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Historiendrama. Die fast durchweg positiven Kritiken sind gerechtfertigt. Eine spontane einseitige Verurteilung des bösen Kapitalisten liegt nahe – des selfmade-man, der Arbeitsplätze schafft, ein Waisenkind großzieht und sich gegen verlogenen religiösen Wahn zur Wehr setzt. Religion, die auch versucht Menschen mit Unwahrheiten zu verführen, um von Ihnen zu profitieren. Nur eben nicht so erfolgreich. Sehenswert, aber man muss sich auf die sehr langsame Inszenierung einlassen.
(Wertung für OV)
Dramatische Komödie, auf tatsächlichen Geschehnissen basierend. Die CIA engagiert einen hochintelligenten Spezialisten, der auf eine geniale Idee kommt: Um russische Hubschrauber in Afghanistan zu bekämpfen, braucht man Hubschrauberabwehrraketen. Darin erschöpft sich der Intellekt der Entscheider, nach dem Milliarden teuren Krieg wird kein Cent für Aufbau und Schulen ausgegeben. Heute sterben anstatt russischer Soldaten amerikanische. Amüsant temporeich umgesetzt. Die unmenschliche Logik der Kriegsprofiteure wird allerdings ausgeklammert.
US Highschool Sozialdrama. Der unerschütterliche Idealismus der Protagonistin scheint unglaubwürdig,
aber die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten. Dass Sozialangebote und Bildung wichtiger sind als nur möglichst viele Kinder zur Altersvorsorge in die Welt zu setzen, wird berührend dargestellt. Althergebracht umgesetzt, etwas zu gefühlsduselig.
Deutscher Film über Uschi Obermaiers Leben in den 60er und 70ern. Stereotypisch erzählt, absurde Ausstattungs- und inhaltliche Fehler. Geistlos geschichtsverzerrend ohne Insiderkenntnisse der Materie inszeniert. Angenehm ist der deutsche Umgang mit Nacktheit. Trotz tendenziösem Regisseur, der sich verkrampft bemüht 68er Idole und Ideale lächerlich zu machen, sind die Geschichte an sich und die indischen Drehorte interessant.
Drama. Stil und Story sind maniriert konstruiert aus den Elementen zusammengebastelt, die momentan angesagt sind.
Insgesamt unbedeutend, ohne wirkliche Tiefe. Aber immerhin ist man im Film um die Erde gereist,
lernt Angehörige unterschiedlicher Kulturkreise kennen und hat hinterher das Gefühl,
daß allzu kleinliche Weltsichten relativiert werden.
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Tiefe abgefahrene Einblicke in die Werbebranche, nach wahren Ereignissen. Auch das Buch ist empfehlenswert.
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Regie: David Fincher, 1999. Nach einem Roman von Chuck Palahniuk. Schwarzhumorig und visionär. So frei durfte man vor der Sprengung des WTC denken …
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Blick hinter die Kulissen der Gesellschaft in ultimativer Party Atmosphäre. Tragisch, dass Hunter S. Thompson, der Bushs umstrittenen Wahlsieg als brutale Machtergreifung brandmarktete, der sich als einer der ersten Prominenten öffentlich zweifelnd über 9/11 geäußert hat, schon mit 67, gesund, unter mysteriösen Umständen (angeblich Selbstmord) gestorben ist. Seine Geschichte und Terry Gilliams meisterhafte Verfilmung leben weiter und sprengen immer noch Grenzen.
Deutscher Titel: Angst und Schrecken in Las Vegas
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Die Welt kann so schön sein, wenn man aus der Zeit nach einer (jederzeit real möglichen) Katastrophe kommt. Carpe diem.
Exzellentes Drehbuch, inspiriert vom Kurzfilm Am Rande des Rollfelds, der als Vorlage erwähnt wird – für Macher mit Stil ist das selbstverständlich. Wer Quellen offenlegt zitiert, wer bewusst verheimlicht stiehlt, obwohl der Nutzen der gleiche ist.
Ohne Offenbarung allzu unbequemer Wahrheiten, kratzt der Film an der Oberfläche der Waffenhändler Thematik, verpackt in weichzeichnerische Hollywoodmärchen Erzählform. Trotzdem packend, gut umgesetzt. So gut, daß Waffenhändler Berufswunsch werden könnte, wäre da nicht die moralisch empfindsame Fotomodellehefrau, die in der Realität tragischerweise selten ist.
Kinostart: 5.04.07
Gut gelungene Comicadaption. Der Kampfschrei der Spartaner hätte besser gewählt werden können. Visuell fesselnd. Das Recht auf Wahrheit ohne Mystizismus ist ein hohes Gut, das in Jahrtausenden hart erkämpft wurde und einer der Grundpfeiler einer gerechteren Gesellschaft ist. Dem Film Beleidigung des Iran vorzuwerfen ist absurd und zielt wohl eher darauf ab die Meinungsfreiheit einzuschränken.

