März 15th, 2013 by kritiker

 

Katrin (Jennifer Ulrich) kann es kaum erwarten, mit ihrem Studium zu beginnen. Endlich weg von zu Hause und der Aufsicht des überfürsorglichen Vaters, endlich weg von einer düsteren Vergangenheit – ein neuer Lebensabschnitt soll beginnen! Sie zieht in ein Studentenwohnheim, stürzt sich ins Unileben und lernt schnell eine Clique aus höheren Semestern kennen. Dass ihre Vormieterin spurlos verschwunden ist, kümmert sie zunächst wenig. Doch kurz darauf findet sie das Videotagebuch der Vermissten, das ein grausames Licht auf ihre neue Clique wirft. Katrin versucht herauszufinden, was im Zimmer 205 passiert ist und weckt durch ihre Neugier die Dämonen der Vergangenheit. Was versuchen sie zu vertuschen? Ein unerklärlicher Bann zwischen ihr und der Verschwundenen sorgt für mysteriöse Todesfälle und plötzlich steht Katrin im Zentrum der polizeilichen Ermittlungen. Dabei schwebt sie selbst in größter Lebensgefahr.

Kinostart: 04.04.2013

www.zimmer205-derfilm.de

Endlich wieder ein deutscher Film, der nicht langweilt. Zwar ohne gesellschaftliche Relevanz – spannend und bedeutsam scheint in Deutschland nicht mehr möglich (oder ist womöglich nicht gewollt?) – und nur das Remake eines dänischen Schockers, aber immerhin: grusliges, deutsches Genrekino. Hurra.

 

 

März 14th, 2013 by kritiker

 

Die Croods sind die letzten Überlebenden der prähistorischen Ära und befinden sich in einer Zeit, in der Mutter Natur noch viel mit Artenvielfalt und Entstehung experimentierte. Nachdem die vertraute und schützende Höhle der Familie komplett zerstört wurde, müssen sich die Croods gemeinsam auf eine große Reise begeben. Sie stürzen sich in eine abenteuerlich Suche nach einem neuen Zuhause in einer Welt voller außergewöhnlicher Pflanzen, Tiere und Orte. Auf ihrem Weg, die Herausforderungen der Reise zu meistern, begegnen Stammesoberhaupt Grug (Uwe Ochsenknecht) und seine Familie einem Fremden. Der Unbekannte ist ein einfallsreicher, junger Mann namens Guy (Kostja Ullmann), der sich zu allem Überfluss auch noch in Grugs aufgeweckte, eigensinnige Tochter Eep (Janin Reinhardt)verliebt. Schlussendlich schaffen es die Croods sich auf das Abenteuer einzulassen, überwinden ihre Angst vor der Außerwelt und merken, dass sie alles haben, was man zum Überleben braucht – einander.

Kinostart: 21.03.2013

www.diecroods.de

Quirliges Kinder-Animationsabenteuer mit progressiver Metaebene – einer großen 3D-Leinwand würdig.

 

 

 

 

März 14th, 2013 by kritiker

 

Das G.I. JOE Team ist zurück und setzt zu seiner zweiten, actiongeladenen Mission an! Unter neuer Führung durch den legendären Roadblock (DWAYNE ‚THE ROCK‘ JOHNSON) sind die Elite-Spezialisten um Captain Duke Hauser (CHANNING TATUM) nicht nur der feindlichen Organisation Cobra weiter auf der Spur, sie müssen sich plötzlich mit einer ganz neuen Bedrohung auseinandersetzen: Die eigene Regierung wurde von Cobras Anführer Zartan (ARNOLD VOSLOO), der sich mit Storm Shadow (BYUNG-HUN LEE) und Firefly (RAY STEVENSON) starke Unterstützung gesichert hat, infiltriert. In Gestalt des US-Präsidenten beginnt er vom Weißen Haus aus, sich die führenden Regierungen der Welt untertan zu machen. Sein erstes Angriffsziel: Die Elite-Einheit G.I. JOE, die er gnadenlos ausradieren lässt. Doch drei der Mitstreiter der Truppe überleben den Anschlag und schwören Rache: Roadblock, Lady Jaye (ADRIANNE PALICKI) und Flint (D.J. COTRONA). Mit der knallharten Unterstützung von the man himself General Joe Colton (BRUCE WILLIS) gehen sie zum Gegenangriff über, um den zerstörerischen Machenschaften des übermächtigen Gegners ein Ende zu setzen. Die Jagd auf den Feind ist eröffnet … der Tag der Abrechnung naht!

