Oktober 12th, 2016 by kritiker

watch-dogsAuf welche Ubisoft-Spiele können wir uns freuen? Ich habe einige Pre-Releases angespielt und die obigen drei bleiben in guter Erinnerung.
Ich bin kein Fan der Watch Dogs Grafik, die ist auch im zweiten Teil nur wenig ansprechender als im ersten (nervige Anzeigen können wie auch schon in einigen anderen Ubisoft Spielen nicht weggeschaltet werden – dumm), aber es gibt ein paar nette Details: Das Segeln übertrifft mit realistischeren Funktionen Segeln in GTA – schön.

eagle-flightDie neuen VR Spiele enttäuschen ein wenig meine Erwartungen, denn die Auflösung ist noch nicht so gut wie erhofft. Das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau, denn wenn man erst mal im Spiel drin ist, verschluckt einen schnell die Virtualität – die in unbewegten Bildern erkennbaren Pixel der Oculus Rift fallen nicht mehr auf, alles läuft flüssig. Eagle Flight hat Potenzial, obwohl der Nacken arg strapaziert wird, denn gesteuert wird mit der Oculus Rift über Kopfbewegungen.
star-trekStar Trek: Bridge Crew VR macht Spaß (im 30 Minuten-Test mit Oculus Rift), insbesondere der Multiplayer Modus, vorausgesetzt die Crewmitglieder sind keine Langweiler und verfügen über Oculus Touch Tracker, denn dann sieht man alle Arm- und einige Fingerbewegungen – auch die eigenen.  Allerdings haben die Spielenden nur gesessen; Stehen wäre zwar interessanter, aber auch gefährlicher. In der 360° Virtual Reality Entwicklungsabteilung gibt es noch viel zu tun und Verbesserungsmöglichkeiten stechen sofort ins Auge. Hoffentlich lässt sich Ubisoft auch von genuinen Kreativen inspirieren – manchmal wirken die Spiele der kanadischen Schmiede zu straight/angestrengt ernst und dadurch vergleichsweise hölzern.

Eagle Flight: 18.10.2016 (PC Oculus Rift digital, PS4, PS VR)
Watch Dogs 2: 15.11.2016 (PS4, Xbox One, PC)
Star Trek: Bridge Crew: 29.11.2016 (PC Oculus Rift, PC HTC Vive digital, PS4, PS VR)

Juni 4th, 2014 by kritiker

 

Vorläufige Wertung

Angespielt auf PC

http://watchdogs.ubi.com

Vor Jahren auch mal als düsteres, Blade-Runnereskes-Sci-Fi-Game angekündigt, wurde jetzt leider nur der langweilig geklonte Bruder von GTA auf den Markt geworfen. Die PC-Grafik ist noch einen Tick besser als GTA V auf der 360, aber das Gameplay bis jetzt um so eintöniger. Allerdings ist Ubisoft auch dafür bekannt, dass die Missionen zuweilen (s. AC4) immer besser werden. Vielleicht werden die Fähigkeiten vieles in der Stadt steuern (/“hacken“) zu können irgendwann zu einem sinnigen Puzzle verwoben. Bis dahin latscht man – hüpfen ist nur an bestimmten Punkten erlaubt – durch stinknormale, zu realistische Chicagoer Stadtviertel, die Craziness und Einfallsreichtum eines GTA schmerzlich vermissen lassen. Man kann zwar die Daten aller Passanten ausspionieren, aber wen interessiert schon das öde Leben von Angela Krawuttke? Man kann sich vorstellen wie sehr die Analysten bei der NSA leiden müssen und hoffen, dass viele aus Langeweile dem Beispiel Edward Snowdens folgen und aus ihrem Leben etwas Positives und Sinnvolles machen.

