuschung. Sinnzusammenhänge existieren kaum, dafür werden Widersprüchlichkeiten auf die Spitze getrieben, bis einzelne Sätze sich selbst widerlegen. Das könnte wenigstens ungewollt komisch sein, aber Folmans Larmoyanz erstickt jeden Ansatz positiver Eigeninterpretation in deprimierender Jammerei. Die grafische Darstellung ist gelungen, aber ohne Inhalt flattert die Hülle leider nur wie ein nasser Sack.
