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Wertung für OV
DVD, Blu-Ray
www.girlfriendexperiencefilm.com
Einfühlsames Experimental-Documentary-Style Drama über ein Callgirl, gespielt von Sasha Grey. Die geschmackvolle, ruhige Inszenierung von Soderbergh ist unspektakulär, aber auch angenehm unaufdringlich.
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3D: sehr gutes plastisches, konvexes und konkaves, echtes 3D.
Sci-Fi Videospielverfilmung. Blöder als erwartet, sogar wenn man nur mit hirnloser Ballerei gerechnet hat. Die zusammenhanglosen Action-Bilder ohne Story und Sinn wirken wie eine eindrucksvolle technische 3D-Effekt-Studie. Momentan wäre aber auch die Verfilmung eines Müslirezeptes an der Kinokasse erfolgreich – Hauptsache 3D. Die optische Attraktion wird sich irgendwann abgenutzt haben und man wird außerdem gute Geschichten verlangen. Hoffentlich bald.
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Komödie mit Ben Stiller und Eddie Murphy über den Racheversuch an einem Anlagebetrüger. In der Realität werden Großkriminelle nicht mal angeklagt (s. Berliner und andere Bankenskandale) und bekommen den Lebensabend zusätzlich mithilfe ihrer korrupten Handlanger in der Politik vergoldet. Stillers Rolle fordert dazu auf, die Lehnsherren wie damals endlich aus ihren Burgen zu verjagen, als einzige Möglichkeit für Gerechtigkeit. So weit so gut. Leider ist der Film etwas langsam und nicht unbedingt ein Gagfeuerwerk, trotzdem insgesamt nett anzusehen. Etwaigen Leerlauf kann man mit Grübeln über die Ungerechtigkeit des Systems sinnvoll überbrücken.
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Wertung für OV
Religionskomödie. Na ja, wer’s braucht. Aber nachdem alle realen Probleme der Menschheit gelöst wurden, hat man unendlich viel Zeit, um sich mittels des immer gleichen gestrigen Unsinns Konflikte, die zu Hass und Krieg führen, aufzuhalsen. Der Film versucht zwar Frieden unter den Konfliktparteien zu stiften, aber für einen aufgeklärten Menschen kratzen die Witze nur an altmodischen Oberflächen. Vielleicht ist das heutzutage für manche schon irgendwie mutig. Four Lions ist komischer.
Englischer Titel: The Infidel
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Die Handlung ist absolut hohl und blöd. Die erste Stunde langweilt. Action und Effekte, die dann gezeigt werden, sind allerdings vom Fettesten. Man muss aber unerschütterlicher Fan sinnloser, sich ständig wiederholender Ballereien sein, um nicht sogar während der Actionszenen genervt zu sein. Nur mit komplett abgeschaltetem Hirn erträglich. Insgesamt viel zu lang und strenggenommen völlige Zeitverschwendung.
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Thriller, gedreht in Berlin. Die Berliner Filmcrews zeigen, dass sie ganz schön was drauf haben. Wären auch Berliner Drehbuchautoren eingesetzt worden und deutsche Filmfördergelder nicht wieder an die ausländische Konkurrenz vergeben worden, hätte der Film noch wesentlich besser sein können. Das Drehbuch weist leider eklatante Fehler auf. Trotzdem spannend.
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Gut besetztes Rezessionsdrama, das nachdenklich stimmt, obwohl nur eine Spitze der Eisberge angesprochen wird. Die Probleme, die durch überbezahlte, unterqualifizierte Topmanager entstehen, ließen sich z.B. durch gesetzliche Obergrenzen der Managergehälter und Stärkung von Unternehmensvielfalt durch Kartellämter (idealerweise weltweit) einschränken. Dazu bedürfte es eines klaren politischen Willens der Wähler, von denen ein Großteil sich vom mafiösen Blendwerk immer wieder reinlegen lässt. Die Maxime ewigen Wachstums stellt der Film nicht in Frage, auch nicht die daraus resultierenden Gefahren für alles Leben auf diesem Planeten.
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Wertung für 3D Version
3D: sehr gute, teilweise hervorragende 3D Effekte, die 3D Blu-Ray ist technisch absolut empfehlenswert.
http://finaldestinationmovie.warnerbros.com
Schwache Story, aber macht wegen gelungener 3D Effekte Spaß – auf großer Leinwand ganz vorne. Und die Erinnerung an jederzeit mögliche Sterblichkeit kann auch nicht schaden.
Deutscher Film über Uschi Obermaiers Leben in den 60er und 70ern. Stereotypisch erzählt, absurde Ausstattungs- und inhaltliche Fehler. Geistlos geschichtsverzerrend ohne Insiderkenntnisse der Materie inszeniert. Angenehm ist der deutsche Umgang mit Nacktheit. Trotz tendenziösem Regisseur, der sich verkrampft bemüht 68er Idole und Ideale lächerlich zu machen, sind die Geschichte an sich und die indischen Drehorte interessant.
Drama. Stil und Story sind maniriert konstruiert aus den Elementen zusammengebastelt, die momentan angesagt sind.
Insgesamt unbedeutend, ohne wirkliche Tiefe. Aber immerhin ist man im Film um die Erde gereist,
lernt Angehörige unterschiedlicher Kulturkreise kennen und hat hinterher das Gefühl,
daß allzu kleinliche Weltsichten relativiert werden.
Genau das passiert, wenn ein geistvolles Buch massenkompatibel gemacht wird: man orientiert sich am dümmsten potentiellen Kinobesucher. Und um ganz sicher zu gehen beauftragt man einen Regisseur der die Vorlage weder vollständig gelesen noch verstanden hat. Ab und zu funkelt trotzdem Douglas Adams´ Scharfsinn durch. Nette bunte aber keinesfalls spektakuläre Effekte. Sollte man trotzdem gesehen haben, insbesondere wer die Bücher nicht kennt (die absolute Pflichtlektüre sind).