Kinostart: 28.03.2013

www.gi-joe2.de

Kriegspielzeugwerbung für geistige Tiefflieger. Wer lange nicht im Kino war, wird sich vielleicht von dem einen oder anderen 3D-Special-Effect beeindrucken lassen.

 

 

 

März 7th, 2013 by kritiker

 

Wertung für OV

Von Kindesbeinen an sind Brit (ASHLEY BENSON), Candy (VANESSA HUDGENS), Cotty (RACHEL KORINE) und Faith (SELENA GOMEZ) beste Freundinnen. Jetzt stehen die Spring Breaks vor der Tür und die Girls wollen, wie so viele Mädchen in ihrem Alter, nach Florida und dort richtig abgehen. Das nötige Kleingeld, um den Trip zu finanzieren, beschaffen sie sich kurz entschlossen durch einen Überfall – und überschreiten damit eine gefährliche Grenze, von der es kein Zurück gibt. Euphorisch stürzen sich die Girls ins Abenteuer, taumeln von einem Exzess zum nächsten, bis sie auf einer Drogenparty festgenommen werden und im Knast landen. Rettung naht in Gestalt des unberechenbar-charismatischen Drogendealers Alien (JAMES FRANCO), der die Mädchen aus dem Gefängnis holt. Durch seinen exzessiven Lebensstil beeindruckt er die Vier und schnell stellt sich eine gefährliche Verbundenheit zwischen Alien und den „Spring Breakers“ ein. Gemeinsam erleben sie den wildesten Trip ihres Lebens – voller Alkohol, Drogen, Sex und Gewalt.

Kinostart: 21.03.2013

http://springbreakersfilm.com

Greller pink-Pop-Artiger Girliefun. Die teils primitiven, gewalttätigen Fantasien entsprechen einem „American Dream“ für Arme und erfrischen mit gnadenlos knalliger, wenn auch äußerlicher Sozialkritik.
Die für US-Verhältnisse unverklemmte Darstellung amerikanischer Geilheit überrascht positiv.

 

 

März 2nd, 2013 by kritiker

 

Wertung für OV

Der Spielfilm KON-TIKI erzählt in atemberaubenden Bildern und spannenden Actionszenen die waghalsige und wahre Geschichte des jungen Teams um Thor Heyerdahl, das eines der großen Geheimnisse der Völkerwanderung lösen will: Wer hat zuerst die abgelegenen Archipele Polynesiens besiedelt und wie sind die Menschen einst dorthin gelangt? Schauplatz der weltberühmten Expedition von Thor Heyerdahl ist der halbe Erdball: Norwegen, USA, Peru, Polynesien – und der gefährlich-schöne Pazifik. Vor 65 Jahren landete die in Peru gestartete Crew der KON-TIKI nach 101 Tagen Seereise auf dem Tuamotu-Archipel. Heyerdahls Buch über seine Expedition wurde in über 67 Sprachen übersetzt und über 50 Millionen Mal verkauft. Sein Dokumentarfilm „KON-TIKI“ gewann 1952 den Oscar. Thor Heyerdahl (1914-2002) wurde der berühmteste Norweger der Gegenwart.

Kinostart: 21.03.2013

www.rpc.kontikifilmen.no

Thor Heyerdahls Reise auf einem Floß. Wunderschöne natur- und erdverbundene Momente, wissenschaftlicher Forschergeist, Mut und Vertrauen in eine Idee werden in dieser norwegischen Großproduktion glänzend in Szene gesetzt.

 

 

 

März 2nd, 2013 by kritiker

 

Eigentlich ist Gwendolyn Shepherd (MARIA EHRICH) ein ganz normaler sechzehnjähriger Teenager – ärgerlich nur, dass ihre Familie definitiv einen Tick zu viele Geheimnisse hat. Allesamt ranken die sich um ein Zeitreise-Gen, das in der Familie vererbt wird. Jeder ist sich sicher: Gwens Cousine Charlotte (LAURA BERLIN) trägt das Gen in sich und so dreht sich alles ständig um sie. Bis sich Gwen eines Tages aus heiterem Himmel im London Anfang des 20. Jahrhunderts wiederfindet. Ihr wird schlagartig klar, dass stattdessen sie zur Zeitreisenden geboren wurde. Und das, obwohl sie darauf gut verzichten könnte. Genauso wie auf Charlottes arroganten Freund Gideon de Villiers (JANNIS NIEWÖHNER), mit dem sie sich nun zusammentun muss, um das größte Geheimnis ihrer Familiengeschichte aufzuklären. Eins steht für sie fest: Sie wird alles daran setzen die uralten Mysterien zu lösen. Was ihr dagegen nicht klar ist: Dass man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!

