Juni 8th, 2019 by kritiker

daumen07

 

Wertung für OV

Kinostart: 20.06.2019

Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an und Charlotte Field (Charlize Theron) und Fred Flarsky (Seth Rogen) könnten unterschiedlicher nicht sein: Sie, die Außenministerin der Vereinigten Staaten, intelligent, gebildet und versiert. Er, ein durchaus talentierter Journalist mit leichtem Hang zum Chaotischen. Nichts verbindet die beiden, außer dass sie vor Jahren sein Babysitter und er unsterblich in sie verliebt war. Als die beiden sich nun wiedertreffen, stellt Charlotte ihn spontan als Redenschreiber ein. Stellt sich nur die Frage: Wie schafft man es, als Nerd eine wahnsinnig elegante Frau zu beeindrucken? Und wie gut ist die Idee, ein Verhältnis mit seiner Chefin anzufangen?

Regie: Jonathan Levine
Drehbuch: Dan Sterling, Liz Hannah
Produzenten: Seth Rogen, Charlize Theron
Mit: Seth Rogen, Charlize Theron, O’Shea Jackson Jr., Andy Serkis, June Diane Raphael, Bob Odenkirk, Alexander Skarsgård.

Long ShotWunderbar amüsantes Romantic-Comedy-Märchen. Ach, wäre es im echten Leben nur so einfach – Seufz.

 

 

 

 

Januar 14th, 2019 by kritiker

daumen07

 

Kinostart in Deutschland: unbekannt, wahrscheinlich nie. Erhältlich über Amazon USA.

After his wife is killed during a brutal mugging that also leaves him paralyzed, Grey Trace (Logan Marshall-Green, SPIDER-MAN: HOMECOMING, PROMETHEUS) is approached by a billionaire inventor with an experimental cure that will “upgrade” his body. The cure – an Artificial Intelligence implant called STEM – gives Grey physical abilities beyond anything experienced, and the ability to relentlessly claim vengeance against those who murdered his wife and left him for dead.

Drehbuch, Regie: Leigh Whannell (Insidious 3)
Produktion: Jason Blum (Get Out, Paranormal Activity, The Purge), Kylie Du Fresne, Brian Kavanaugh-Jones

upgradeLow-Budget KI-Sci-Fi-Thriller, dem nur wenig zu einem Bravurstück fehlt. Zu Lernfähigkeit programmierte Maschinen sind Instrumentarien ihrer Entwickler, die wiederum die Interessen der Konzernbesitzer umsetzen. Sollten Ziele wie rücksichtslose Machterweiterung vorgegeben werden, könnte es für die Menschheit heikel werden.
Die De-Facto-Kontrolleure der in Deutschland gezeigten Spielfilme brauchen keine Ausweitung ihrer Macht mehr. Dass Upgrade – obwohl von Publikum und vielen Kritikern begeistert gelobt und in den USA erfolgreich – wahrscheinlich nicht in deutschen Kinos zu sehen sein wird, könnte auch damit zusammenhängen, dass zwei kurze, ironische Bemerkungen als flapsige Religionskritik interpretiert werden. Eine familienfreundliche FSK-Freigabe und Massenmedienunterstützung bekommen in Deutschland Filme, in denen Religion sakrosankt ist wie im Mittelalter. Dann geht auch brutalste Gewalt und „kostenlose“ (vom Steuerzahler bezahlte) Werbung.

Januar 10th, 2019 by kritiker

daumen0751

 

Wertung für OmU

Kinostart: 24.01.2019

England befindet sich im frühen 18. Jahrhundert im Krieg mit Frankreich, doch Entenrennen und der Genuss von Ananas erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Die gebrechliche Königin Anne (Olivia Colman) sitzt zwar auf dem Thron, doch ihre enge Freundin Lady Sarah (Rachel Weisz) regiert das Land an ihrer Stelle und kümmert sich auch noch um Annes Gesundheit und ihre sprunghaften Launen. Als das neue Dienstmädchen Abigail (Emma Stone) ihre Stelle antritt, schmeichelt sie sich schnell bei Sarah ein. Sarah nimmt Abigail unter ihre Fittiche und Abigail sieht ihre Chance, zu ihren aristokratischen Wurzeln zurückzukehren. Als die politischen Auseinandersetzungen Sarah zeitlich immer mehr in Anspruch nehmen, nimmt Abigail ihren Platz ein und fungiert fortan als Vertraute der Königin. Die aufkeimende Freundschaft gibt Abigail nun die Möglichkeit, ihre ehrgeizigen Ziele zu verwirklichen, und sie wird nicht zulassen, dass eine Frau, ein Mann, Politik oder sonst irgendetwas sich ihr in den Weg stellen.

