September 26th, 2017 by kritiker

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Wertung für OmU

Kinostart: 12.10.2017

In einer nahen Zukunft haben Überbevölkerung und Hungersnot zu einer drastischen Ein-Kind-Politik geführt. Dadurch sind sieben identisch aussehende Schwestern (Noomi Rapace) zu einem Versteckspiel gezwungen, um der Verfolgung durch das „Kinder-Zuteilungsbüro“ unter Leitung der unerbittlichen Nicolette Cayman (Glenn Close) zu entkommen. Um zu überleben, müssen Monday, Tuesday, Wednesday, Thursday, Friday, Saturday und Sunday, wie die Frauen von ihrem Großvater (Willem Dafoe) genannt wurden, die Identität einer fiktiven Person annehmen – Karen Settman. Einmal pro Woche darf jede der Schwestern am Wochentag, dessen Namen sie trägt, an die Öffentlichkeit und am Leben teilnehmen, während die restlichen sechs in der gemeinsamen Wohnung gefangen sind. Das geht so lange gut, bis Monday eines Tages nicht mehr nach Hause zurückkehrt…

Regie: Tommy Wirkola
Drehbuch: Max Botkin, Kerry Williamson
Produktion: Raffaella De Laurentiis, Fabrice Gianfermi, Philippe Rousselet
Darsteller: Noomi Rapace, Glenn Close, Willem Dafoe

What happened to mondayEins der größten Probleme der Menschheit ist die immer schneller wachsende Überbevölkerung. Als ob es nicht abstoßend genug wäre, in dieser Situation ausgerechnet einen Film über die angeblichen Entsetzlichkeiten von Bevölkerungskontrolle zu produzieren, konstruieren die Drehbuchautoren krude Absurditäten, um zu suggerieren, dass Geburtenkontrolle in einen Kontext mit an den Holocaust erinnernde Tötungsmethoden gebracht werden sollte: Verhütung existiert in ihrer Gedankenwelt offensichtlich nicht, illegal Geborene müssen grausam im Kindes- und Erwachsenenalter „abgetrieben“ werden, wegen „böser“ überbevölkerungskritischer Politiker. Eindimensional dümmlich inszeniert.

In der Realität können, dank des skrupellosen Lobbyismus durch Fundamentalreligiöse, ungewollte Schwangerschaften immer schwerer beendet werden. Anstatt Beratung zu Problemen, wird Hilfesuchenden ein schlechtes Gewissen eingeredet und dazu genötigt sinnlos zu gebären. Kondome werden von ewig Gestrigen zudem verboten.

Dezember 3rd, 2015 by kritiker

 

Wo Weihnachten mit der Familie – für den kleinen Max (Emjay Anthony) ist das der pure Horror. Harmonie und Freude? Nicht bei seiner Verwandtschaft – die ewig grantige Tante, die Mutter, die darüber die Geduld verliert, die fiesen Cousinen und ein Onkel, der alle Probleme mit der Schrotflinte lösen will – darüber kann man nur verzweifeln. In diesem Jahr stellt sich Max allen trotzig entgegen und verliert darüber seinen Glauben an Weihnachten… Unwissend, dass er damit den unbändigen Zorn des Krampus‘ heraufbeschwört. Er und seine düsteren Helfer kommen nicht, um zu geben, sondern um zu nehmen. Was für eine furchteinflößende Bescherung für Max und seine Familie! Statt um Geschenke und Gezänk geht es für sie plötzlich um viel mehr: ums Überleben! Nur gemeinsam, als Familie, die zusammenhält, kann es gelingen, sich aus den Fängen von Krampus zu befreien.

Darsteller: Adam Scott, Toni Collette, David Koechner, Allison Tolman, Conchata Ferrell, Emjay Anthony, Stefania Lavie Owen und Krista Stadler
Regie: Michael Dougherty
Drehbuch: Michael Dougherty & Zach Shields & Todd Casey
Produzenten: Thomas Tull, Jon Jashni, Alex Garcia, Michael Dougherty
Ausführender Produzent: Daniel Stillman

Kinostart: 03.12.2015

www.krampus-film.de

Spannungsniveau „Wort zum Sonntag“ mit Einblicken in den religiösen Glauben der Drehbuchschreiber: „Es ist egal, was du tust, wichtig ist nur, was du glaubst.“ Folgerichtig „darf“ (unter strikter Beachtung des ersten/wichtigsten biblischen Gebotes) gemetzelt werden. Schenken und freuen ist falsch: „Es muss voller Schmerz geopfert werden, was du liebst.“ Von Gläubigen, die opfern, was sie lieben, möchte man nicht unbedingt „geliebt“ werden. Solange der archaische Quatsch Filmmärchen bleibt, stört nur die Langeweile – tragisch wird es, wenn die Staatsführung an religiöse Opferbeitschaft glaubt und obige Prinzipien durchsetzen will.

