November 8th, 2017 by kritiker

daumen015

 

Kinostart: 07.12.2017

Es geschieht plötzlich und unerwartet. C (Casey Affleck) kommt bei einem Autounfall ums Leben. Doch kurz darauf kehrt sein Geist zurück. Der Illusion verschrieben, seiner Frau M (Rooney Mara) bei ihrem Verlust beizustehen, muss er feststellen, dass er in seiner neuen Gestalt, losgelöst von jeglicher Zeit, existiert. Als passiver Beobachter ist er gezwungen, schmerzlich dabei zuzusehen, wie ihm das Leben, das er kannte, entgleitet und die Frau, die er liebte, in eine neue Zukunft entschwindet. Unfähig seine Situation zu akzeptieren, vergehen Tage, Wochen und sogar Jahre, bis C verzweifelt erkennt, dass er womöglich für immer an dieses Dasein gefesselt sein wird. Während sich die Welt um ihn drastisch verändert, verblassen Stück für Stück die Konturen seiner eigenen Existenz.

Besetzung: Casey Affleck, Rooney Mara, Will Oldham
Regie & Drehbuch: David Lowery
Produktion: Toby Halbrooks, James M. Johnston, Adam Donaghey

A-Ghost-StoryWer ins Kino geht, um seine Begleitung zu verführen, ist hier richtig: Die Handlung ist so unerträglich sinnlos und langweilig, dass Ablenkung überlebensnotwendig ist. Und selbst nach mintenlangen Kussorgien reicht ein kurzer Blick auf die Leinwand, um zu erkennen, dass nichts passiert ist – sogar die Kameraeinstellung ist noch dieselbe.

 

Oktober 5th, 2017 by kritiker

daumen025

 

Kinostart: 05.10.2017

30 Jahre nach den Ereignissen des ersten Films fördert ein neuer Blade Runner, der LAPD Polizeibeamte K (Ryan Gosling), ein lange unter Verschluss gehaltenes Geheimnis zu Tage, welches das Potential hat, die noch vorhandenen gesellschaftlichen Strukturen ins Chaos zu stürzen. Die Entdeckungen von K führen ihn auf die Suche nach Rick Deckard (Harrison Ford), einem seit 30 Jahren verschwundenen, ehemaligen LAPD Blade Runner.

Regie: Denis Villeneuve
Drehbuch: Hampton Fancher, Michael Green
Darsteller: Ryan Gosling, Harrison Ford, Jared Leto

blade-runner-2049Die hohen Erwartungen werden grausam enttäuscht: Der fade, mit unterdurchschnittlichen VFX aufgepeppte, einschläfernde Stumpfsinn wäre keiner Erwähnung wert, gäbe es nicht die massenhafte Werbung, plus illegale Schleichwerbung der Öffentlich-rechtlichen sogar in Nachrichtensendungen. Die fehlenden Warnungen etablierter Filmkritiker lassen tief blicken.
Ging es im Original noch um so heftigen Widerstand gegen Sklaverei, dass sogar die Erschaffer (/“Götter“) getötet wurden, wird in der 2017er Version das Gebären von Sklaven als „revolutionär“ angepriesen. Das deckt sich mit den Interessen egomaner Ausbeuter. Der für das langfristige Überleben der Menschheit existentiell notwendige, gesellschaftliche Fortschritt wird aber nicht durch mehr Biomasse, sondern bessere Bildung, undogmatische Aufklärung und Ermutigung zu vorurteilsfreier Erkenntnis erreicht.

August 22nd, 2017 by kritiker

daumen02

 

Kinostart: 07.09.2017

Die 24-jährige Mae Holland (Emma Watson) ist überglücklich. Sie hat einen Job in der angesagtesten Firma der Welt ergattert: beim „Circle“, einem Internetkonzern, der alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die alles abgewickelt werden kann. Mae stürzt sich voller Begeisterung in die schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, Gratis-Konzerten und coolen Partys. Während sie innerhalb der Firma immer weiter aufsteigt, wird sie vom charismatischen Firmengründer Eamon Bailey (Tom Hanks) ermutigt, an einem für den „Circle“ bahnbrechenden Experiment teilzunehmen. Die Teilnahme an dem Experiment und ihre Entscheidungen zugunsten des „Circles“ beeinflussen zunehmend das Leben und die Zukunft ihrer Freunde und Familie. Und dann ist da auch noch ihr mysteriöser Kollege Kalden (John Boyega)…