Regie: Yorgos Lanthimos
Besetzung: Emma Stone, Rachel Weisz, Olivia Colman, Nicholas Hoult
Verleih: 20th Century Fox

the favouriteThe Favourite wirkt wie ein Blick hinter die Kulissen, der dem Volk als Wirklichkeit verkauften Theateraufführungen, am Hof des 18. Jahrhunderts. Die historische Realität war wohl noch erschreckender: ein ungebildetes, religiös verdummtes Staatsoberhaupt.

 

 

Dezember 10th, 2018 by kritiker

daumen065

 

Wertung für Imax 3D

Kinostart: 13.12.2018

Vor Hunderten von Jahren verwüstete eine gewaltige Katastrophe die Erde, doch die Menschheit hat sich ihrer neuen Umgebung längst angepasst. Gigantische Metropolen auf Rädern erhoben sich aus den Trümmern der untergegangenen Zivilisation. Auf der Suche nach den letzten Ressourcen fahren sie über die verdorrte Steppe und verschlingen gnadenlos die kleineren Städte. Zu den großen Metropolen gehört auch London als einer der gewaltigsten rollenden Kolosse. In diesem unerbittlichen Kampf trifft der unscheinbare Tom Natsworthy (Robert Sheehan) in einer schicksalshaften Begegnung auf die gefährliche Flüchtige Hester Shaw (Hera Hilmar) – zwei Gegensätze prallen aufeinander, zwei Menschen, deren Wege einander nie hätten kreuzen sollen. Sie und Anna Fang (Jihae) schmieden eine überraschende Allianz, die über den Fortgang der Menschheitsgeschichte bestimmen könnte.

Besetzung: Hugo Weaving, Hera Hilmar, Robert Sheehan, Jihae, Ronan Raftery, Leila George, Patrick Malahide und Stephen Lang
Regie: Christian Rivers
Drehbuch: Fran Walsh, Philippa Boyens, Peter Jackson
Nach den Romanen von: Philip Reeve
Produzenten: Zane Weiner, Amanda Walker, Deborah Forte, Fran Walsh, Peter Jackson

mortal engines kireg der städteMonumentale Science-Fiction-Steampunk-Fantasy mit korrekten Metaebenen. Wer sich auf den Retro-Look und die märchenhafte Allegorie fahrender Städte auf Raubzügen einlassen kann, wird visuell stattlich belohnt. Die Toxizität der Abfallprodukte Brennstoff-hungriger Motoren wird leider nicht thematisiert und manchmal drohen Abstürze ins Pathetische, sehenswert auf großer Leinwand aber allemal.

 

November 24th, 2018 by kritiker

daumen07

 

Wertung für OmU

Kinostart: 06.12.2018

Hollywood, Los Angeles. Obwohl die Miete für sein Apartment überfällig ist, hegt Sam keinerlei Ambitionen, einen Job zu finden. Lieber hängt er auf seinem Balkon herum, liest Comics und beobachtet die Nachbarinnen durchs Fernglas. Als ihn die umwerfend schöne Sarah eines Abends zu sich einlädt, kann er sein Glück kaum fassen. Doch am nächsten Morgen ist sie spurlos verschwunden. Sam wittert eine globale Verschwörung, die Millionäre, Celebrities, Hundemörder und urbane Mythen involviert. Seine Suche nach Sarah mutiert zur rauschhaften Odyssee durch den undurchsichtigen Dschungel der Großstadt.

Regie: David Robert Mitchel (It Follows)
Cast: Andrew Garfield, Riley Keough, Topher Grace

under the silver lakeWas zunächst wie eine zusammengewürfelte Aneinandereihung banaler Hohlheiten wirkt, ist ein Puzzle, das zusammengesetzt, banale Hohlheiten ergibt. Allerdings als nonchalante Metapher auf amerikanische Glitzerwelten, in denen nichts höheren Sinn ergibt, alles auf Profit oder Flucht vor der Realität ausgelegt ist, während die kleine Welt des Protagonisten zugrunde geht. Wunderliche, comicartige Blenderei aus den Tiefebenen unbewusster Verdrängungskultur.