März 10th, 2015 by kritiker

 

Deutschland, Anfang der 80er. Auch in der westdeutschen Provinz sind die Hippies an der Macht. Robert muss da raus. Es gibt für ihn nur die eine Stadt! Sex, Drogen und Punk, die Versprechen von West-Berlin. Sein alter Kumpel Schwarz nimmt ihn mit offenen Armen auf. Schwarz braucht in seiner Peepshow ein Mädchen für alles und das wird Robert. Wichskabinen schrubben und die Verpflegung der Mädchen organisieren, sind seine Hauptaufgaben. Dabei lernt er Sanja kennen, auch eine, in der anarchischen Subkultur gestrandete, wunderschöne Seele auf der Suche nach einem Sinn. Tag und Nacht verschwimmen, Robert lässt sich treiben, seine Nächte verbringt er im legendären „Risiko“. Der Ort, an dem Zeit nicht existiert, sich die Ikonen (wie Blixa Bargeld und Nick Cave) herumtreiben, dort wo alles möglich ist, alles sein kann und nichts muss. Kunst kommt nicht von Können, sie kommt vom Leben. Dank üppiger Berlin-Zulage und eines kleinen Überfalls, plant Robert zusammen mit Schwarz eine ganz neue Einkommensquelle und mit Sanja die nicht ganz typische Lösung familiärer Probleme. Regie: Oskar Roehler

Kinostart: 26.03.2015

www.todeslebederpunk.de

Fremdschämen für Fortgeschrittene mit Brechreizgarantie. Das einzig Komische: Laut Pressetext soll der Film vor allem „sehr authentisch“ sein. Offensichtlich war Regisseur Roehler in den Achtzigern nie auch nur in der Nähe einer deutschen Stadt, in der es Punks hätte geben können. Alles scheint der Psyche eines provinziellen Internatsschülers mit neonazistischen Neigungen entsprungen zu sein: In jedem Lehrerzimmer kiffen auf dem Boden im Kreis sitzende, nervige, ungewaschene „Hippies“, die „gerechtfertigterweise“, begleitet von „Heil“-Schreien vergiftet werden dürfen – Nazis sind im Film die besten Kumpel des Hauptdarsteller-„Punks“. Die Realität sah anders aus: Punks und Hippies wehrten sich gemeinsam gegen Nazis, Spießer und konsumgeile Popper. Ein weiteres „bewährtes“ Film-Feindbild: Goethe, der wohl sinnbildlich für Intellekt steht, den Roehler vermutlich auch in Form seiner Mutter ermorden will (die ihn in der Realität auf ein „nur“ zehntausende kostendes Internat geschickt hat und ohne die er möglicherweise niemals auch nur in die Nähe der Kultur-Futtertröge gekommen wäre). Der neoliberale Seitenhieb auf die schmorotzenden, superreichen Sozialhilfempänger rundet das Bild ab – rückgrat- und charakterlos nach unten treten, nach oben buckeln. Insgesamt eine bösartige, geschichtsfälschende Verunglimpfung der Ideale des Punk. Staatlich gefördert. Kotztüten sollten in den aufführenden Kinos Pflicht sein.

April 21st, 2014 by kritiker

 

Dr. Will Caster (Johnny Depp), anerkannter Experte auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz, und seine Frau Evelyn (Rebecca Hall) stehen kurz davor, ein vollkommen neuartiges Computersystem zu erschaffen – ein Elektronengehirn, das über menschliche Emotionen verfügt und selbstständig reflektieren kann. Eine Gruppe technikfeindlicher Extremisten will den Superrechner um jeden Preis verhindern und verübt ein Attentat auf Dr. Caster. Doch anstatt den Wissenschaftler zu stoppen, verhelfen sie ihm damit erst zum Erfolg. Denn Evelyn, hin und her gerissen zwischen Liebe und Forscherdrang, vollendet das Experiment gemeinsam mit Max Waters (Paul Bettany), einem engen Freund und Kollegen ihres Mannes. Sie verbinden das Gehirn des schwer verletzten Will mit dem Computer und lassen seinen Geist mit der Maschine verschmelzen. So entsteht ein hochintelligentes Wesen, das sich bald seiner ungeheuren Macht bewusst wird…

Regie: Wally Pfister
Darsteller: Johnny Depp (PIRATES OF THE CARIBBEAN 1-4), Rebecca Hall (LADY VEGAS, VICKY CRISTINA BARCELONA ), Paul Bettany (A BEAUTYFUL MIND, WIMBELDON), Morgan Freeman (DAS BESTE KOMMT ZUM SCHLUSS, MILLION DOLLAR BABY), Kate Mara (IRON MAN 2, 127 HOURS), Cillian Murphy (BREAKFAST ON PLUTO, INCEPTION) u.v.a.

