November 29th, 2019 by kritiker

daumen02

 

Wertung für OV

Kinostart: 12.12.2019

„Motherless Brooklyn“ folgt Lionel Essrog (Edward Norton), einem einsamen Privatdetektiv mit Tourette-Syndrom, bei seinem riskanten Vorhaben, den Mord an seinem Mentor und einzigen Freund Frank Minna (Bruce Willis) aufzuklären. Mit nichts weiter als einigen Hinweisen, aber befeuert von seinem drängenden, obsessiven Verstand deckt Lionel streng gehütete Geheimnisse auf, die entscheidend für das Schicksal und das Gleichgewicht von New York sind. Der rätselhafte Mord spült ihn in Gin- geschwängerte Jazzklubs in Harlem, in die unnachgiebigen Slums von Brooklyn und schließlich in die vergoldeten Säle der Mächtigen von New York. Um seinen Freund zu ehren, nimmt Lionel den Kampf gegen Gangster, Korruption und den gefährlichsten Mann der Stadt auf – und um die Frau zu schützen, die seine eigene Rettung sein könnte.

Darsteller: Edward Norton, Bruce Willis, Gugu Mbatha-Raw, Leslie Mann, Alec Baldwin, Willem Dafoe

Regie: Edward Norton

Motherless BrooklynFahrige, einschläfernde Verfilmung über Machtmissbrauch mittels Immobilien. Stärkung von Mieterrechten muss immer wieder erkämpft werden.

 

 

 

 

November 19th, 2019 by kritiker

daumen015

 

Wertung für OV

Kinostart: 21.11.2019

Immer noch gezeichnet von den traumatischen Erlebnissen, die er als Kind im Overlook durchmachte, musste Dan Torrance darum ringen, so etwas wie Frieden in seinem Leben zu finden. Doch dieser Frieden wird erschüttert, als er Abra trifft, einen tapferen Teenager, der im Besitz einer mächtigen, übersinnlichen Kraft ist: des „Shining“. Ihren Instinkten folgend hat Abra erkannt, dass Dan diese Gabe ebenfalls besitzt. Sie bittet ihn um Hilfe, gegen die gnadenlose Rose the Hat und ihre Anhänger vom Wahren Knoten vorzugehen, die sich in ihrem Streben nach Unsterblichkeit vom Shining Unschuldiger ernähren.

Darsteller: Ewan Mcgregor, Rebecca Ferguson, Kyliegh Curran
Regie: Mike Flanagan

Doctor sleepDas Sequel von „Shining“ wirkt äußerlich (trotz 30 Mio. mehr Budget) und innerlich vergleichsweise billig. Die Auswirkungen des Kaperns der Sozialindustrie durch Kirchen können fatal sein: Statt wissenschaftlich fundierter Therapie, Hirnwäsche zu folgsamer Eindimensionalität, wie im Fall der Anonymen Alkoholiker, die Stephen King seit den späten Achtzigern beeinträchtigen.
Indes „shinen“ (atheistische) Meister wie Kubrick relativ gesehen um so heller.

Oktober 14th, 2019 by kritiker

daumen015

 

Kinostart: 24.10.2019

In ihrem neuen Abenteuer suchen die bleiche Morticia und ihr feuriger Gatte Gomez mitsamt Familie ein neues Zuhause. In einer gewittrigen Nacht finden sie in einem herrschaftlichen viktorianischen Herrenhaus ein Heim, das perfekt den Charakter seiner neuen Bewohner unterstreicht. Das Leben hier ist wunderbar: Tochter Wednesday spannt mit Vorliebe ihren Bruder Pugsley auf die Folter, Grandma experimentiert im Keller mit brodelnden Hexentränken, Onkel Fester zapft die maroden Stromleitungen an und das eiskalte Händchen spaziert durch die langen knarzigen Geheimgänge des Gemäuers. Doch die schrägste Familie kann nicht in Schrecken leben, wenn die neuen Nachbarn zutiefst absonderlich sind. Schließlich leidet Wednesday neben morbider Pubertät auch unter allgemeiner Schulpflicht. Sie hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei ihren Mitschülern und deren Eltern, die sich eine perfekte Vorstadtidylle erträumen und fortan nur noch ein Ziel kennen: Der seltsame Clan der Addams muss verschwinden!