März 22nd, 2018 by kritiker

daumen07

 

Kinostart: 22.03.2018

Im ersten Teil trafen die außerirdischen Monster während ihres Vernichtungsfeldzugs auf die von Menschen gelenkten Jaeger-Supermaschinen, die zur ihrer Abwehr konstruiert wurden. Doch nun stellt sich in PACIFIC RIM: UPRISING heraus, dass alles nur ein Vorspiel war: Die Kaiju kehren zurück – und sind stärker als je zuvor! John Boyega (Star Wars: Das Erwachen der Macht) spielt den rebellischen, einst hoffnungsvollen Jaeger-Piloten Jake Pentecost, dessen legendärer Vater damals im Krieg gegen die Kaiju sein Leben lassen musste. Inzwischen hat Jake jedoch seine Ausbildung abgebrochen und droht in die Kriminalität abzurutschen. Als plötzlich die Erde mit einer neuen, völlig überraschenden Attacke konfrontiert wird, stellt sich Jake der Herausforderung, das ruhmreiche Erbe seines Vaters anzutreten. An Jakes Seite kämpfen sein Pilotenrivale Lambert (Scott Eastwood) und die 15-jährige Jaeger-Hackerin Amara (Cailee Spaeny in ihrem Debüt). Schon bald bildet das Pan Pacific Defense Corps eine mächtige Abwehrtruppe – und jeder Einzelne muss erkennen, dass er nur in der heldenhaftesten Version von sich selbst zum Sieg gegen die Monster beitragen kann. Ein mitreißendes Abenteuer völlig ungeahnten Ausmaßes beginnt.

Regie: Steven S. DeKnight
Drehbuch: Emily Carmichael & Kira Snyder, Steven S. DeKnight und T.S. Nowlin
Story: Steven S. DeKnight und T.S. Nowlin
Nach den Figuren von: Travis Beacham
Besetzung: John Boyega, Scott Eastwood, Jing Tian, Cailee Spaeny, Rinko Kikuchi, Burn Gorman, Adria Arjona und Charlie Day
Produktion: Thomas Tull, Mary Parent, Jon Jashni, Cale Boyter, Guillermo del Toro, John Boyega, Femi Oguns

pacific-rim-uprisingEin internationales Team kämpft gemeinsam für das Überleben der Menschheit. Die visuelle Größe ist auch im zweiten Teil überwältigend, die Metaebene korrekt. Macht Spaß.

 

 

 

März 19th, 2018 by kritiker

daumen065

 

Wertung für OV

Kinostart: 05.04.2018

Die Handlung spielt 2045 in der chaotischen realen Welt am Rande des Zusammenbruchs. Doch die Menschen finden Erlösung in dem gigantischen virtuellen Universum OASIS, in dem die Grenzen der Geografie, der Gesetze und auch der Identität aufgehoben sind. Entwickelt wurde OASIS vom genialen, exzentrischen James Halliday (Mark Rylance). Als Halliday stirbt, hinterlässt er sein ungeheures Vermögen und die totale Kontrolle über OASIS der ersten Person, die die drei Schlüssel für den Zugang zu jenem Easter Egg findet, das er irgendwo in seinem scheinbar unendlichen Werk versteckt hat. So beginnt ein Spiel, das die gesamte Welt in Atem hält. Doch auch fünf Jahre später wirkt die nach wie vor leere Punktetafel wie ein Hohn für die Spieler … bis jetzt. Ein junger Held namens Wade Watts (Tye Sheridan) findet unter seinem Avatar-Namen Parzival endlich erste Hinweise, was ihn sofort berühmt macht … doch dadurch gerät er auch in größte Gefahr. Der skrupellose Konzernchef Nolan Sorrento (Ben Mendelsohn) beweist sehr schnell, dass er vor nichts zurückschreckt, um Wade zu schlagen und die Herrschaft über OASIS an sich zu reißen: Plötzlich wird der virtuelle Einsatz allzu bittere Realität. Wade begreift schließlich, dass er allein nicht gewinnen kann und schart seine Freundesclique um sich, die als High Five bekannt wird (Sheridan, Olivia Cooke, Lena Waithe, Philip Zhao, Win Morisaki). Gemeinsam geraten die Gefährten in eine realitätsverändernde Jagd nach dem Schatz durch ein fantastisches Universum voller Entdeckungen und Gefahren und bemühen sich, OASIS zu retten.