Mit Emma Watson, Tom Hanks, John Boyega, Karen Gillan, Bill Paxton, Ellar Coltrane
Regie und Drehbuch: James Ponsoldt

The-CircleWas zunächst den Anschein substantieller Kritik an totaler Überwachung und sozialen Netzwerken erweckt, entpuppt sich quälend langsam als undurchdachte Praktikantenfantasie: Anstatt das diktatorische System zu ändern oder wenigstens konsequent zu hinterfragen, setzt sich die Praktikantin an die Spitze. Unerträglich öde inszeniert.

 

August 17th, 2017 by kritiker

daumen025

 

Kinostart: 31.08.2017

Zach (Jannis Niewöhner) macht sich widerwillig auf in das Hochleistungs-Camp der Abschlussklasse. Im Gegensatz zu seinen Kommilitonen hat er kein Interesse daran, auf die renommierte Rowald Universität zu kommen. Obwohl sie ihn nicht versteht, ist die ehrgeizige Nadesh (Alicia von Rittberg) von dem Einzelgänger fasziniert und versucht, ihm näherzukommen. Zach wiederum interessiert sich mehr für das geheimnisvolle Mädchen Ewa (Emilia Schüle), das im Wald lebt und sich mit Diebstählen über Wasser hält. Als Zachs Tagebuch verschwindet und ein Mord geschieht, scheint der fragile Zusammenhalt der jugendlichen Elite an sich selbst zu zerbrechen. Nur der vermeintlich moralisch integre Lehrer (Fahri Yardim) versucht zu helfen, aber dafür ist es schon zu spät…

Darsteller: Jannis Niewöhner, Fahri Yardim, Emilia Schüle, Alicia von Rittberg Drehbuch: Alex Buresch, Matthias Pacht
Executive Producers: Martin Moszkowicz, Oliver Berben, Constantin Film Produzenten: Uli Aselmann, Sophia Aldenhoven, die film gmbh
Regie: Alain Gsponer

Jugend_ohne_GottDeutsche Near-Future-Fiction angelehnt an Horvaths Roman. Banalitäten und emotionale Unglaubwürdigkeiten werden von der doppelzüngigen Weltsicht in den Schatten gestellt, die vorgibt sozialkritisch sein zu wollen, aber existierende Vorurteile durch noch geistlosere ersetzt. Anstatt reiche Erben, werden Arbeiter als asozial schmarotzend bezeichnet – und das wird nie aufgelöst. Im Gegenteil, die Darstellung als heruntergekommenes Lumpenpack, das nicht mal in der Lage ist vernünftig zu kommunizieren, wird konkretisiert. Spenden und (eigennützig partikuläres) Mitgefühl durch ein paar reiche Außenseiter müssen für moralische Reinwaschung reichen. Systemkritik wird durch das Märchen vom ethisch empfindsamen reichen Erben ersetzt.

Juni 26th, 2017 by kritiker

daumen02

 

Kinostart: 06.07.2017

Im nunmehr dritten Teil bekommt es Gru mit seinem bisher unbekannten Zwillingsbruder Dru zu tun. Blöd nur, dass der nicht nur besser aussieht und mehr Haare hat, sondern auch erfolgreicher ist als Gru. Die beiden Zwillingsbrüder könnten unterschiedlicher nicht sein, doch als Superschurke Balthazar Bratt mit Vokuhila, großen Schulterpolstern und einem teuflischen Plan auftaucht, müssen Gru und Dru sich zusammen raufen…