Basierend auf den Kultcartoons von Charles „Chas“ Addams wird DIE ADDAMS FAMILY von Conrad Vernon (Shrek, Madagascar 3 – Flucht durch Europa) und Co-Regisseur Greg Tiernan (Sausage Party – Es geht um die Wurst) inszeniert sowie von Gail Berman und Alex Schwartz produziert.

Addams Family_01Vorgebliche Unangepassheit, die noch angepasster ist – so wird der Rückschritt in Spießigkeit verkauft. Kundenkreise und Absatzmärkte müssen erweitert werden, da werden dann sogar anders Aussehende „akzeptiert“. Hauptsache es werden keine marktwirtschaftlichen Prinzipien in Frage gestellt. Eine weitere Ikone der Nonkonformität wurde geistlos öde missbraucht.

 

Juli 31st, 2019 by kritiker

daumen025

 

Kinostart: 22.08.2019

Die drei Freunde Max (Jacob Tremblay), Thor (Brady Noon) und Lucas (Keith L. Williams) versuchen ihre Nachbarsmädchen mittels einer Drohne auszuspionieren, um Erfahrungen zu sammeln. Doch die Mädchen ertappen sie dabei und kassieren den Flugroboter ein. Nun setzen die Jungs alles daran, die teure Drohne zurückzuholen, koste es, was es wolle. Die drei schwänzen also die Schule und lassen auf ihrer verzweifelten Mission keinen noch so gedankenlosen Fehltritt aus. Sie geraten in ein studentisches Paintball-Match, lassen aus Versehen ein paar Drogen mitgehen, und es dauert nicht lange, bis ihnen sowohl die Cops als auch eine Horde furchteinflößender Teenage-Girls auf den Fersen sind.

Besetzung: Jacob Tremblay, Keith L. Williams, Brady Noon, Molly Gordon, Lil Rel Howery, Will Forte
Regie: Gene Stupnitsky
Drehbuch: Lee Eisenberg & Gene Stupnitsky
Produzenten: Lee Eisenberg, Evan Goldberg, Seth Rogen, James Weaver
Ausführende Produzenten: Nathan Kahane, Josh Fagen

good boysDer Trailer ist irreführend – Seth Rogen tritt in der lauen Möchtegernkomödie gar nicht auf. Er fungiert nur als Produzent und demonstriert, dass nicht alles in seinen Händen zu Gold wird.
Dass der Film in den USA ein R-Rating (ab 17 Jahren) wie brutalste Slasher-Horrorstreifen bekommt, auch weil puritanische Christen das (vor allem von Heranwachsenden häufig verwendete) Füllwort „Fuck“ sexuell konnotieren, belegt absurde Moralvorstellungen: Blutige Massenmorde an Schwächeren wie in der Bibel sind für rechtskonservative Religiöse akzeptabel, aber wehe es wird etwas angeblich „Sexuelles“ erwähnt.

Mai 1st, 2019 by kritiker

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Kinostart: 09.05.2019

Von den Männern dieser Welt enttäuscht, verbündet sich Tollpatsch Penny (Rebel Wilson) mit der hochklassigen Trickbetrügerin Josephine (Anne Hathaway). Gemeinsam wollen sie auf Millionärsjagd gehen, um sich zu nehmen, was ihnen eigentlich nicht gehört. Nur Pennys unkultiviertes Auftreten steht dem Beutezug noch im Weg. Kurzerhand wird sie in die Kunst des Edelbetrugs eingeweiht. Auf dem Lehrplan stehen nun High Heels statt Hoodie und Tango statt Twerken. Ein waghalsiges Unternehmen – doch auch aus einem Ganoven-Entlein wird irgendwann ein ganz schön durchtriebener Schwan mit (sehr eigenem) Stil.
Besetzung: Anne Hathaway, Rebel Wilson, Tim Blake Nelson, Alex Sharp
Regie: Chris Addison
Drehbuch: Stanley Shapiro, Paul Henning, Dale Launer, Jac Schaeffer

Glam Girls 2Respekt – die Faulheit der vier Drehbuchschreiber ist spektakulär: Das Skript von „Zwei hinreißend verdorbene Schurken“ inklusive Dialogen übernehmen, weibliche und männliche Rollen vertauschen, ein paar Gags aus Fernsehserien copypasten – fertig. Ist aber so unattraktiv wie der männliche Hauptdarsteller.