Regie: Steven Spielberg
Drehbuch: Eric Eason, Zak Penn
Nach dem Roman von Ernest Cline

reday player oneDie Menschheit wendet sich von realen Problemen ab und verbringt den Großteil der Zeit in Spielwelten, in denen es vor allem um brutal rücksichtsloses Konkurrenzstreben geht. Blinde Gefolgschaft gegenüber Autoritäten und Idolen ist normal. Die Freiheiten innerhalb des Systems werden auf modische Details beschränkt. Tiefgründige Kritik an dieser Primitivierung und dem kollektiven Weg in die Unmündigkeit gibt es in Spielbergs Film nicht, es geht vor allem darum, sich innerhalb der vorgegebenen Hierarchien an die Spitze zu setzen. Immerhin ist der Hauptgegner ein gesichtsloser Großkonzern, grundlegende Strukturen werden aber weder durchdacht noch substantiell in Frage gestellt. Gewalt ist OK, aber bei Küssen drehen sich die Nebendarsteller weg. Make War not Love ist auch in real existierenden Games Vorgabe. Das ist nicht grundlos so, denn religiöse Reaktionäre üben immer wieder Druck auf Spieleentwickler aus, bis Zuneigung und Sozialempfinden aus Spielen gestrichen werden und nur noch blanke Gewalt übrigbleibt. Das lässt sich unter anderem anhand des veränderten Gameplays von GTA belegen, das ursprünglich auch aus Flirts und Liebeleien bestehen sollte, bis die Entwickler sich dem politischen Druck ultrakonservativer US-Kreise beugten.
Spielbergs Ausflug in die Virtualität bleibt erwartungsgemäß harmlos, wirkt stellenweise altbacken, ist aber visuell reizvoll.

November 15th, 2017 by kritiker

daumen065

 

Wertung für OV

Kinostart: 16.11.2017

Angetrieben durch sein wiederhergestelltes Vertrauen in die Menschheit und inspiriert durch Supermans selbstloses Handeln, holt Bruce Wayne die Hilfe seiner neu entdeckten Verbündeten Diana Prince ein um einem noch stärkeren Gegner gegenüberzutreten. Gemeinsam machen sich Batman und Wonder Woman an die Arbeit ein Team von Metamenschen zu finden und rekrutieren und sich der neu erwachten Gefahr zu stellen. Aber trotz der Formierung dieses bisher nie dagewesenen Bündnisses von Helden – Batman, Wonder Woman, Aquaman, Cyborg und The Flash – könnte es bereits zu spät sein, um den Planeten vor einem Angriff katastrophalen Ausmaßes zu bewahren.

Regie: Zack Snyder
Drehbuch: Chris Terrio, Joss Whedon
Produktion: Charles Roven, Deborah Snyder
Kamera: Fabian Wagner
Besetzung: Henry Cavill: Clark Kent / Superman
Ben Affleck: Bruce Wayne / Batman
Gal Gadot: Diana Prince / Wonder Woman
Ezra Miller: Barry Allen / The Flash
Jason Momoa: Arthur Curry / Aquaman
Ray Fisher: Victor Stone / Cyborg
Amy Adams: Lois Lane
Jeremy Irons: Alfred Pennyworth
J. K. Simmons: Commissioner James Gordon
Ciarán Hinds: Steppenwolf
Jesse Eisenberg: Lex Luthor
Amber Heard: Mera
Connie Nielsen: Königin Hippolyta

Justice leagueDas Gerechtigkeitsliga-Motto „Kommt zusammen, um Gutes zu tun“ hat offensichtlich nicht nur am Set, sondern auch zu großen Teilen beim Drehbuchschreiben funktioniert. „Bring in the big guns“ steht ausnahmsweise nicht für noch tödlichere Waffentechnik. Und die Verknüpfung des in Hollywood-Filmen fast schon obligatorischen Glaubens erfreulicherweise mal mit Wahrheit und Gerechtigkeit – „I believe in truth and am a big fan of justice“ – ist zwar nicht spektakulär, aber im Vergleich zu den Sprüchen in vorherigen Warner/DC Superhelden-Produktionen geradezu fortschrittlich.

Es

September 14th, 2017 by kritiker

daumen07

 

Wertung nur für OV !

Kinostart: 28.09.2017

Der englische Originaltrailer:

Der misslungene deutsche Trailer:

In der Stadt Derry in Maine verschwinden immer wieder Kinder. Eine Gruppe von Kids wird mit ihren schlimmsten Ängsten konfrontiert, als sie dem bösen Clown Pennywise gegenüberstehen, der seit Jahrhunderten eine Spur von Mord und Gewalt hinter sich herzieht.