Kinostart: 24.04.2014

www.transcendence-derfilm.de

Johnny Depp kann seine Stärken nicht ausspielen, die Charaktere bleiben blass. Der Plot besteht aus hohlem Blendwerk, unreflektierten Banalitäten und Falschheiten, die im Preisen von Abgasen gipfeln – denn der „göttliche Nano-Geist“ steckt auch in ihnen.

 

 

 

März 24th, 2014 by kritiker

 

Auf Krawall gebürstet, sozial inkompetent und modisch nicht ganz up-to-date: Luise (Iris Berben) ist eine höchst anerkannte Biologin, die außer ihrem Beruf und ihrer liebenswerten Mutter (Carmen-Maja Antoni) nichts und niemanden wirklich mag. Als man beschließt, die unbequeme 60-Jährige elegant in den frühzeitigen Ruhestand zu schicken, ist Luise außer sich. Und die Ärgernisse nehmen kein Ende: In einem Park trifft sie auf Frans (Edgar Selge), einen eitlen Galeristen im offensichtlichen Jugendwahn. Beim Joggen von einem Hexenschuss niedergestreckt, fleht er Luise an, ihn sofort zum Arzt zu schleppen. Luise lässt sich erweichen, doch schnell stellt sich heraus: Beide finden sich auf Anhieb – komplett unsympathisch. Luise hat allerdings für derlei Belanglosigkeiten sowieso keine Zeit. Sie steht vor einer gewagten Entscheidung, die ihren tristen Alltag komplett verändern soll. Turbulente Ereignisse, die sowohl das Leben von Luise als auch das von Frans ordentlich durcheinander wirbeln, nehmen daraufhin ihren Lauf…

Kinostart: 24.04.2013

www.senator.de/movie/miss-sixty

Deutscher Fernsehfilm (als Kinofilm vermarktet). Wieso gute Bilder oder eine halbwegs funktionierende Geschichte bieten – in gewisse systemkonforme Taschen fließen staatliche Fördergelder offensichtlich vorbehaltlos.

 

 

 

August 8th, 2013 by kritiker

 

Angeführt vom Ex-Mafioso Colonel Stars And Stripes (Jim Carrey) patrouilliert die welterste Superheldentruppe Justice Forever die Straßen und fordert die Kriminellen heraus. Doch Bösewicht Red Mist (Christopher Mintz-Plasse) schwört unter seinem neuen Namen Motherfucker, blutige Rache an Kick-Ass, Hit-Girl und deren neuen Komplizen zu nehmen.

Kinostart: 15.08.2013

www.universal.kickass.de

Hier passt einfach alles: unkomisch, ekelhaft, peinlich. Wer schon immer mal als lebende Kotztüte für unterbelichteten Autorenauswurf dienen wollte, ist hier richtig.

 

 

 

März 2nd, 2013 by kritiker

 

Eigentlich ist Gwendolyn Shepherd (MARIA EHRICH) ein ganz normaler sechzehnjähriger Teenager – ärgerlich nur, dass ihre Familie definitiv einen Tick zu viele Geheimnisse hat. Allesamt ranken die sich um ein Zeitreise-Gen, das in der Familie vererbt wird. Jeder ist sich sicher: Gwens Cousine Charlotte (LAURA BERLIN) trägt das Gen in sich und so dreht sich alles ständig um sie. Bis sich Gwen eines Tages aus heiterem Himmel im London Anfang des 20. Jahrhunderts wiederfindet. Ihr wird schlagartig klar, dass stattdessen sie zur Zeitreisenden geboren wurde. Und das, obwohl sie darauf gut verzichten könnte. Genauso wie auf Charlottes arroganten Freund Gideon de Villiers (JANNIS NIEWÖHNER), mit dem sie sich nun zusammentun muss, um das größte Geheimnis ihrer Familiengeschichte aufzuklären. Eins steht für sie fest: Sie wird alles daran setzen die uralten Mysterien zu lösen. Was ihr dagegen nicht klar ist: Dass man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!