Drehbuch: Cinco Paul, Ken Daurio
Regie: Pierre Coffin, Kyle Balda
Produktion: Illumination (Chris Meledandri, Janet Healy, Chris Renaud)

ich unverbesserlich 3Auf der Leinwand werden grundlos heftige Schmerzen zugefügt und ein Kind im Zuschauerraum zuckt verstört zusammen. Der Vater lacht hämisch und das Kind versteht: Jemandem Schmerzen zufügen ist lustig und gut. Im Verlauf der Handlung wird dieses Prinzip auf die Spitze getrieben: Es geht darum wie öde und sterbenslangweilig „Gutsein“ ist und wie großartig sinnloses „Bösesein“. Wobei Normen und Gesetze keinesfalls aus Notwendigkeit o.ä. übertreten werden, sondern einfach nur um „böse“, hinterhältig und gemein zu sein – „wegen des Kicks“. Das wird dann genauer veranschaulicht: Je rücksichtsloser das Autofahren beispielsweise, desto besser. Je asozialer das Schaden-zufügende Verhalten, desto euphorischer der Beifall. Wahrscheinlich weil auch gebetet wird, bekam der Film von der FSK eine Altersfreigabe ab 0 Jahren.

Juni 2nd, 2017 by kritiker

daumen015

 

Wertung für OV

Kinostart: 15.06.2017

Vor ihrem Siegeszug als Wonder Woman wurde die Amazonenprinzessin Diana zu einer unüberwindlichen Kriegerin ausgebildet. Erst von einem notgelandeten amerikanischen Piloten erfährt sie von den fürchterlichen Konflikten im Rest der Welt. Daraufhin verlässt sie ihre Heimat, weil sie überzeugt ist, dass sie der bedrohlichen Situation Herr werden kann. In dem Krieg, der alle Kriege beenden soll, kämpft Diana an der Seite der Menschen, entdeckt allmählich ihr volles Potenzial … und ihre wahre Bestimmung.

Darsteller: Gal Gadot, Chris Pine, Robin Wright, David Thewlis, Connie Nielsen, Elena Anaya
Patty Jenkins inszeniert das Drehbuch von Allan Heinberg nach der Story von Zack Snyder & Allan Heinberg und Jason Fuchs, sowie den Figuren von DC. WONDER WOMAN wurde von William Moulton Marston konzipiert. Produziert wird der Film von Charles Roven, Deborah Snyder, Zack Snyder und Richard Suckle. Als Executive Producers sind Stephen Jones, Geoff Johns, Jon Berg, Wesley Coller und Rebecca Steel Roven beteiligt.

Wonder WomanDie verklemmtesten Sittenwächter des viktorianischen Zeitalters waren vergleichsweise freizügig, Vollrausch-Straßenkämpfe unter Hooligans geradezu intellektuell. „Die Menschheit“ (jeder einzelne Mensch, der jemals gelebt hat) ist laut Drehbuchautoren total „verdorben“ – Differenzierungsvermögen Fehlanzeige. „Entscheidend ist, woran du glaubst“ ist die Devise der „Wonder Woman“. Und diese hohle Phrase füllt sie dann mit willkürlichem, brutalem Metzeln zahlloser Wehrdienstpflichtiger, ist sogar für einen einzigen Kuss zu prüde und schließt mit dem Fazit „Ich glaube an die Liebe“. Das passt in die schöne neue Welt: Liebe ist gleich Krieg, in dem die blind glaubenden Vorbilder/Helden je nach gerade passendem „Glauben“ (Geld, Religion, Führer – völlig egal an was) eingesetzt werden können und idealerweise je nach Bedarf ihr Leben opfern.

Mai 11th, 2017 by kritiker

daumen025

 

Kinostart: 18.05.2017

Die Crew des Kolonisationsraumschiffs Covenant ist unterwegs zu einem abgelegenen Planeten am Rand der Galaxie. Sie entdeckt – wie sie glaubt – ein unerforschtes Paradies, aber tatsächlich ist es eine dunkle, gefährliche Welt. Als die Crew mit einer ihre Vorstellungskraft übersteigenden Bedrohung konfrontiert wird, muss sie einen grauenvollen Fluchtversuch unternehmen.