Andrés Muschietti inszenierte ES nach einem Drehbuch von Chase Palmer & Cary Fukunaga sowie Gary Dauberman, basierend auf dem Roman von King.

Bill Skarsgård: Pennywise
Javier Botet: The Leper
Finn Wolfhard: Richie Tozier
Nicholas Hamilton: Henry Bowers
Jaeden Lieberher: Bill Denbrough
Steven Williams: Leroy Hanlon
Megan Charpentier: Gretta
Wyatt Oleff: Stanley Uris
Sophia Lillis: Beverly Marsh

esKathartischer Horror at its best. Hinter der kleinbürgerlichen Fassade lauert das Grauen. Inhaltlich wurde der Stephen King Klassiker Hollywood-konform geglättet, die filmische Umsetzung ist jedoch hervorragend: Sehr gute Kamera- und Regiearbeit. Dass keine großen Stars auftreten, fällt angenehm auf.

Der misslungene deutsche Trailer war erster Hinweis auf eine auf Geisterbahn getrimmte Synchronisation, leider wurden in der deutschen Fassung entscheidende Feinheiten zerstört.

April 1st, 2017 by kritiker

daumen07

 

Kinostart: 23.03.2017

15 Jahre sind vergangen, seitdem Stefan (LUCAS GREGOROWICZ) seiner Heimatstadt Würzburg den Rücken gekehrt hat. Eigentlich wollte er sich den Wunschtraum erfüllen, in der Karibik eine Strandbar zu eröffnen. Stattdessen hat er als Anwalt Karriere gemacht und steht nun in Dubai kurz davor, die toughe Geschäftsfrau Yasemin (MELANIE WINIGER) zu heiraten, deren Vater einer der einflussreichsten Männer der Emirate ist. Allerdings braucht er schnell noch seine Geburtsurkunde, die er sich in Deutschland abholen muss. Kein Ding. Kurz einfliegen und gleich wieder raus. Denkt sich Stefan. Doch dann trifft er seinen alten Kumpel Kai (MORITZ BLEIBTREU) wieder, mit dem er damals den Cannabis-Pizzalieferservice „Lammbock“ betrieben hat. Kai lebt jetzt in einer Kleinfamilie und schlägt sich mit einem neuen Asia-Lieferservice durch, den er „Lommbock“ nennt. Ein letzter gemeinsamer Joint bringt ungeahnte Probleme und wird für die Freundschaft der beiden zur echten Herausforderung: Denn die Vergangenheit kickt mitunter zeitverzögert…

LommbockHerrlich tiefenentspannendes Gegenmittel zur derzeitigen verantwortungslosen Drogenpolitik. Die zuständige Ministerin bewirbt im Amt eine Droge, die in Deutschland jährlich ca. 15.000 Tote plus schwere Krankheiten verursacht und verteufelt eine uralte Heilpflanze, deren Nutzung (auch noch nach der Gesetzesänderung) selbst für Schwerkranke durch schikanöse Bürokratie erschwert wird. Hier zeigt sich exemplarisch die ewig gestrige Inkompetenz, Heuchelei, Klientelpolitik und Bürgerrechtsfeindlichkeit der jetzigen Regierung. Lommbock umgarnt mit locker flockigem Charme ohne sich verlogen schleimig an herrschende Verhältnisse anzubiedern. Die Kritik am Saudi-Regime hätte schärfer ausfallen können. Trotzdem bemerkenswert für eine deutsche Produktion.

Februar 25th, 2017 by kritiker

daumen07

 

Wertung für 3D im IMAX

Kinostart: 23.02.2017 im IMAX

A BEAUTIFUL PLANET ist ein atemberaubendes Porträt unserer Erde aus dem Weltall, das uns aus einem einzigartigen Blickwinkel ein neues Verständnis unseres Planeten und unserer Galaxie vermittelt. Der Film, der in Zusammenarbeit mit der National Aeronautics and Space Administration (NASA) gedreht wurde, zeigt beeindruckende Aufnahmen unseres wundervollen blauen Planeten, und welchen Einfluss die Menschheit im Lauf der Zeit auf ihn genommen hat. Die Bilder wurden von Astronauten an Bord der International Space Station (ISS) aufgenommen. Vom All aus gesehen strahlt die nächtliche Erde im elektrischen Licht und man sieht, wie sich die Menschheit auf dem Planeten ausbreitet – eine unmittelbare Visualisierung der Veränderungen in unserer Welt. Aber es liegt in unserer Hand, den Planeten zu beschützen. Indem wir unsere Galaxie weiter erforschen und zu neuen Erkenntnissen gelangen entwickeln wir auch eine tiefere Verbindung zu dem Ort, den wir unser Zuhause nennen. IMAX Entertainment und Toni Myers – die gefeierte Filmemacherin, die schon bei den IMAX-Dokumentarfilmen Blue Planet, Hubble 3D und Space Station 3D Regie geführt hatte — präsentieren mit A BEAUTIFUL PLANET einen Ehrfurcht einflößenden Blick auf unsere Erde und einen hoffnungsvollen Ausblick auf die Zukunft der Menschheit.

