![]()
Wertung für OV
Kinostart: 16.07.2026
Der griechische König Odysseus (Matt Damon) kämpft nach dem Trojanischen Krieg zehn Jahre lang um die Rückkehr zu seiner Familie. Während er auf See furchtbare Kreaturen überwindet, muss sein Sohn Telemachos (Tom Holland) in Ithaka korrupte Freier in Schach halten.
Besetzung: Matt Damon, Tom Holland, Anne Hathaway, Robert Pattinson, Lupita Nyongo, Zendaya, Charlize Theron
Regie: Christopher Nolan
Drehbuch: Christopher Nolan
Produktion: Emma Thomas, Christopher Nolan
Ausführende Produktion: Thomas Hayslip
Hervorragend, der perfekte Film – für ein Alibi. Phänomenal läuternd – für Gewissensbisse: Kaum eine Missetat könnte belastender sein, als wieder zu früh in den Kinosaal zurückzukommen. Sollten als Beweis für die dreistündige Anwesenheit hinterher Fragen nach dem Inhalt gestellt werden, können diese problemlos beantwortet werden: Ähnlich Homers Odyssee, nur langweiliger, eindimensionaler und ohne Verständnis für Subtexte und Kernaussagen mythologischer Erzählungen. Aber wen interessieren überhaupt noch Inhalte: Promi-Namen aufzählen reicht. Das Kapital determiniert das (Un-)Bewusstsein.
Nolan hat aus einem komplexen Werk der Weltliteratur primitive Agitation für blinden Gehorsam gemacht. Wo Homers Original die göttliche Anerkennung einer kreativen List – die Ehrung originellen Intellekts – feiert, inszeniert Nolan eine puritanische Erkenntnis-Bestrafung für das angebliche Überschreiten einer Regel, die Nolan frei erfunden hat. Eine in Wokeness verpacke Verherrlichung von Autoritarismus, die jegliche Anwandlungen heroischer Autonomie im Keim erstickt.