Regie: Ridley Scott
Darsteller: Katherine Waterston, Michael Fassbender, James Franco (winzige Nebenrolle), Noomi Rapace, Guy Pearce, Danny McBride

Alien CovenantBeeindruckend, dass es möglich ist, so viel so wenig Durchdachtes in 2 Stunden zu komprimieren – bis ins kleinste Detail geht diese Besessenheit, die offensichtlich ansteckend war. Womit dann auch der kreationistische Grundgedanke anschaulich verdeutlicht wird: Der Fisch stinkt vom Gott her (bzw. dem was als „Gott“ verkauft werden soll).
Lustig war die, wie eine Entschuldigung wirkende, Tafel nach dem Abspann: Durch diesen Film wurde einer großen Anzahl Menschen Arbeit ermöglicht. Das wird auch immer wieder als Argument für die staatliche Förderung von US-Trivialkommerz angeführt – Steuergeld das dann bei der Entwicklung anspruchsvollerer inländischer Produktionen fehlt. Dass durchdachtere Filme auch Arbeit schaffen und sogar eher auf Dauer, weil abgeschmackte die Lust auf Kino zerstören können, wäre wohl zu weit gedacht.

März 2nd, 2017 by kritiker

daumen025

 

Wertung für OV

Kinostart: 09.03.2017

Jordan Vogt-Roberts’ („Kings of Summer“) Film erzählt die Story eines sehr vielfältigen Teams aus Wissenschaftlern, Soldaten und Abenteurern, die sich gemeinsam auf eine unerforschte Pazifikinsel wagen: Die Insel birgt nicht nur Naturschönheiten, sondern auch große Gefahren, weil die Entdecker nicht ahnen, dass sie in das Revier des gewaltigen Kong eindringen. Weitab von der Zivilisation kommt es dort zur ultimativen Konfrontation zwischen Mensch und Natur. Schnell entwickelt sich die Forschungsreise zum Überlebenskampf, in dem es nur noch darum geht, dem urweltlichen Eden zu entkommen. Denn Menschen haben dort nichts verloren.

Die Hauptrollen in „Kong: Skull Island“ spielen Tom Hiddleston („The Avengers“, „Thor: The Dark Kingdom“), Samuel L. Jackson (Oscar®-Nominierung für „Pulp Fiction“, „Marvel’s The Avengers 2: Age of Ultron“), John Goodman („Transformers 4: Ära des Untergangs“, „Argo“), Oscar-Preisträgerin Brie Larson („Raum“, „Dating Queen“), Jing Tian („Police Story – Back for Law“), Toby Kebbell („Planet der Affen: Revolution“), John Ortiz („Steve Jobs“), Corey Hawkins („Straight Outta Compton“), Jason Mitchell („Straight Outta Compton“), Shea Whigham („The Wolf of Wall Street“), Thomas Mann („Ich und Earl und das Mädchen“) sowie Terry Notary („Planet der Affen: Revolution“) und John C. Reilly („Guardians of the Galaxy“, Oscar-Nominierung für „Chicago“).

kong-skull-islandImmer wenn man glaubt, blöder geht´s nicht mehr, kommt was noch Bekloppteres daher. Verhütung ist komplizierter als Kinder zeugen, deshalb wird Wrestling vielleicht schon in naher Zukunft als Höhepunkt US-amerikanischer Kultur gelten. Aber man sollte sich hüten, das dann als Tiefpunkt zu bezeichnen, denn es gibt ja auch noch die, die ernsthaft glauben, dass die Erde vor 7000 Jahren erschaff  Trivial eklektisch.

Februar 14th, 2017 by kritiker

daumen02

 

Wertung für OmU

Kinostart: 16.02.2017

Zuerst war da eine Gelegenheit…dann passierte ein Verrat. 20 Jahre sind inzwischen vergangen. Vieles hat sich geändert, vieles ist auch völlig gleich geblieben. Mark Renton kehrt zurück an den einzigen Ort, den er jemals sein Zuhause nennen konnte. Und sie warten auf ihn: Spud, Sick Boy, und Begbie. Aber auch andere gute, alte Freunde warten bereits: Leid, Verlust, Freude, Rache, Hass, Freundschaft, Liebe, Sehnsucht, Angst, Reue, Diamorphin, Selbstzerstörung und Lebensgefahr, alle stehen Schlange, um ihn zu begrüßen, bereit zum Tanz.

