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Gelungene Inszenierung von Cary Fukunaga, die Platz für Empfindungen zwischen den Zeilen lässt. Vorzüglich filigranes, zurückgenommenes Schauspiel.
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Kinostart: 16.02.2012
http://universal.derrufderwale
Denkmal für eine Walrettungsaktion Ende der Achtziger, mit Drew Barrymore, nach einer wahren Geschichte. Mitgefühl für andere Lebewesen wird heutzutage leider immer seltener. Der Film regt Gefühle an, die aus denjenigen, die bisher nur schädlicher Teil der Probleme des Planeten sind, vielleicht sinnvolle Mitglieder der irdischen (Über-)Lebensgemeinschaft machen könnten. Dass die Unterstützung der Aktion durch eine Ölfirma aus PR-Zwecken die Tolerierung neuer Ölplattformen zur Folge hatte, die wesentlich mehr Meeresbewohner killen als die drei Wale im Rampenlicht, wird selbstverständlich verschwiegen. Zu große Erkenntnisse werden vermieden, aber immerhin wird einiges angedeutet.
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Kinostart: 09.02.2012
Kindergeschichte mit Ben Kingsley, Jude Law und Sacha Baron Cohen, inszeniert von Martin Scorsese in 3D. Die Story ist sympathisch und wurde liebevoll detailreich umgesetzt – leider aber auch etwas hölzern. Ein verträumter französischer Regisseur hätte der Poesie vielleicht noch besser Ausdruck verleihen können. Die Liebeserklärung an George Méliès und die Anfänge des Kinos bezaubert.
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Wertung für OV
Angenehm selbstironische Albernheit, die leider die Frische und Anarchie der ursprünglichen Serie vermissen lässt. Obwohl der Film gegen Ende nachlässt, ist man dankbar für die Muppet-Weltsicht, die mit harmloser Witzigkeit das Leben verschönert.
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Gut besetztes Politdrama über die Geplänkel hinter den Wahlkampfkulissen. Ein irreligiöser US- Präsidentschaftskandidat, der überzeugend ethisch korrekte Standpunkte vertritt – schön wärs ja. Leider lassen sich auch hier immer noch zu viele Wähler vom ewigen Intrigentheater verwirren, anstatt den Blick auf dem Ball zu halten: den vernünftigen, idealistischen Inhalten jenseits gieriger Verlogenheit.
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Dänische Barbarenanimation. Kommt teilweise etwas pubertär daher, aber die Sprüche sind erträglich, die Gestaltungsdetails originell und die Story nett, wenn auch flach. Die Figuren sind ungewohnt sexy. Macht Spaß.
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Thriller mit De Niro, Statham und Clive Owen, basierend auf wahren Ereignissen in den Achtzigern. Überzeugende Action, logische und dramaturgische Schwächen im letzten Drittel. Angebliche moralische Bedenken des Oberkillers wirken bemüht konstruiert. Die Buchvorlage „The Feather Man“ von Ranulph Fiennes (Ex-SAS) hat seinerzeit Kontroversen ausgelöst. Wer nicht an verdeckte Geheimdienstoperationen und Verschwörungen „glaubt“, wird eines Besseren belehrt. Mord war zu allen Zeiten Mittel primitiver, unzivilisierter Politik, bzw. der wirtschaftlichen Interessen, die dahinter stehen.
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DVD, Blu-Ray
Avantgardistischer Trip in Abgründe, der die Stringenz von Irreversibel vermissen lässt. Gaspar Noé experimentiert mit filmischen Ausdrucksmöglichkeiten. Für den Zuschauer kann seine zuweilen oberflächlich plakative Effekthascherei äußerst anstrengend und qualvoll sein und man fragt sich, weshalb man sich so etwas antut. Wer den viel zu langen Film in einem Stück erträgt, beweist Durchhaltevermögen. Andererseits sind seine Bilderwelten auch faszinierend und wundervoll magisch, die Point-of-view Kamera kann hypnotisch fesseln. Leider wirkt er wie ein Zauberer, der den Überblick verloren hat, die Story zerfällt und verkommt zu einem zusammenhangslosen, wenn auch heftig abgefahrenen Bilderzirkus. Be warned.
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DVD, Blu-Ray
Afghanistan-Veteran kommt zurück nach London und muss feststellen, dass zuhause auch Krieg herrscht. Damit mehr Geld mit Öl und Waffen verdient werden kann, werden Anschläge inszeniert, die Bevölkerung wird mittels Furcht unter Kontrolle gehalten. Simpel, trocken, brutal, amoralisch und blutig umgesetzt. Der Hauptplot hat geringfügige logische Mängel, aber das tut der stimmigen Atmosphäre keinen Abbruch. Einen feingeistigen Politthriller darf man nicht erwarten, eher Rambo für arme Briten.
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Wertung für OV
DVD, Blu-Ray
Deutscher Release: 06.12.2011
Sehr langsame, leise Tragikomödie mit Will Ferrell, die nachdenklich macht: Wie eng sind die Grenzen der Freiheit, wenn man in den USA auf seinem Grundstück nicht mal offen ein Bier trinken darf.
In vielen Bundesstaaten ist öffentliches Küssen verboten. Extreme Einschränkungen sind Realität in den religiösen Vereinigten Staaten. Nur dass das Legehuhn nichts von seiner Unfreiheit und den Möglichkeiten der Welt da draußen weiß; das Selbstbild ist ein anderes, dafür sorgen (auch hierzulande) die Züchter.
Deutscher Titel: Alles muss raus
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Wow, endlich mal wieder ein sehenswerter deutscher Film: Endzeit-Survival-Thriller, straight erzählt, ohne aufwändige SFX, packend. Gute Figuren, gutes Schauspiel. Die Zerstörung des Planeten durch menschliches Verschulden zu erklären wäre noch mutiger gewesen, aber das ist wohl momentan noch zu viel verlangt.
Man kann nur hoffen, dass dem von der Filmförderung ungeliebten Genre endlich keine Steine mehr in den Weg gelegt werden und in Deutschland vielleicht irgendwann sogar eine entferntere Zukunft als nur „near fiction“ dargestellt werden darf.
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Gut gemachtes Popcornkino mit allzu straighter Story. Viele erzählerische Möglichkeiten wurden verschenkt, von Philosophie und Metaebene ganz zu schweigen. Aber in Zeiten einer Schwemme dümmlicher Haudrauf Filme und hirnerweichender Sinnlosigkeit mutet dieses Prequel für Viele wahrscheinlich schon „irgendwie intellektuell“ an.
Das muss reichen auf dem Planeten, auf dem Menschen zu konsumgeilen Affen gemacht werden.