Erzählstimme in der Originalfassung: Jennifer Lawrence Kamera / Astronaut Training Manager: James L. Neihouse, ASC Space Operations: Marsha Ivins Drehbuch und Schnitt: Toni Myers Musik: Micky Erbe und Maribeth Solomon Sound Design: Peter Thillaye Executive Producer: Graeme Ferguson Co-Producer: Judy Carroll Produktion und Regie: Toni Myers Filmlänge: 45 Minuten http://abeautifulplanet.imax.com/

beautiful planet45-Minuten-IMAX-Doku: Der Blick von der ISS auf die Erde. Was real viele Millionen und jahrzehntelange Astro- und Kosmonautenausbildungen kostet, kann man im IMAX risikolos erleben. Ähnliche Bilder sind bekannt und der Kommentartext wirkt zuweilen ungenau bis undurchdacht apodiktisch. Das Faszinierende ist die Möglichkeit sinnlicher Erfahrung von Objektivierung – ein gesunder Perspektivwechsel, der natürliches Verantwortungsbewusstsein für einen bedrohten, einzigartigen Planeten reaktivieren kann.

Februar 15th, 2017 by kritiker

daumen0751

 

Wertung für OmU (teils ungenau übersetzt)

Kinostart: 23.02.2017

Der packende Doku-Thriller DO NOT RESIST enthüllt die rasante Militarisierung der US-Polizei und gibt einen schockierenden Ausblick auf die Zukunft der Polizeiarbeit unter der globalen Terrorgefahr. Regisseur Craig Atkinson begleitet SWAT-Spezialeinheiten auf ihren adrenalingeladenen Einsätzen, gerät mit der Kamera zwischen die Fronten der Ausschreitungen in Ferguson und dringt bis tief in die Überwachungszentralen, die an Science-Fiction Filme erinnern, vor. Dabei entsteht das schockierende Bild einer sich im Wandel befindenden Weltmacht, die umstrittene Technologien wie Predictive Policing Algorithmen und kriegsbewährte Taktiken und Überwachungsmethoden gegen ihre eigenen Bürger einsetzt. Ein aufrüttelnder Film, der eine düstere Zukunft unter „Law & Order“-Präsidenten Donald Trump erahnen lässt.

Link zur offiziellen Webseite

DoNotResistDokumentation über die Militarisierung der US-Polizei. Atmosphärisch dicht, spannender als mancher Sci-Fi, Augen öffnend. Polizisten, die auch gegen Demonstranten eingesetzt werden, bekommen Kriegswaffen – von Panzerfahrzeugen bis zu Bajonetten. Die Ausbilder und Chefs der Polizeibehörden bereiten auf Krieg vor. Das geht bis zu Entmenschlichung des „Gegners“ mittels Bezeichnung von Zivilisten als „Monster“ durch FBI Chef Comey. Angegriffen werden vor allem Bürger, die versuchen zu demonstrieren oder des Grasrauchens verdächtigt werden – sofern sie nicht reich sind. Anstatt die Kluft zwischen arm und reich zu verringern, wird zum Bürgerkrieg gegen die eigene Bevölkerung aufgerufen, der mit immer brutaleren Mitteln geführt wird. Das ist der Abgrund, auf den sich jede Gesellschaft zubewegt, die Neoliberalen die Macht überlässt. Auf Ursachen, größere Zusammenhänge und Taktik der Profiteure geht die 72-Minuten-Doku kaum ein – Fortsetzungen wären sinnvoll. Leider erfüllen die ÖR ihren Auftrag diesbezüglich nur ungenügend, unabhängige Kinos müssen anscheinend wieder die Vorreiterrolle übernehmen, denn in den Weiten digitaler Angebote geht viel verloren.