Danny Boyle („Steve Jobs“; „Slumdog Millionaire“) übernahm erneut die Regie für den Film, der auf Irvine Welshs Roman „Porno“ aus dem Jahre 2006 basiert. Und natürlich sind auch Ewan McGregor („Verräter wie wir“; „Star Wars – Das Erwachen der Macht“), Ewen Bremner („Ich sehe den Mann Deiner Träume“; „Sterben für Anfänger“), Jonny Lee Miller („Elementary“; „Dark Shadows“) und Robert Carlyle („Once Upon a Time“; „28 Weeks Later“) wieder mit an Bord.

T2-Trainspotting-uk-posterDie Fortsetzung eines Klassikers, einer gesellschaftskritischen Ikone der Filmgeschichte, weckt hohe Erwartungen – insofern ist die Enttäuschung um so größer, wenn diese nicht erfüllt werden. Die Handlung ist unoriginell, dumpf und fake. Kein Charme, kein Witz, keine tieferen Einsichten und Erkenntnisse. Die Kuh soll offensichtlich ohne große Anstrengungen einfach nur noch mal gemolken werden. Das Potential der großartigen Schauspieler bleibt ungenutzt.

Januar 11th, 2017 by kritiker

daumen02

 

Wertung für OV

Kinostart: 19.01.2017

Auf Bitten seines Kontaktmannes Agent Augustus Eugene Gibbons (Samuel L. Jackson) kehrt der für tot gehaltene Extremsportler Xander Cage (Vin Diesel) aus seinem selbstauferlegten Exil zurück, um erneut als Geheimagent für die US-Regierung zu arbeiten. Dieses Mal muss er eine ebenso unaufhaltbare wie zerstörerische Waffe namens „Die Büchse der Pandora“ bergen. Zeitgleich machen sich auch der sinistere Xiang (Donnie Yen) und dessen Schergen daran, die todbringende Waffe in ihren Besitz zu bringen. Zusammen mit seinem neuen Team kampfbereiter adrenalinsüchtiger Profis (u.a. Deepika Padukone, Ruby Rose und Nina Dobrev) findet sich Xander schon bald in einer tödlichen Verschwörung wieder, in die sogar Repräsentanten auf Regierungsebene verwickelt sind…

REGIE D.J. Caruso DREHBUCH Chad St. John und F. Scott Frazier BESETZUNG Vin Diesel, Samuel L. Jackson, Ruby Rose, Nina Dobrev, Rory McCann, Deepika Padukone, Toni Collette, u. a. PRODUKTION Vin Diesel, Neal H. Moritz, Jeff Kirschenbaum, Joe Roth

Xander CageErwartungsgemäß professionell gefilmte Action, aber wer sein Gehirn nicht komplett ausschaltet, muss büßen. Der „weise, alte, väterliche Mann“ Samuel Jackson, den xXx Vin Diesel nach den ganzen sinnlosen Unlogiken um Rat fragt, bringt es (in einer Kirche) auf den Punkt: Versuch gar nicht erst zu verstehen, bring einfach alle um, Hauptsache du hast Spaß dabei – und (Subtext) gehst zur Kirche. Ist das die gewünschte innere Verfassung von Befehlshabern, die ihren Soldaten nicht mehr erklären können, worum es eigentlich geht? In einer Zeit, in der die Todfeinde wechseln wie in Orwells „1984“ und frei jeglicher Moral oder Werte bestimmt werden. Je mehr Gemetzel, desto größer der Profit. Dazu passend ist das Einzige, was von der Kirche nicht „vergeben“ wird, Hinterfragen.

Oktober 24th, 2016 by kritiker

daumen02

 

Wertung für OV

Als ehemaliger Militärpolizist mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und schlagfertigen Argumenten hat Tom Cruise schon einmal die Fans auf der ganzen Welt in Atem gehalten.

Kinostart: 03.11.2016

jack-reacher-2Ermüdend unoriginell – alles schon mal besser gesehen. Wer lange nicht mehr im Kino war (mindestens 20 Jahre), zum ersten Mal einen James-Bond-Verschnitt sieht oder sehr vergesslich ist, könnte an der 08/15-Action Gefallen finden.

 

 

Juli 31st, 2016 by kritiker

daumen015

 

Selten blöder, nerviger Quatsch.