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Wertung für OV
DVD, Blu-Ray
Deutscher Release: 06.12.2011
Sehr langsame, leise Tragikomödie mit Will Ferrell, die nachdenklich macht: Wie eng sind die Grenzen der Freiheit, wenn man in den USA auf seinem Grundstück nicht mal offen ein Bier trinken darf.
In vielen Bundesstaaten ist öffentliches Küssen verboten. Extreme Einschränkungen sind Realität in den religiösen Vereinigten Staaten. Nur dass das Legehuhn nichts von seiner Unfreiheit und den Möglichkeiten der Welt da draußen weiß; das Selbstbild ist ein anderes, dafür sorgen (auch hierzulande) die Züchter.
Deutscher Titel: Alles muss raus
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Wertung für OV
Kinostart: 01.12.2011
Gangsterfilm mit Colin Farrell. Guter Cast (Anna Friel, die leider nur eine Nebenrolle spielt, ist immer wieder sehenswert), gutes Schauspiel, aber die Story ist leider eine unglaubwürdige kleine-Jungen-Fantasie.
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Thriller. Oberflächlicher Einblick in die Strukturen einer Investmentfirma. Dass ein fahrlässig unentdeckter Kalkulationsfehler angeblich einen Finanzcrash auslöst, erscheint wie eine lahme Rechtfertigung für Auswirkungen der brutalen Praktiken des Bankgeschäfts. Unglaubwürdig sind auch pseudomoralische Bedenken eines alten Traders, gespielt von Kevin Spacey. Der ungezügelte, ungeregelte Markt gehorcht nun mal unmenschlichen Gesetzen, das sollte hinlänglich bekannt sein. Kannibalismus wurde nicht durch stumpferes Besteck abgeschafft, sondern konsequente Ächtung und grundlegend humanere Prinzipien.
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Drama von Lars von Trier, der wie ein verwöhntes Kind maniriert larmoyant um Aufmerksamkeit und Größe buhlt. Unausweichlichkeit, die zu Melancholie führt, man kann ja sowieso nichts ändern. Aber anstatt es wenigstens zu versuchen, wird mit großem Pathos der Untergang inszeniert. Immerhin wird der Zuschauer nicht gequält, sondern inspiriert. Vielleicht zwingt aber auch nur Triers Ödnis, die Gedanken schweifen zu lassen.
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www.tobis.de/die-lincoln-verschwoerung
Historisches Gerichtsdrama. Generell ist es richtig mutmaßlichen Verfassungsfeinden auch im Krieg ein faires Verfahren geben zu wollen, gerade weil die Realität in den USA anders aussieht. Hierzulande könnte man schon froh sein, wenn Verfassungsfeinde nicht mit Steuergeldern finanziert würden. Leider verklärt der Film, ist rührselig, zäh und zu lang.
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Norwegischer Mystery Horror. Ein Junge flieht vor der sadistisch psychopathischen Mutter und stellt sich Jahre später dem Kindheitstrauma. Leider unausgereift und stellenweise unlogisch, die Atmosphäre ist stimmig.
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Kanadischer Thriller, der sehr langsam anfängt und immer besser wird. Leider fehlt der geniale Clou am Ende, auf den der Film zuzustreben scheint. Die etwas andere Erzählweise befriedigt trotzdem.
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DVD, Blu-Ray
Japanisches Weltraumabenteuer. Die Erde ist radioaktiv verseucht, aber nicht durch menschliches Verschulden, sondern Außerirdische. Da hilft nur Autoritätsglaube, Gehorsam und blinde Selbstaufopferung. Tragisch, dass genau diese Verhaltensweisen in der Realität zur Strahlenkatastrophe führten. Ständig wiederholte schmalzige Musik und überflüssige pathetische Dialoge strapazieren die Nerven. Produktionsdesign und SFX sind akzeptabel. Umweltrettungsdenken aus planetarer Sicht ist auch OK.

DVD, Blu-Ray
Ein paar Jugendliche fahren durch die Virus-verseuchten USA. Das ständige unüberlegte, lebensgefährdende Verhalten der anscheinend geistig minderbemittelten Hauptdarsteller ist ermüdend. Das Mitfiebern und Hoffen auf ihr Überleben verkehrt sich schnell ins Gegenteil.
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Surreales Drama von Charlie Kaufman, bei dem die Grenzen zwischen Realität und Theaterinszenierung verschwimmen. Depressiv, eklig, abstoßend. So ist das, wenn´s im Hirnstüberl etwas durcheinandergeht. Einige Metaphern geben Denkanstöße über Lebensinszenierungen der Bewussten, die dauernde weinerliche Selbstbemitleidung nervt. Ab und zu blitzen Schnipsel absurden Humors auf, aber die sind den Ärger nicht wert.
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Irische Komödie, die durch Originalität besticht. Leider bleibt der Hauptplot innerhalb gewohnter Denkmuster, man hätte sich im Großen mehr gewünscht. Trotzdem gute Unterhaltung, die vor allem mit einfallsreichen Details und einem einzigartigen Protagonisten überzeugt.
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Thriller, gedreht in Berlin. Die Berliner Filmcrews zeigen, dass sie ganz schön was drauf haben. Wären auch Berliner Drehbuchautoren eingesetzt worden und deutsche Filmfördergelder nicht wieder an die ausländische Konkurrenz vergeben worden, hätte der Film noch wesentlich besser sein können. Das Drehbuch weist leider eklatante Fehler auf. Trotzdem spannend.