 

 

März 25th, 2019 by kritiker

daumen015

 

Wertung für OV

Kinostart: 04.04.2019

In jedem von uns steckt ein Superheld – es bedarf nur etwas Magie, um ihn zu erwecken. Wenn Billy Batson (Angel), ein cleveres 14 Jahre altes Pflegekind, das Wort SHAZAM! ruft, verwandelt er sich in den erwachsenen Superhelden Shazam (Levi) – das Vermächtnis eines uralten Zauberers. Shazam – ein Junge in einem muskulösen, göttlichen Körper – macht, was jeder Teenager mit Superkräften machen würde: Er kostet seine Erwachsenenversion aus und hat Spaß! Kann er fliegen? Hat er den Röntgenblick? Kann er Blitze aus seinen Händen schießen lassen? Kann er den Sozialkunde-Test schwänzen? Mit der glückseligen Sorglosigkeit eines Kindes macht sich Shazam daran, seine Fähigkeiten auszutesten. Aber um gegen die von Dr. Thaddeus Sivana (Strong) gesteuerten todbringenden Kräfte des Bösen kämpfen zu können, muss er seine Kräfte schnellstens meistern.

Regie: David F. Sandberg („Annabelle 2“)
Produktion: Peter Safran
Drehbuch: Henry Gayden

ShazamEs ist ein Trugschluss zu glauben, dass, nur weil es viele langweilige Menschen gibt, es einen Bedarf an langweiligen Filmen gäbe.

 

 

 

 

November 24th, 2018 by kritiker

daumen02

 

Wertung für OmU

Kinostart: 06.12.2018

WIDOWS ist die Geschichte von vier Frauen, die nichts gemeinsam haben außer einer Schuld, die durch die kriminellen Machenschaften ihrer toten Ehemänner hinterlassen wurde. Im heutigen Chicago und in einer Zeit des Aufruhrs kommt es zu wachsenden Spannungen, als Veronica (Oscar®-Preisträgerin Viola Davis), Alice (Elizabeth Debicki), Linda (Michelle Rodriguez) und Belle (Cynthia Erivo) ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen. Sie schmieden einen Komplott, um sich eine Zukunft ganz nach ihren eigenen Vorstellungen und Wünschen zu erschaffen.

Regie: Steve McQueen
Drehbuch: Gillian Flynn, Steve McQueen
Produzenten: Steve McQueen, Iain Canning, Emile Sherman
Mit: Elizabeth Debicki, Michelle Rodriguez, Cynthia Erivo, Carrie Coon, Liam Neeson, Colin Farrell, Robert Duvall, Daniel Kaluuya und Brian Tyree Henry Verleih: Twentieth Century Fox

widows

Korruption, Schwerverbrechen, Freundschaftsverrat, Amoralität werden nicht mehr infrage gestellt, sondern gemäß altem Testament als Mittel zum Zweck (Gier) akzeptiert. Verpackt in eine wirre, realitätsferne Story, die nicht aufgeht. Schade um fähige Filmcrew und Schauspieler.

 

 

September 6th, 2018 by kritiker

daumen02

 

Wertung für OmU

Kinostart: 15.11.2018

Italien vor zehn Jahren. Jeder korrumpiert jeden. Getrieben von maßloser Gier nach Reichtum, Macht und rauschhaftem Sex, totaler Entgrenzung und ewiger Jugend suchen sie alle die Nähe ihres Cavaliere Silvio Berlusconi: Sergio, der kleine Call-Girl-Ring-Betreiber aus Apulien, Ramsch-Bild des italian lovers, mit seinen zugekoksten Mädchen und seiner durchtriebenen Co-Intrigantin Tamara ebenso wie die ausgebufften Politgreise Roms, die es nicht lassen können, sich an die Macht durchzustechen. Es ist ein Reigen aus ungestillten Sehnsüchten und schillernder Dekadenz, moralischem Abschaum und lasziv zuckenden Körpern, der sich wie magisch angezogen immer enger um „IHN“, den Mächtigsten des Landes und größten Medien-Moguls Europas schließt. „ER“ versteht als Einziger ihre Ängste und Hoffnungen und verheißt jedem in seinen kitschbunten TV-Shows das Glück im Spaß-Paradies, das er ihnen hemmungslos vorlebt.