April 4th, 2014 by kritiker

 

Angespielt auf der XBox 360

www.earth-defense-force-2025

Außerirdische Rieseninsekten greifen an – herrlich trashige Coop-Baller-Action mit Manga-Elementen. Die Grafik ist nicht ernst zu nehmen – was aber dem Spaß, vor allem im Splitscreen, keinen Abbruch tut: alle Gebäude der Städte können komplett zerstört werden.  Wer „Earth Defense Force“ besitzt, muss nicht unbedingt upgraden, man fragt sich, was die Entwickler in den 7 Jahren seit Erscheinen des Vorgängers wohl so getrieben haben.

Immerhin gibt es einen Couch-Coop-Versus-Modus, in dem superheldengleich verschiedene (leider menschenleere) Städte zerlegt werden können. Trotz teils unterirdischer Grafik machen die verschiedenen Coop-Modi Böcke. Sowas mal mit amtlicher Grafik, abwechslungsreicher KI und Ausflügen in den Weltraum – das wärs!

November 8th, 2013 by kritiker

 

Vorläufige Wertung

Gespielt auf der XBox 360

www.assassinscreed.de

Erstaunlich wie verwöhnt ich mittlerweile bin, was mich vor ein paar Monaten noch vom Hocker gehauen hätte, bemäkeln meine Sinne jetzt gnadenlos. Dabei ist die Umgebung wunderschön: Die karibische Insel, die man nach einer reizvollen Seeschlacht erreicht, erblüht in vielen Farben und Details. Aber unelegante Hinweise und Anzeigen stören den optischen Genuss – wieso müssen sich Figuren britzelnd schwarz-weiß färben, wenn man sie berührt – das ist unangenehm, weil schwarz-weiß in vielen Spielen so etwas wie Krankheit und Tod bedeutet. Die Steuerung ist manchmal hakelig, zu oft klettert der Held versehentlich irgendwo hoch. Insbesondere die ersten Missionen sind langweilig, Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt. Die Story wirkt flach und altbacken. Priester und Templergesülze nerven, die unsymphatische Rahmenhandlung ist einfallslos überflüssig  – ein reines Piratenspiel wäre wesentlich fesselnder gewesen. So sehr ich diesen Sandkasten auch mögen will, weil nicht nur geballert wird, es fällt mir schwer – viele Möglichkeiten wurden verschenkt. Immerhin macht das Navigieren der großen Schiffe Spaß und das zu entdeckende Gebiet ist riesig. Die Segelmanöver hätten realistischer gestaltet werden dürfen, hier waren wohl keine Segler am Werk. Aber es wird besser und besser. Nach diversen Überfällen auf Stützpunkte und Marineboote kommt endlich auch so etwas wie Piratenstimmung auf. Arrrrr.

September 19th, 2013 by kritiker

 

Gespielt auf der XBox 360

USK ab 18

www.gtav.de

Die Reise ist auch nach Wochen nicht vorbei, immer neue Nebenmissionen und abgefahrene Details können entdeckt werden, sogar das Fernsehprogramm ist interessanter als das reale. Das Charakter-switchende Storytelling ist herausragend. Gewalt und die Darstellung von Frauen – die nur Nebenrollen spielen und ihre (leider) unbeweglichen Brüste nur in Stripshows zeigen dürfen (immerhin) – könnten den Entwicklern vorgehalten werden. Aber man darf Ursache und Wirkung nicht verwechseln: Für den geplanten Sex in San Andreas wurden die Macher in Washington an den Pranger gestellt, Gewalt war und ist kein Problem – entsprechend dem archaisch unreflektierten Weltbild der konservativen Cliquen an der Macht.
Schade, dass das Gameplay nicht noch offener ist, in den meisten Gebäuden kann man keine Waffen mehr zücken, begehbare Einkaufszentren oder Restaurants gibt es nicht mehr. Die Grafik ist zwar wesentlich besser als in GTA San Andreas, aber das Open-World-Feeling eingeschränkter. Die vielen Gimmicks – wie ein eigenes Internet mit Börse – sind nett, aber nichts im Vergleich zu offenen Polizeistationen und Kasinos. Hoffentlich wird es irgendwann eine offene GTA V PC-Version geben, die frei ergänzt und bebaut werden kann, so wie aktuell GTA SA-MP.