Kinostart: 14.03.2013

www.rubinrot-derfilm.de

Deutsche Fantasy-Romanze für 8 bis 13-jährige Mädchen. Wer mehr als Soap-Niveau erwartet, wird bitter enttäuscht.

 

 

 

 

März 1st, 2013 by kritiker

 

Oscar Diggs (JAMES FRANCO) ist ein kleiner Zirkusmagier mit fragwürdiger Moral. Als er sich eines Tages in der fantastischen Welt von Oz wiederfindet, denkt er, einen Volltreffer gelandet zu haben: Ruhm und Reichtum scheinen greifbar nah – zumindest bis er den drei Hexen Theodora (MILA KUNIS), Evanora (RACHEL WEISZ) und Glinda (MICHELLE WILLIAMS) begegnet. Die sind nämlich überhaupt nicht davon überzeugt, dass er der große Zauberer ist, für den ihn alle halten. Widerstrebend wird Oscar in die Schwierigkeiten von Oz und seinen Bewohnern hineingezogen und muss herausfinden, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört, bevor es zu spät ist. Mit Illusionen, Einfallsreichtum und auch ein bisschen echter Zauberei schafft es Oscar schließlich, nicht nur zum großen Zauberer von Oz zu werden, sondern auch zu einem besseren Menschen.

Kinostart: 07.03.2013

www.disney.de/oz

Vielleicht der schlechteste Disney Film aller Zeiten. Langweilig und dümmlich bis weit über die Schmerzgrenze, dazu technisch schlecht gemacht – sehr viele Bilder sind unscharf. So reaktionär, dass die Konservativsten aus den Fünfzigern wie progressive Revoluzzer wirken. Und sogar gegen die Grundregel von Walt Disney – keine Religion – wurde auf der Mataebene verstoßen. Die Grundidee des Zauberers von Oz wurde ins Gegenteil pervertiert: von „blicke hinter die Kulissen und misstraue der Maschinerie der Mächtigen“ zu Propagierung blinden Glaubens. Das erinnert an Südstaaten-Radiosender, die Lennons „Imagine“-Liedzeile „… and no religion too“ zu „and one religion too“ gefälscht haben. Gegen derart perfide Kunstfälschungen sollten Gesetze erlassen werden.

Februar 25th, 2013 by kritiker

 

Überraschend wird das ehemalige RAF Mitglied Jens Kessler aus jahrelanger Haft entlassen. Aus diesem Anlass lädt seine Schwester Tina alte Weggefährten in ihr Gutshaus auf dem Land. Nach und nach treffen die Gäste ein und als Inga Lansky mit ihrem Ehemann Ulrich ankommt, entpuppt sich Tinas gut gemeinte Idee als tickende Zeitbombe. Alte Emotionen und Gefühle brechen wieder durch und hinter allem steht die brennende Frage, wer damals der Polizei den entscheidenden Wink gegeben hat, die zu Jens’ Verhaftung führte. Nach und nach kommt die ganze Wahrheit ans Licht und lässt alle Beteiligten für immer gezeichnet zurück.

Kinostart: 11.04.2013

www.ufa.de/das_wochenende

Typisch deutscher Klassiker der Neuzeit: Fernsehniveau, nichtssagend, unglaubwürdig und natürlich: dröge bis zur Depression – möglicherweise inzwischen Voraussetzung für das Förderprädikat „anspruchsvoll“. International gesehen einfach nur lächerlich (deshalb wenigstens nicht ärgerlich). Immer wieder schade um die Schauspieltalente.

 

 

Februar 19th, 2013 by kritiker

 

Als Ex-Soldat Freddie (JOAQUIN PHOENIX) den charismatischen Lancaster Dodd (PHILIP SEYMOUR HOFFMAN) kennenlernt, ändert sich sein Leben schlagartig. Bisher ertränkte der heimgekehrte Kriegsveteran seine innere Leere mit Alkohol und Frauen, aber durch Dodd findet Freddie wieder Halt im Leben: Der selbsternannte Philosoph hat eine eigene, rasch wachsende Glaubensgemeinschaft gegründet und wird von seinen Anhängern nur „The Master“ genannt. Der labile Freddie ist fasziniert von seinen Lehren und steigt zu Dodds rechter Hand auf – scharf beobachtet von dessen berechnender und eiskalter Frau Peggy (AMY ADAMS). Doch bald entstehen bei Freddie erste Zweifel an den totalitären Methoden und Lehren des „Masters“…

 www.senator.themasterfilm.com

Paul Thomas Anderson stellt die Geduld der Zuschauer auf eine harte Probe. Trotz außergewöhnlichem Blick, guten Performances und einfühlsamen, verständigen Schlüssen setzt er zu viel Sitzfleisch voraus und gibt – im Vergleich zu seinen anderen Filmen – relativ wenig.