In Wahrheit brütet der geniale [sic!] Traum-Verkäufer mit dem perückenhaft gefärbten Haar einsam auf seiner atemberaubenden Sommerresidenz in der sardischen Sonne – abgewählt, ausgebrannt, zahn- und ratlos, verfolgt von zahllosen Anklagen. Veronica, die wundervolle Ehefrau, die er liebt, verachtet ihn und will ihre Würde zurück. Doch als er Wind davon bekommt, dass ein enger Vertrauter in Rom drauf und dran ist, ihm das Messer in den Rücken zu jagen, erwacht sein Stolz zu neuem Leben. Angestachelt vom Reigen der Jungen und Schönen, der nach Erlösung lechzenden Korrupten und Dekadenten, entschließt sich Silvio Berlusconi, seinen Verkäuferinstinkt wieder von der Leine zu lassen und die Macht erneut an sich zu reißen.

Besetzung: Toni Servillo, Elena Sofia Ricci, Riccardo Scamarcio, Kasia Smutniak, Euridice Axen, Fabricio Bentivoglio, Roberto De Francesco, Dario Cantarelli, Anna Bonaiuto
Regie: Paolo Sorrentino
Drehbuch: Paolo Sorrentino, Umberto Contarello
Produktion: Nicola Giuliano, Francesca Cima, Viola Prestieri, Carlotta Calori

LoroPerfides Propagandamachwerk, das pseudokritisch daherkommt, aber verschlagen versucht zu verharmlosen und Berlusconi auf emotionaler Ebene zu entlasten. Regisseur, Drehbuchautor und Oscar-Gewinner Paolo Sorrentino scheint Erfolg nicht am größtmöglichen Nutzen für das Allgemeinwohl zu messen, sondern an skrupelloser Geldanhäufung mittels Mafiakontakten. Wahrscheinlich produziert, um den Amts-missbrauchenden Kriminellen zu rehabilitieren und ihm eine nochmalige Wiederwahl zu ermöglichen. Denn der rechtspopulistische Berlusconi kann 2018 wieder kandidieren, nachdem ein Gericht das Urteil, das ihm verbot politische Ämter zu bekleiden, überraschend aufgehoben hat. Langatmig, oberflächlich, eindimensional.

Kin

August 15th, 2018 by kritiker

daumen02

 

Kinostart: ursprünglich 13.09.2018, verschoben auf 2019

Auf einem seiner Streifzüge durch ein verlassenes, in Trümmern liegendes Gelände findet Teenager Eli (Myles Truitt) einen mysteriösen Gegenstand, der nicht von dieser Welt zu sein scheint. Zunächst hält er seinen Fund geheim, doch als er mit seinem frisch aus dem Gefängnis entlassenen Bruder Jimmy (Jack Reynor) vor dessen altem Gangsterboss (James Franco) flüchtet, nutzt Eli den Apparat, der sich als mächtige, überirdische Hightech-Waffe erweist, um seinem Bruder zu helfen. Dabei ahnt er nicht, dass sie dadurch erst recht zu Gejagten werden. Plötzlich ist nicht nur die Polizei hinter ihnen her, sondern auch die außerirdischen Streitkräfte, die die Waffe einst zurückgelassen haben und sie wieder zurück wollen – und das um jeden Preis!
Regie: Die Zwillinge Josh und Jonathan Baker
Darsteller: Myles Truitt, Carrie Coon, James Franco (Nebenrolle), Zoë Kravitz, Dennis Quaid, Jack Reynor uvm.

Kin Waffenhändlers feuchter Traum: Waffen, die zu besten Freunden von Jugendlichen werden. Schlampig inszeniert.

 

 

 

 

Juli 3rd, 2018 by kritiker

daumen015

 

Kinostart: 06.07.2018

Die USA in einer nicht allzu fernen Zukunft: Um die Verbrechensrate für den Rest des Jahres unter ein Prozent zu drücken, setzen die „Neuen Gründungsväter Amerikas“ eine gewagte soziologische Theorie in die Tat um: Für eine einzige Nacht bleiben alle Gewalttaten straffrei. Damit soll der frustrierten Bevölkerung ein Ventil für ihre angestauten Aggressionen geboten werden. Doch was zunächst als recht harmloses Experiment im New Yorker Stadtteil Staten Island beginnt, gerät außer Kontrolle und breitet sich schon bald wie ein Lauffeuer über die ganze Nation aus, als der unterdrückten Bevölkerung bewusst wird, dass die Regierung sich nicht an die Regeln der gesetzlosen Nacht hält.

Regie: Gerard McMurray

Nach The Purge: Election Year, dem bisher erfolgreichsten Film der Reihe, kehrt der Schöpfer dieses weltweit erfolgreichen Phänomens James DeMonaco (Autor und Regisseur von The Purge, The Purge: Anarchy und The Purge: Election Year) zurück. Als Produzenten zeichnen erneut Jason Blum (Blumhouse Productions), Michael Bay, Brad Fuller und Andrew Form (Platinum Dunes, Teenage Mutant Ninja Turtles- und Ouija-Franchises, The Texas Chainsaw Massacre) verantwortlich.