Kinostart: 14.03.2013

www.rubinrot-derfilm.de

Deutsche Fantasy-Romanze für 8 bis 13-jährige Mädchen. Wer mehr als Soap-Niveau erwartet, wird bitter enttäuscht.

 

 

 

 

März 1st, 2013 by kritiker

 

Oscar Diggs (JAMES FRANCO) ist ein kleiner Zirkusmagier mit fragwürdiger Moral. Als er sich eines Tages in der fantastischen Welt von Oz wiederfindet, denkt er, einen Volltreffer gelandet zu haben: Ruhm und Reichtum scheinen greifbar nah – zumindest bis er den drei Hexen Theodora (MILA KUNIS), Evanora (RACHEL WEISZ) und Glinda (MICHELLE WILLIAMS) begegnet. Die sind nämlich überhaupt nicht davon überzeugt, dass er der große Zauberer ist, für den ihn alle halten. Widerstrebend wird Oscar in die Schwierigkeiten von Oz und seinen Bewohnern hineingezogen und muss herausfinden, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört, bevor es zu spät ist. Mit Illusionen, Einfallsreichtum und auch ein bisschen echter Zauberei schafft es Oscar schließlich, nicht nur zum großen Zauberer von Oz zu werden, sondern auch zu einem besseren Menschen.

Kinostart: 07.03.2013

www.disney.de/oz

Vielleicht der schlechteste Disney Film aller Zeiten. Langweilig und dümmlich bis weit über die Schmerzgrenze, dazu technisch schlecht gemacht – sehr viele Bilder sind unscharf. So reaktionär, dass die Konservativsten aus den Fünfzigern wie progressive Revoluzzer wirken. Und sogar gegen die Grundregel von Walt Disney – keine Religion – wurde auf der Mataebene verstoßen. Die Grundidee des Zauberers von Oz wurde ins Gegenteil pervertiert: von „blicke hinter die Kulissen und misstraue der Maschinerie der Mächtigen“ zu Propagierung blinden Glaubens. Das erinnert an Südstaaten-Radiosender, die Lennons „Imagine“-Liedzeile „… and no religion too“ zu „and one religion too“ gefälscht haben. Gegen derart perfide Kunstfälschungen sollten Gesetze erlassen werden.

Januar 17th, 2013 by kritiker

 

Wertung für OmU

Steven Spielbergs neuester Film LINCOLN ist eine aufregende Chronologie der letzten vier Monate im Leben des einflussreichsten Präsidenten der Vereinigten Staaten. Als Lincoln 1864 seine zweite Amtsperiode als 16. Präsident antritt, steht die junge Nation durch den blutigen Bürgerkrieg vor der Zerreißprobe. Mit Mut und Entschlossenheit widmet sich der republikanische Politiker der fast unlösbaren Aufgabe, den Krieg zu beenden, Nord- und Südstaaten zu versöhnen und die Sklaverei abzuschaffen. In jenen wenigen Monaten vor seiner Ermordung am 15. April 1865 durch einen Attentäter wird Lincoln in einem unerhörten Kraftakt die entscheidenden Weichen für das Schicksal kommender Generationen stellen.

Kinstart: 24.01.2013

www.fox.thelincolnmovie.com

Spielberg quält den Zuschauer mit so unerträglich staubtrocken erzkonservativer Langeweile, dass man nachvollziehen kann, wenn ihm nahegelegt wird: Hör auf, es reicht, tritt in Würde ab. Auch wenn er das Drehbuch nicht selbst verbrochen hat, so hätte er es ablehnen können.

 

 

Oktober 18th, 2012 by kritiker

 

www.paranormalmovie.com

Mit Abstand der schlechteste Film der Reihe, wenn nicht sogar des gesamten Found-footage Genres. Hier wurde wirklich alles falsch gemacht – eingeschlafene Füße sind spannender.

 

 

 

Juni 5th, 2012 by kritiker

 

wwws.warnerbros.de/chernobyldiaries

Horrorfilm produziert von „Paranormal Activity“ Macher Oren Peli. Sowohl das hingehauene Drehbuch ohne Twists, als auch die Inszenierung eines Regie Debütanten, der die Filmsprache nicht beherrscht, verhindern jegliche Spannung. Größere Budgets bewirken nicht unbedingt Gutes.

 

 

 

Juni 4th, 2012 by kritiker

 

www.sonyclassics.com/theraid

Kinostart: 12.07.2012

US/Indonesischer Actionfilm, der mit nichtexistenter Story, hirnloser Brutalität und menschenverachtenden Sprüchen anwidert.