Auch wenn Redundanzen Methodiken erkennen lassen, kosten sie – insbesondere die mit unübersehbaren Intentionen – zu viel wertvolle Zeit; so wie Sekten-Psycho-Tests, die Bindungen zum Zwecke der Ausbeutung beabsichtigen. Ein guter Fick kann Probleme effektiver lösen – da kann man Anderson nur zustimmen. Die kurz angedeutete Vision des  „Sexsüchtigen“ würde in der Realität womöglich viel Positives bewirken.

 

Februar 14th, 2013 by kritiker

 

John McClane ist zurück! Bruce Willis wieder in seiner Paraderolle als New Yorker Polizist, der zufällig immer zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Dieses Mal ist der knallharte Cop in Moskau, um seinen Sohn Jack (Jai Courtney), der ihm über die Jahre fremd geworden ist, und den Russen Komarov (Sebastian Koch) zu retten, denen die russische Unterwelt im Nacken sitzt. Zusammen kämpfen sie gegen die Zeit, um einen gefährlichen Machtwechsel in Russland zu verhindern und stellen dabei fest, dass sie im Doppelpack unschlagbar sind…

Kinostart: 14.02.2013

www.diehardmovie.com

Amtliche Action mit Bruce Willis in Russland. Die Story geht nicht wirklich auf, was aber wegen einwandfreier Materialschlacht nicht weiter auffällt.

 

 

 

 

Februar 2nd, 2013 by kritiker

 

Wertung für OV

Die Untoten beherrschen das Land, und er ist einer von ihnen: Zombie R (Nicholas Hoult) bewegt sich durch ein post-apokalyptisches Amerika der kollabierten Hochhäuser, verrosteten Autowracks und zerstörten Highways. R hat es vor allem auf eines abgesehen: auf die Gehirne der noch verbliebenen Menschen. Die Erinnerungen, die diese in sich bergen, sind sein Lebenselixier und erinnern ihn an das, was er auch einmal war: ein Mensch. Nachdem er eines Tages das Gehirn eines jungen Mannes verspeist hat, ändert sich sein Leben schlagartig. R wird überwältigt von Liebesgefühlen zu Julie (Teresa Palmer), der Freundin des Toten, und entbrennt in heißer Leidenschaft für sie. Dass er nicht sprechen kann, macht eine Kommunikation mit seinem menschlichen Schwarm nicht leicht, aber für ihre Rettung vor seinen Artgenossen braucht er auch nicht viele Worte. Es gelingt ihm, Julie vor dem schon sicheren Tod zu bewahren und sie in sein Versteck zu bringen. Im Zusammensein mit ihr wird R zunehmend menschlicher und probiert sich sogar in Zombie-untypischen Aktivitäten aus, dem Autofahren zum Beispiel. Als Julie jedoch eines Tages aus dem gemeinsamen Lager verschwindet, folgt R ihr – in die grüne Zone, die größte noch existierende Menschen-Kolonie…

Kinostart: 21.02.2013

www.warmbodies-derfilm.de

Filmemachen extrem: Um vermindert Lebensfähige besser verstehen zu können, hat sich Regisseur/Drehbuchautor Levine sein Hirn von echten Zombies verputzen lassen – Uarrrrrrrrrgchrrrr …

 

 


Februar 1st, 2013 by kritiker

 

Schnee ziert die Dächer von Stockholm – Weihnachten steht vor der Tür. Ein plötzlicher Anruf reißt Erik Maria Bark (Mikael Persbrandt) schlagartig aus dem Schlaf. Kriminalkommissar Joona Linna (Tobias Zilliacus) bittet ihn, einen Jungen unter Hypnose zu verhören, dessen Familie kurz zuvor brutal ermordet aufgefunden wurde. Widerwillig lässt sich Bark auf die Sache ein. Was er dabei erfährt, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren…

Kinostart: 21.02.2013

www.fox.derhypnotiseur-derfilm.de

Nervtötender Schwedenkrimi auf Fernsehniveau, der schlechte Laune macht. Technisch und schauspielerisch annehmbar.