The-First-PurgerUnoriginell hingehauene, undurchdachte Predigten aus der Sonntagsschule für geistig Minderbemittelte: Staat böse, Kirche gut. Dass sich in der Realität korrupte Machthaber ihre Kanonen von der Kirche segnen lassen, ist dem Drehbuchschreiber offensichtlich entgangen. Schade, denn die ersten drei Teile der Purge-Reihe waren akzeptabel bis sehenswert.

 

März 30th, 2018 by kritiker

daumen025

 

Wertung für OmU

Von der Nachrichtensprecherin bis zum Obdachlosen, von der Pop-Art bis hin zu Dogma 95: In MANIFESTO ist die zweifache Oscar®-Gewinnerin Cate Blanchett in zwölf unvergesslichen Episoden zu sehen, die allesamt Manifeste verschiedener Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts behandeln. Unter der Regie des renommierten Film- und Videokünstlers Julian Rosefeldt brilliert eine chamäleonhafte Blanchett in einer noch nicht dagewesenen schauspielerischen Tour de Force. In diesem so beeindruckenden wie zeitgemäßen Weckruf verwebt Rosefeldt geschickt die leidenschaftlichsten Statements der Kunstgeschichte. MANIFESTO greift auf die Texte von Futuristen, Dadaisten, Fluxus-Künstlern, Suprematisten, Situationisten und anderer Künstlergruppen zurück, ebenso wie auf die Überlegungen einzelner Künstler, Architekten, Tänzer und Filmemacher. Rosefeldt hat diese Manifeste bearbeitet, in zwölf brillanten Collagen neu zusammengefügt und so die Ideen von Claes Oldenburg, Yvonne Rainer, Kazimir Malevich, André Breton, Sturtevant, Sol LeWitt, Jim Jarmusch und vielen mehr miteinander verwoben. Blanchett präsentiert diese “neuen” Manifeste in Gestalt der von ihr verkörperten Persönlichkeiten, darunter eine Lehrerin, eine Puppenspielerin, eine Fabrikarbeiterin und ein Obdachloser.

Cast: Cate Blanchett
Regie: Julian Rosefeldt

DVD-Release: 25.05.2018

ManifestoInspirierende Berliner Drehorte und Cate Blanchett spielt ihre 12 Rollen annehmbar – in diesem Kunstfilm, der zuweilen selbstironisch Kunstbetrieb-kritisch daherkommt, ansonsten aber mit aufgeblasenen Hohlheiten aus belanglosen Künstlerzitaten langweilt.

 

 

 

November 8th, 2017 by kritiker

daumen015

 

Kinostart: 07.12.2017

Es geschieht plötzlich und unerwartet. C (Casey Affleck) kommt bei einem Autounfall ums Leben. Doch kurz darauf kehrt sein Geist zurück. Der Illusion verschrieben, seiner Frau M (Rooney Mara) bei ihrem Verlust beizustehen, muss er feststellen, dass er in seiner neuen Gestalt, losgelöst von jeglicher Zeit, existiert. Als passiver Beobachter ist er gezwungen, schmerzlich dabei zuzusehen, wie ihm das Leben, das er kannte, entgleitet und die Frau, die er liebte, in eine neue Zukunft entschwindet. Unfähig seine Situation zu akzeptieren, vergehen Tage, Wochen und sogar Jahre, bis C verzweifelt erkennt, dass er womöglich für immer an dieses Dasein gefesselt sein wird. Während sich die Welt um ihn drastisch verändert, verblassen Stück für Stück die Konturen seiner eigenen Existenz.

Besetzung: Casey Affleck, Rooney Mara, Will Oldham
Regie & Drehbuch: David Lowery
Produktion: Toby Halbrooks, James M. Johnston, Adam Donaghey

A-Ghost-StoryWer ins Kino geht, um seine Begleitung zu verführen, ist hier richtig: Die Handlung ist so unerträglich sinnlos und langweilig, dass Ablenkung überlebensnotwendig ist. Und selbst nach mintenlangen Kussorgien reicht ein kurzer Blick auf die Leinwand, um zu erkennen, dass nichts passiert ist – sogar die Kameraeinstellung ist noch dieselbe.