Die Szenen, in denen der Spieler gezwungen wird einen Unschuldigen zu foltern, haben zurecht Kontroversen ausgelöst. Das virtuelle Folteropfer will schon vor Beginn der Tortur reden, kommt aber nicht zu Wort – die Quälerei ist also, wie im echten Leben, einfach nur pervers und völlig überflüssig. Somit findet eine viel nachfühlbarere kritische Auseinandersetzung mit Perversion statt, als in vielen US-Filmen, in denen unreflektiert und vorgeblich „zielorientiert“ gefoltert wird. Die Verschleierung vieler in der Realität tabuisierter Themen wie staatlich organisierte Kriminalität, Massenmorde und Korruption, lassen das Spiel hyperreal erscheinen und die gleichgeschaltete „offizielle“ Massenmedienrealität irreal und verlogen.  

Juni 6th, 2013 by kritiker

 

Durchgespielt auf der Xbox 360

USK ab 18

http://far-cry.ubi.com

Wow! So muss es sein: Action, Spannung, kreatives Gameplay und wunderschöne Optik in wilder Natur. Endlich mal was anderes als hirnlose Baller-Schlauchlevel, obwohl jederzeit geballert werden kann. Letztendlich läuft auch hier viel auf brutale Metzeleien hinaus, aber diese Open-World ist darüberhinaus ein abgefahrener Abenteuer-Urlaub in fernen Inselwelten.  Im Vergleich zur Sandbox Referenz GTA 4 kann Far Cry 3 mehr als mithalten, ist sogar sexier. Prüderie zugunsten von Gewalt ist immer noch das Hauptmanko heutiger Videospiele, die negativen Auswirkungen dieses puritanischen Weltbildes liegen auf der Hand. Hier könnte Deutschland einen sinnvollen Beitrag zur Videospiel-Weltkultur leisten.
Leider-leider sind die Sonnenuntergänge (auf der XBox 360) nicht perfekt, weil teilweise unscharf, das gilt auch für andere Grafikdetails. Die Ladezeiten sind etwas lang, die Steuerung gewöhnungsbedürftig, Missionen, KI und Flugmöglichkeiten könnten abwechslungsreicher sein. Da nach der letzten Mission größere Gebäude- und Tempelkomplexe gesperrt sind, macht es Sinn vorher alles zu erkunden. Peinliche Formulierungen (Übersetzungsfehler?), durch die z.B. „Genozid“ geschützter Tierarten als etwas positives dargestellt wird, dürfen einem Label dieser Größenordnung nicht passieren. Die Sprüche des Hauptdarstellers sind teilweise grenzwertig. Das ist schade, denn eigentlich ist das Game rundum gelungen und absolut empfehlenswert. Wer Urlaub von GTAs NYC machen will, beamt sich am besten auf die Rook Islands.

Neben dem Storyplay kann auch offline im Coop-Modus (Splitscreen), Online-Multiplayer (leider nur in kleinen Kampfgebieten) und Online-Coop (mehrere Kapitel) gezockt werden. Selbst kreierte Karten können online gestellt werden. Das editierbare Gebiet könnte größer sein, Abstürze machen einem das Leben schwer (speichern nicht vergessen) und leider stehen nicht alle Elemente des Games zur Verfügung. Trotzdem sind die Möglichkeiten stimulierend – endlich eine eigene, bespielbare Insel. Das konnten sich bis jetzt nur Multimillionäre wie Marlon Brando leisten.

Juni 6th, 2013 by kritiker

 

Angespielt auf der Xbox 360

www.prototypegame.com

USK ab 18

Flüssiges Gameplay, gute Grafik, interessante Engine. Leider unästhetisch – das eklige Gore und die dreiste, primitive religiöse Hirnwäsche verursachen schon nach kurzer Zeit Übelkeit. Die immer gleichen Missionen (finden, absorbieren) werden schnell langweilig.